Bundesliga: Untouchables verlieren bei Nordmeister Bonn Capitals zweimal
Ergebnisse schnell aus den Köpfen kriegen

Paderborn (WB/jm). Die Untouchables Paderborn gehen als „Vize“ der Bundesliga-Nordstaffel in die anstehenden Halbfinalspiele um die Deutsche Baseball-Meisterschaft gegen Primus Bonn Capitals .

Sonntag, 20.09.2020, 20:05 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 06:16 Uhr
Enttäuschter Blick: Nadir Ljatifi und die Untouchables haben bei den Bonn Capitals 0:4 und 2:13 verloren. Am Samstag stehen wieder in der Bonner Rheinaue die ersten beiden DM-Halbfinals gegen diesen Gegner an. Foto: Jörg Manthey/Archiv
Enttäuschter Blick: Nadir Ljatifi und die Untouchables haben bei den Bonn Capitals 0:4 und 2:13 verloren. Am Samstag stehen wieder in der Bonner Rheinaue die ersten beiden DM-Halbfinals gegen diesen Gegner an. Foto: Jörg Manthey/Archiv

Am finalen Doppelspieltag in der Bonner Rheinaue gab’s mit 0:4 und 2:13 zwei klare Niederlagen. Obgleich Headcoach Jendrick Speer den Ausgang recht gelöst kommentierte („Es ist alles okay“), wies die Paderborner Leistung doch viel Luft nach oben auf.

Das hatte seinen Grund. Denn wie angekündigt, deckte Speer seine Karten nicht auf, ließ die erste Pitchergarde draußen und schenkte stattdessen in perspektivischer Weitsicht insgesamt vier neuen Werfern das Vertrauen. Bonn wusste deren fehlende Routine schamlos auszunutzen. Offensiv sammelten die U’s im ersten Match bloß wenig Erfolgserlebnisse. Dafür wurden die Gäste gleich im ersten Inning eiskalt erwischt, weil Bonns internationale Garde Paderborns 2,04-Meter-Hünen Steffen Dembowski bei dessen Debüt ausstach. Mit zwei kurz aufein­anderfolgenden Homeruns brachten Wilson Lee und Daniel Lamb-Hunt ihre Farben mit 2:0 in Front.

Bonn, Deutscher Meister von 2018, kam unvermindert zu zahlreichen Hits und Läufen. Ende des vierten Innings erhöhte der Gastgeber folgerichtig auf 4:0. Ein Pitcherwechsel – mit Patrick Harrison übernahm ein weiterer Riese im sechsten Inning den Job auf dem Mound – brachte keine Wende. Am Ende verpuffte auch die letzte Paderborner Angriffswelle ohne Zählbares, obgleich Finn Bergmann beim finalen Schlag nur wenige Meter zu einem Homerun fehlten. „Es war knapp. Wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt“, fand Speer.

Am 26. September im Ahorn-Ballpark

Paderborns erste Nordmeisterschaft seit 2012 muss also um ein weiteres Jahr verschoben werden. Mit diesem Sieg erkämpften die starken Caps den Heimvorteil fürs Halbfinale. Das wird in einer Best-of-Five-Serie ausgespielt. Die ersten Begegnungen starten am 26./27. September in den Bonner Rheinauen. Danach geht es am 3. Oktober im Ahorn-Ballpark mit Spiel drei weiter. Die Duelle vier und fünf um den Einzug ins Endspiel folgen, wenn nötig, am 4. Oktober in Paderborn.

Der Ausgang der zweiten Begegnung des Sonntags war ohne Belang, das war besonders dem Gästespiel anzumerken. Beide Coaches nutzten die Chance, ohne Druck aufspielen zu können. Bei den U’s übernahm Nachwuchspitcher Luca Kloppenburg (18) den Job auf dem Wurfhügel. Daniel Lamb-Hunt und Nick Miceli scorten im zweiten Inning zur Bonner 2:0-Führung. Maik Ehmcke beantwortete die im dritten Abschnitt mit einem Homerun, Nadir Ljatifi veredelte diese Aktion und lief mit zum 2:2-Ausgleich ein. Nachlässigkeiten führten zum neuerlichen Rückstand (2:3). Bonns folgender Homerun hatte Konsequenzen auf dem Scoreboard – 2:7.

Mark Harrison ging nun ein zweites Mal auf den Mound. Das Heimteam setzte sich im vierten Inning bis auf 11:2 ab. Vom fünften Inning an durfte sich auch noch Finn Bergmann auf den Mound zeigen, eigentlich Infielder. Mit einem Homerun beendete Bonn die Partie. Fürs Paderborner Selbstvertrauen war dieser Sonntag nicht förderlich. Diesen Ausflug nach Bonn gilt es schnell aus den Köpfen zu kriegen.

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