Oberliga-Premiere der C-Jugend der HSG Paderborn-Elsen verzögert sich
Das lange Warten auf die Premiere

Paderborn -

Eigentlich würde jetzt die männliche C-Jugend der HSG Paderborn-Elsen ihrem Lieblingssport Handball in der höchsten Spielklasse der C-Jugend, der Oberliga, nachgehen. So hoch hatte zuvor noch nie eine Jugend-Mannschaft der HSG gespielt. Doch die Pandemie mit ihren Auswirkungen hat auch dies gestoppt beziehungsweise für eine – inzwischen zweimalige – Verschiebung gesorgt.

Mittwoch, 18.11.2020, 02:38 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 02:40 Uhr
Die C-Jugend der HSG Paderborn-Elsen ist in die Oberliga aufgestiegen: (hinten von links nach rechts) David Gärtner, Xion Grodzik, Justus Pieper, Milan Höschen, Henri Graf; (vorne von links nach rechts) Trainer Finn Welz, Fritz Viereck, Henri Prior, Leo Janzen, Jonas Dogan und Vincent Schumacher.
Die C-Jugend der HSG Paderborn-Elsen ist in die Oberliga aufgestiegen: (hinten von links nach rechts) David Gärtner, Xion Grodzik, Justus Pieper, Milan Höschen, Henri Graf; (vorne von links nach rechts) Trainer Finn Welz, Fritz Viereck, Henri Prior, Leo Janzen, Jonas Dogan und Vincent Schumacher.

Tatsächlich hat die Saison nämlich in der Oberliga wie im gesamten Jugendbereich auf Verbandsebene noch gar nicht angefangen und dies wird sie nach dem Verbandsbeschluss vom Wochenende nun erst frühestens im Januar.

Dabei hatte sich die C-Jugend von Paderborn-Elsen so sehr auf diese Spielzeit gefreut, bevor kurz vor dem Auftakt zuhause gegen die HSG Werther/Borgholzhausen die Vorbereitung und die Vorfreude ein abruptes Ende nahmen. Aber dennoch soll die Qualifikation hier einmal gewürdigt und beschrieben werden, wie die Stimmung damals Ende Oktober war, als alle noch davon ausgingen, dass es nach dem verheißungsvollen Saison-Beginn bei den Senioren auch bei den Junioren losgehen sollte.

„Die Oberliga-Quali hatte uns selbst im Verein kaum jemand zugetraut“, sagt Trainer Finn Welz. Der 27-Jährige kam 2017 zum Studium nach Paderborn, geboren ist er in der Handball-Hochburg Kiel, wo er auch als Kreisläufer bei verschiedenen Vereinen im Jugendalter Erfahrungen sammelte, die er gerne an seine jetzigen Schützlinge weitergibt. „Das sind quasi alles meine Babys“, beschreibt er das Verhältnis zu seinen Spielern der Jahrgänge 2006/2007, die er vor einem Jahr übernommen hatte. Es ist das erste Traineramt, das Welz innehat. „An der Uni habe ich ein bisschen Handball gedaddelt. Als dann jemand vom Vorstand der HSG mal fragte, ob ich nicht ein Jugendteam als Trainer übernehmen möchte, habe ich eine Übungseinheit abgehalten und es hat gleich gefunkt. Es macht auch Spaß von meinen Spielern zu hören, dass ich bei ihnen eine Art Handball-Update vorgenommen habe. Es erinnert mich daran, was ich in dem Sport mit Arbeit, Fleiß und Talent erreicht habe“, berichtet der Coach. Es sei neben der mannschaftlichen Geschlossenheit auch eine weitere Stärke seiner Mannschaft, dass sie geschlossen hinter ihm stehe und genau das gerne umsetze, was er vorgebe.

Für die Serie 2020/2021 hat Welz fast den identischen Kader der vorigen Saison beisammen. „Und der ist stark. Da wir hier früher meistens in de Kreisliga spielten, waren wir unter dem Radar. Zwei von meinen Jungs traue ich aber durchaus zu, Auswahlspieler zu werden“, meint Welz.

Dafür wird aber auch – wenn es denn erlaubt ist – ordentlich trainiert. Während der coronabedingten Schulpause im Frühjahr und Sommer sowie den anschließenden Sommerferien gab es fünf- bis sechs Laufeinheiten auf dem Uni-Sportplatz, vor dem neuerlichen Lockdown im November wurde dreimal in der Halle trainiert. Es wurde hart gearbeitet, um das Ziel, einen Platz im Mittelfeld, zu erreichen. „Damit hätten wir gute Chancen, nächste Saison in der B-Jugend auch wieder hoch zu spielen“, erklärt der HSG-Trainer. Zunächst – so sieht es die ursprüngliche Ausschreibung vor - muss in der 11er-Staffel eine einfache Runde absolviert werden, dann spielen die ersten beiden der Abschlusstabelle um die Westfalen-Meisterschaft, die anderen gehen in eine Platzierungs- beziehungsweise Abstiegsrunde. Aber auch dieser Modus wird nun vermutlich auf den Prüfstand kommen.

Auch wenn Welz viele Gegner noch nicht einschätzen kann, glaubt er an das Potenzial seiner Mannschaft, die sich in der Qualifikation durch Platz zwei hinter Handball Bad Salzuflen die Oberliga erkämpfte. „Dabei haben wir uns auch gegen Detmold durchgesetzt, die in der vorigen Saison noch die Kreisliga, in der wir auch spielten, dominiert hatten“, schildert Welz. In der Oberliga hält er die renommierten Jugend-Mannschaften TSV GWD Minden, die JSG LIT und Handball Lemgo für die Favoriten.

Die Liga könne er wohl erst nach den ersten drei Spieltagen richtig einschätzen, meint Welz. Wann die absolviert sein werden, bleibt abzuwarten. Es ist den Jungs und ihrem Trainer zu gönnen, dass sie ihren tollen Erfolg auch leben und im nächsten Jahr in der Oberliga antreten können.

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