Sprinterin Cynthia Kwofie vom LC Paderborn holt bei der Junioren-WM den Vizetitel im Zweierbob
Ein Traum mit Ansagen

Paderborn -

Mit Wucht in die Weltspitze: Cynthia Kwofie (19), seit dem 1. Januar Sprinterin im Dress des LC Paderborn, hat bei den Junioren-Weltmeisterschaften auf der schwierigen Natureisbahn in St. Moritz als Anschieberin der Potsdamer Pilotin Lisa Buckwitz den Vizetitel im Zweierbob gewonnen.

Montag, 25.01.2021, 01:44 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 02:00 Uhr
Anschieberin Cynthia Kwofie (vorne links) und ihre Potsdamer Pilotin Lisa Buckwitz (hinten links) freuen sich über die Silbermedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften.
Anschieberin Cynthia Kwofie (vorne links) und ihre Potsdamer Pilotin Lisa Buckwitz (hinten links) freuen sich über die Silbermedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften. Foto: IBSF

„Ich hatte in der Nacht vorher tatsächlich geträumt, dass wir WM-Zweite werden“, meinte Cynthia Kwofie begeistert. Zur Weltmeisterin kürte sich mit Kwofies Winterberger Vereinskollegin Laura Nolte die Topfavoritin. Sie fuhr in beiden Läufen Bestzeit und setzte sich in 2:19,55 Minuten gegen Buckwitz (+0,47 Sekunden) sowie die hochgehandelten Schweizerinnen Melanie Hasler/Nadja Pasternack (+0,96 Sekunden) durch. Die Silber-Belohnung für Lisa Buckwitz und Cynthia Kwofie: ein Startplatz im Worldcup der Frauen in Innsbruck (31. Januar).

„Ich bin diese Bahn zum ersten Mal gefahren. Das war ganz cool“, strahlte Kwofie. „Wir sind total zufrieden. Das gibt Selbstvertrauen für das Kommende.“ Erst vor Wochenfrist hatte die Paarung Buckwitz/Kwofie mit einem Laufsieg beim Europacup in Innsbruck aufhorchen lassen. „Innsbruck ist eine Sprinterstrecke. Dort zweimal Startbestzeit im Wettkampf zu liefern, zeigt Cynthias Qualität“, hatte LC-Trainer Thomas Prange hinterher gelobt.

Mit ihrem WM-Titelgewinn sicherte Laura Nolte dem deutschen Team einen weiteren Startplatz für die „echte“ WM in Altenberg (5. bis 14. Februar). Bundestrainer Rene Spies bleibt so eine schmerzhafte WM-Nominierungsentscheidung erspart; er darf nun vier statt drei Frauenschlitten für die Heim-Titelkämpfe in Altenberg berufen: Nolte sowie Mariama Jamanka, Kim Kalicki und Stephanie Schneider. Für die frühere Leichtathletik-Siebenkämpferin Lisa Buckwitz, die als Anschieberin von Mariama Jamanka 2018 noch Olympia-Gold gewonnen hatte, war dieses Silber die erste Medaille als Pilotin. Prange, selbst ehemaliger Bobathlet, orakelt: „Wenn das Training im März gut anläuft, sehe ich Cynthia auf jeden Fall im Kampf um einen Startplatz in einem der drei Olympiateams für 2022.“

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