Untouchables verlieren die ersten Halbfinalspiele in Bonn mit 0:6 und 0:15
Bonner Homerun-Hagel

Bonn (WB/en). Nach den ersten zwei von theoretisch bis zu fünf Halbfinalspielen zwischen den Untouchables Paderborn und den Bonn Capitals spricht nahezu alles dafür, dass es der große Favorit aus dem Rheinland in die Endspiele um die Deutsche Baseball-Meisterschaft schafft. Die Capitals entschieden die beiden Auftritte im eigenen Stadion mit 6:0 und sogar 15:0 für sich und sind lediglich noch einen weiteren Erfolg vom Einzug in die Finalserie entfernt.

Montag, 28.09.2020, 02:00 Uhr
Die Schlagmänner der Capitals haben auch U’s-Pitcher Benjamin Thaqi einen unangenehmen Bonn-Aufenthalt beschert. Foto: Elmar Neumann
Die Schlagmänner der Capitals haben auch U’s-Pitcher Benjamin Thaqi einen unangenehmen Bonn-Aufenthalt beschert. Foto: Elmar Neumann

Für die zum Auftakt chancenlosen U’s bedeutet das im Umkehrschluss: Allein wenn sie am kommenden Wochenende im Ahorn-Ballpark dreimal (beginnend am Samstag, 17 Uhr) als Sieger vom Feld gehen, heißt der Finalist doch Paderborn. „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Vor allem das 0:15 im zweiten Spiel ist niederschmetternd. Aber auch im Baseball ist alles möglich. Es kommt das Team weiter, das als erstes drei Siege geholt hat, und dabei spielt es keine Rolle, in welchen drei Spielen die gelingen“, sagte Headcoach Jendrick Speer.

Auch im Baseball ist alles möglich.

Jendrick Speer

Am Samstagabend, im ersten Spiel, ging der Blick fast genauso oft gen Himmel wie in Richtung des Gegners, das Stadion war mehr „Rainaue“ als Rheinaue und letztlich sollten die widrigen Bedingungen auch für ein vorzeitiges Ende sorgen. Bereits nach sechs Innings und im Anschluss an eine halbstündige Pause wurde das Regenrennen abgebrochen. „Es sah schon vor Spielbeginn kritisch aus. Aus meiner Sicht hätte man das Ganze im vierten Inning abbrechen und dann unter regulären Bedingungen fortsetzen können, aber die Refs haben anders entschieden und uns die Mindestzahl an Innings durchspielen lassen – leider“, sagte Speer. Nach ausgeglichenem Beginn mit einem stark pitchenden Florian Seidel auf Paderborner Seite gaben die Hausherren in Inning Nummer drei mit dem ersten Run die Richtung vor. Beim Stand von 2:0 für Bonn brachte Speer Matt Kemp für Seidel, aber die Richtung blieb die selbe. Die Capitals bauten ihr Polster auf 6:0 aus und so stand es auch zum Zeitpunkt des Abbruchs. „An unseren Pitchern lag es nicht. Die haben einen guten Job gemacht. Unser Problem waren die vielen Fehler, die wir uns in der Defense geleistet haben. Das war untypisch für uns und ist etwas, das wir uns gegen eine Mannschaft vom Kaliber Bonns nicht erlauben können“, sagte Speer.

Capitals schlagen sechs Homeruns

Im zweiten Spiel, am Sonntagmittag, hielt das Wetter, und doch gingen die Untouchables im Bonner Homerun-Hagel unter. Wilson Lee machte im ersten Inning den Anfang, allein im dritten Abschnitt schlugen die Gastgeber Benjamin Thaqis Würfe dreimal über den Zaun. Im vierten und im fünften Inning gelangen die Homeruns Nummer fünf und sechs, ehe das ungleiche Duell aufgrund der Mercy Rule, der Gnaden-Regel, vorbei war. „So ein Spiel habe ich selten erlebt. Die Bonner haben aber auch gut auf den Ball gehauen“, sagte der U’s-Coach und verband mit dem Blick auf den überlegenen Gegner doch ein Stück Zuversicht: „Vor fünf, sechs Jahren hatten die Capitals auch so eine junge Mannschaft wie wir jetzt und sind von einigen Gegnern überrannt worden. Aber sie haben ihr Team zusammengehalten, sind jetzt erfahrener und selbst ein dominantes Team. Das ist genau der Weg, den wir gehen wollen und daran ändern diese Niederlagen nichts.“

Während es im Norden bislang klar zugeht, sieht’s im Süden eng aus. Dort steht es zwischen Regensburg und Heidenheim 1:1 (8:4, 4:5).

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