SC Paderborn: Jesse Edem Tugbenyo bleibt bis 2024 und nimmt den Umweg über SF Lotte,
Erst verlängert, dann ausgeliehen

Paderborn (WB/MR) -

Im geheimen Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach fiel er zum ersten Mal einem etwas breiteren Fach-Publikum auf: Bei Paderborns 0:2-Niederlage im August 2020 in Harsewinkel kam Jesse Edem Tugbenyo in der zweiten Hälfte und präsentierte sich als abgeklärter Rechtsverteidiger.

Mittwoch, 13.01.2021, 05:00 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 07:06 Uhr
In der Oberliga-Elf des SCP kam Jesse Tugbenyo zum Einsatz, jetzt versucht er es eine Liga höher in Lotte.
In der Oberliga-Elf des SCP kam Jesse Tugbenyo zum Einsatz, jetzt versucht er es eine Liga höher in Lotte. Foto: Heinemann

„Da war er schnell drin im Spiel und lieferte eine sehr gute Leistung ab“, blickt SCP-Chefcoach Steffen Baumgart zurück.

Die anschließende Saison verlief aber auch für den 19-Jährigen coronabedingt nur sehr dürftig. Vier Oberliga-Einsätze in der U21 über 90 Minuten – das war es. „So hat er keine Möglichkeit, sich weiter zu entfalten. Deshalb haben wir auch ihn ausgeliehen“, betont Baumgart. Zunächst wurde aber der Vertrag des gebürtigen Warsteiners bis zum 30. Juni 2024 verlängert, dann schloss er sich bis Saisonende dem Regionalligisten Sportfreunde Lotte an. Hier soll er das bekommen, was ihm Zweitligist SC Paderborn aktuell nicht bieten kann: Spielpraxis. Niemand weiß genau, wie lange die Wettkampfpause unserer U21-Mannschaft noch dauert. Deshalb haben wir uns mit ihm auf eine Leihe zum Regionalligisten verständigt“, sagt Manager Fabian Wohlgemuth. Baumgart ergänzt: „Wer nur trainiert, sammelt keine Erfahrung.“

Angefangen hatte Tugbenyo bei SW Suttrop/Kallenhardt, aber bereits als C-Jugendlicher wechselte der Youngster zum SV Lippstadt 08. Im Sauerland aufgewachsen – seine Mutter ist Deutsche, der Vater Ghanaer – schloss er sich 2018 dem SC Paderborn 07 an. Im Nachwuchsleistungszentrum des SCP wurde er zunächst zu einem Leistungsträger in der U19 geformt, für die er als Abwehrspieler in 20 Meisterschaftsspielen der Bundesliga vier Tore schoss. Seit der Saison 2019/2020 spielt er für die U21.

„Jesse hat eine kontinuierlich positive Entwicklung genommen, die wir auch mit der Verlängerung seines Vertrags weiter vorantreiben wollen“, macht Wohlgemuth noch einmal deutlich. Dass Tugbenyo ein Kämpfer ist, der niemals aufgibt, hat der Abiturient vom Helene-Weber-Berufskolleg in seiner relativ kurzen Laufbahn schon mehrmals beweisen. „Jesse war auch schon sehr schwer verletzt und musste um die Fortsetzung seiner noch jungen Karriere bangen. Aber der Junge kommt immer wieder. Das ist schon sehr bemerkenswert“, lobt Baumgart und deshalb stand für ihn auch fest: „Wir müssen hier unbedingt eine Lösung finden.“Die Lösung heißt für Tugbenyo zunächst Lotte. Dass der Weg über die Regionalliga nicht unbedingt schlecht sein muss, zeigen die Beispiele Sebastian Schonlau und aktuell auch Ron Schallenberg. Die beiden schafften es im ersten Anlauf beim SCP auch nicht, nahmen den Umweg über den SC Verl und gehören mittlerweile zum Stammpersonal des Fußball-Zweitligisten

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