Uni Baskets Paderborn erwarten Samstagabend die PS Karlsruhe Lions
Das Löwenrudel bändigen

Paderborn (WB/jm). Zwei Verlierer des ersten Spieltages in der 2. Basketball-Bundesliga ProA hoffen am Samstagabend auf Besserung: Die Uni Baskets Paderborn haben die PS Karlsruhe Lions zu Gast (19.30 Uhr, Maspernhalle).

Donnerstag, 22.10.2020, 21:00 Uhr
Die Uni Baskets-Defense, hier Grant Benzinger (Nummer 33), braucht gegen die Karlsruhe Lions den richtigen Durchblick. Foto: Elmar Neumann
Die Uni Baskets-Defense, hier Grant Benzinger (Nummer 33), braucht gegen die Karlsruhe Lions den richtigen Durchblick. Foto: Elmar Neumann

Zugelassen sind nach dem Stand der Dinge bis zu 600 Fans: Alle Dauerkartenbesitzer, und dazu gingen zusätzlich 100 Tageskarten in den freien Online-Verkauf. „Es herrscht eine absolute Vorfreude bei uns. Aber genauso ist auch die Anspannung da“, erzählt Dominik Meyer. „Meisterschaft ist was anderes als Testspiele.“ Der Baskets-Geschäftsführer kündigt ein „ziemlich strenges Hygienekonzept“ an. „Kein Hexenwerk, aber verständlich. Es gibt klare Regeln.“ Meyer schaut regelmäßig auf der RKI-Seite und der Kreisseite nach den aktuellen Covid 19-Zahlen und würdigt: „Unsere Paderborner sind im Vergleich zu anderen Regionen scheinbar sehr diszipliniert.“

„Zu viele Fehler gemacht“

Die Uni Baskets haben das 78:79 in Schwenningen aufgearbeitet. „Wir können und wir müssen gegen Karlsruhe viel besser spielen“, erklärt Headcoach Steven Esterkamp. „Diese Niederlage war nicht unglücklich. Nein, wir haben schlecht gespielt und viel zu viele Fehler gemacht. So eine Fehlerquote dürfen wir uns gegen Karlsruhe definitiv nicht erlauben.“ Dominik Meyer beschwichtigt, dass einige Spieler ihre ersten ProA-Minuten überhaupt hatten. „Zumal haben wir Spieler auf Schlüsselpositionen getauscht. Da ist Nervosität verständlich, da werden auch mal falsche Entscheidungen getroffen, wenn’s eng wird.“ Ganz entspannt ruft er den Auftakt der Vorsaison ins Gedächtnis, der den Uni Baskets direkt drei Pleiten bescherte.

„Bereit für Karlsruhe“

Die Trainingswoche sei richtig gut gelaufen. Steven Esterkamp registrierte eine „hohe Intensität und Disziplin. Ich glaube, die Mannschaft ist bereit für Karlsruhe.“ Der Matchplan ist klar. „Wir wollen unser Spiel, unseren Basketball durchbringen. Aber das wird nicht leicht, denn Karlsruhe verfügt über viele gute Spieler, über gute Individualität. Viele können scoren. Das macht sie unberechenbar. Unsere Verteidigung muss auf der Hut sein.“ Der Trainer kann Samstagabend personell aus dem Vollen schöpfen. Auch Jens Großmann bietet sich für Kurzeinsätze wieder als Alternative an.

Mit Karlsruhe verknüpfen die Paderborner gute Erinnerungen. In der Vorsaison konnten Hin- und Rückspiel gewonnen werden. Das irre Match in der Maspernhalle Ende Dezember 2019 endete mit einem kurzweiligen 112:97-Erfolg. Doch die Mannschaft von Trainer Drazan Salavarda hat seither einen großen personellen Umbruch vollzogen. Als letzter Neuer stieß der tschechische „Big Man“ Adam Pechacek, zuletzt Phoenix Hagen, dazu. „Der hat uns zweimal richtig weh getan“, erinnert sich Dominik Meyer. Aber: „Wir wollen unsere Heimspiele alle gewinnen und die Maspernhalle zu einer Festung machen.“

Hoffnungsträger Gilder-Tilbury

Bei Karlsruhes Heimstart waren Abstimmungsprobleme sichtbar, das Löwenrudel verlor 68:74 gegen die Artland Dragons. Gregory Foster und Tyseem Lyles mit jeweils 17 Punkten konnten das Malheur nicht abwenden. Große Hoffnungen setzen die PS Karlsruhe Lions auf den erst vor zwei Wochen verpflichteten Kavin Gilder-Tilbury. Der dynamische Forward kennt die Liga, spielte schon für die Niners Chemnitz und Science City Jena. Der Gegner gehört nach einem Dreijahres-Durchmarsch aus der 2. Regionalliga Südwest-Süd seit der Saison 2017/18 der ProA an. Die Vorbereitung war von einem Auf und Ab geprägt. Einerseits gestaltete sich die Kaderzusammenstellung ob der Corona-Krise schwierig. Dazu gesellten sich Verletzungssorgen. Die Lions-Zielvorgabe im vierten ProA-Jahr ist eindeutig: frühzeitige Absicherung des Klassenverbleibs. In der zurückliegenden Spielzeit schlossen die Löwen auf Platz 15 ab.

Hagen in Quarantäne

Derweil ist das Samstag-Spiel von Phoenix Hagen gegen die Tigers Tübingen abgesagt worden, nachdem ein Hagener Spieler positiv auf Covid 19 getestet worden ist. Die Feuervögel haben sich sich bis einschließlich 1. November in häusliche Quarantäne begeben. Neben dem Heimspiel gegen Tübingen ist auch die Auswärtspartie bei den Karlsruhe Lions (31. Oktober) betroffen.

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