Kreis und Stadt Paderborn reagieren auf steigende Inzidenzwerte – Öffnungen im Sport nicht wie geplant am 19. April
Start des Modellprojekts verzögert sich

Paderborn -

Aufgrund des aktuell steigenden Inzidenzwertes im Kreis Paderborn kann das Modellprojekt für Öffnungen im Sport nicht wie geplant am 19. April starten, sondern erst, wenn die Inzidenzzahlen an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 gelegen haben. Das teilte die Stadt Paderborn am Dienstagnachmittag mit.

Dienstag, 13.04.2021, 15:49 Uhr aktualisiert: 13.04.2021, 16:20 Uhr
Der Paderborner Ahorn-Sportpark ist fester Bestandteil des geplanten Modellprojekts.
Der Paderborner Ahorn-Sportpark ist fester Bestandteil des geplanten Modellprojekts. Foto: Jörn Hannemann

Dies bedeutet aber nicht, dass das Modellprojekt jetzt vom Tisch ist. In der Sitzung am Montagabend mit allen beteiligten Experten und Verantwortlichen aus Sport, Medizin, Wissenschaft und Verwaltung im Paderborner Rathaus sagte Landrat Christoph Rüther: „Wir werden die Zeit, die wir jetzt leider zusätzlich gewonnen haben, für eine gute Vorbereitung nutzen, damit wir das Projekt umgehend starten können, wenn die Zahlen es zulassen. Wir haben hier eine hervorragende Projektidee vorliegen, die wir selbstverständlich weiterhin umsetzen möchten“.

Die Sicherheit steht für uns an oberster Stelle.

Michael Dreier

Über sechs bis acht Wochen soll das Modellprojekt laufen, eine Zwischenbilanz soll nach den ersten vier Wochen gezogen werden. „Die Sicherheit steht für uns an oberster Stelle. Wir wollen den Sportbetrieb so risikoarm wie möglich abwickeln. Dafür ist es wichtig, dass wir erstmal mit kleinen, abgrenzbaren, steuer- und kontrollierbaren Bereichen beginnen“, erläuterte Bürgermeister Michael Dreier. Darüber haben sich Landrat und Bürgermeister auch bereits mit Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Beauftragter für Informationstechnologie des Landes (CIO), abgestimmt.

Viele Bewerbungen von diversen Sportvereinen und Fitnessstudios seien bei Stadt und Kreis Paderborn seit letztem Freitag eingegangen, jedoch werden zunächst keine weiteren Einrichtungen neben dem Ahorn-Sportpark, der Schwimmoper und der Westfalen Therme sowie weiteren Bädern im Kreisgebiet hinzugenommen, um das Modellprojekt überschaubar zu halten und auch eine intensive wissenschaftliche und medizinische Begleitung zu ermöglichen. Die Begleitung erfolgt durch die Universität Paderborn und das Zuse Institut Berlin sowie durch das Praxisnetz Paderborn und die lokalen Krankenhäuser. Die Öffnung ausgewählter Fitnessstudios werde frühestens im zweiten Schritt, nach einer positiven Zwischenbilanz hinzukommen, stellten Landrat und Bürgermeister klar.

„Unser Ziel ist es jetzt schnellstmöglich mit der Umsetzung des Projektes zu beginnen, damit wir wirksame Konzepte und Handlungsanweisungen für Öffnungen im Sport in Land, Kreis und Stadt zur Verfügung stellen können“, sagte Projektleiter Dirk Happe, Leiter des Paderborner Sportservice. Bis dahin sind allerdings noch viele Details abzustimmen. Was schon feststeht ist, dass einzelne Sportvereine die Möglichkeit bekommen sollen, im Zeitraum des Modellprojektes und bei entsprechender Verfügbarkeit von geeigneten Flächen im Ahorn-Sportpark zu trainieren. Die Details werden auch hier in den nächsten Tagen abgestimmt.

Landessportbund sagt Kooperation zu

So muss zum Beispiel unter anderem noch geklärt werden, welche Angebote im Ahorn-Sportpark geöffnet werden, wann und wo die geplante Laufveranstaltung stattfinden kann, wie die Zugangskontrolle in den Sportstätten und Bädern erfolgen soll und wie genau die Testpflicht umgesetzt wird. Auch Kriterien für den Abbruch des Projektes müssen entwickelt werden und technische Details, wie zum Beispiel welche Apps zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden.

Auch wenn mit der Umsetzung des Modellprojektes nicht so schnell begonnen werden kann, ist die Unterstützung weiterhin groß: Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes sagte am Montagabend die Unterstützung und Kooperation des Landessportbundes zu.

 

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