Aufsteiger TSV Schloß Neuhaus will in der Handball-Landesliga eine gute Rolle spielen
Schröders Traum wird wahr

Schloß Neuhaus (WB). Die Handballerinnen des TSV Schloß Neuhaus und ihr Trainer Dirk Schröder sind zurück in der Landesliga. Vor Jahren hatte schon einmal eine Frauenmannschaft des TSV dort gespielt. Coach Schröder war als Spieler mit TuRa Elsen in der Landesliga aktiv. Für ihn erfüllt sich ein Traum.

Mittwoch, 30.09.2020, 03:00 Uhr
Mit diesem Team geht Aufsteiger TSV Schloß Neuhaus in die Landesliga-Saison, von links: Annabelle Gödde, Claudia Schäfer, Andrea Georg, Charlyn Voigt, Eva Temme, Julia Adler, Alina Schwede, Charlotte Heilmeyer, Trainer Dirk Schröder, Maria Michl, Sausan Al Ibadi, Co-Trainerin Franziska Hasse, Rebecca Dirkorte, Lea Horstmann, Selina Pake und Sina Winter. Es fehlt Mona Gillmann. Foto:
Mit diesem Team geht Aufsteiger TSV Schloß Neuhaus in die Landesliga-Saison, von links: Annabelle Gödde, Claudia Schäfer, Andrea Georg, Charlyn Voigt, Eva Temme, Julia Adler, Alina Schwede, Charlotte Heilmeyer, Trainer Dirk Schröder, Maria Michl, Sausan Al Ibadi, Co-Trainerin Franziska Hasse, Rebecca Dirkorte, Lea Horstmann, Selina Pake und Sina Winter. Es fehlt Mona Gillmann.

„Ich habe immer davon geträumt, einmal als Trainer in der Landesliga aktiv zu sein. Das ist eine ganz andere Herausforderung. Kreis- und Bezirksliga kennen wir seit Jahren, jetzt freuen wir uns alle auf die neue Aufgabe. Mit dem ganzen Drumherum ist die Landesliga auch atmosphärisch etwas ganz anderes als das jahrelang Gewohnte“, sagt Schröder, der nicht nur einmal kurz Landesliga-Luft schnuppern will, sondern seine Mannschaft langfristig in der neuen Klasse etablieren möchte. Dass der TSV per Wildcard zum Aufstieg kam, hat aber keinerlei negativen Einfluss auf die feste Überzeugung, auch auf diesem Neuland bestehen zu können. „Die Spielerinnen und ich wollten in diese Liga, und wir haben auch das Potenzial dafür. Um unser Ziel, so früh wie möglich den Klassenverbleib zu sichern, zu erreichen, ziehen wir alle an einem Strang und sind hochmotiviert“, sagt Schröder.

Das ist eine ganz andere Herausforderung.

Dirk Schröder

Wobei die Versetzung diesmal nicht so einfach werden wird. Um die Klasse wegen des coronabedingt vermehrten Aufstiegs und der damit angewachsenen Größe wieder zu reduzieren, gibt es in dieser Saison vier Absteiger. „Das ist schon eine Ansage. Ich halte diese Liga aber für ziemlich ausgeglichen, auch wenn ich das Leistungsniveau unserer Gegner noch nicht so recht einschätzen kann. Es gibt einige Teams wie Verl oder Halle mit starkem Jugend-Unterbau. Es gibt aber auch viele Neulinge in der Liga. Oerlinghausen, Schlangen und Paderborn-Elsen sind natürlich bekannt“, erklärt der Trainer, der zum Saisonstart bei der SpVg. Versmold (Sa., 17.30 Uhr) auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. „Versmold war in der abgebrochenen Saison Tabellenletzter in der Verbandsliga und hat sich personell wohl stark verändert“, sagt Schröder.

Vorbereitet ist seine Mannschaft bestens, und es sind auch alle Spielerinnen fit. Seit Mitte Juni lief die Vorbereitung, in der die Schlossdamen – unter anderem in zwei Trainingslagern – ihr Leistungsvermögen auf allen Positionen steigerten. „Wir sind jetzt wirklich überall doppelt und gleichwertig stark besetzt. Deswegen habe ich auch keine erste Sechs, sondern kann jede Spielerin jederzeit bringen“, schwärmt der Trainer.

Ein Quartett misst mehr als 1,80 Meter

Das TSV-Prunkstück ist die Deckung. Im Kasten stehen mit Maria Michl und Charlotte Heilmeyer zwei Torfrauen, die sich super ergänzen und bei aller Konkurrenz auch gut verstehen. Davor verteidigt eine Deckungsreihe, die eine der größten der Liga sein dürfte. Vier Neuhäuserinnen sind mehr als 1,80 Meter groß. Aufbauend auf diese starke Defensive will der TSV Schloß Neuhaus mit Tempo nach vorn spielen. „Unsere Stärke ist, dass wir unberechenbar sind. Auch das hängt damit zusammen, dass wir alle Positionen doppelt besetzt haben. Wir brauchen aber Spiele mit 60 Minuten Dampf und Vollgas. Gegner, die das Spiel verschleppen oder viel in 1:1-Situationen gehen, liegen uns nicht so. Zudem müssen wir konsequenter bei der Chancenverwertung sein“, fordert Schröder, der die Zuschauer mit schnellem und attraktivem Damen-Handball begeistern möchte.

TSV: Maria Michl, Charlotte Heilmeyer - Annabelle Gödde, Claudia Schäfer, Andrea Georg, Charlyn Voigt, Eva Temme, Julia Adler, Alina Schwede, Sausan Al Ibadi, Rebecca Dirkorte, Lea Horstmann, Selina Pake, Sina Winter, Mona Gillmann

Trainer: Dirk Schröder

Co-Trainer: Franziska Hasse

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