Fabienne Müller-Lütkemeier holt mit Valencia und Valesco Platz eins und zwei beim Dressur-Festival in Delbrück
Doppelter Spaß im Viereck

Delbrück -

Fabienne Müller-Lütkemeier (31) heißt die überlegene Siegerin des Profi-Dressurturniers, das der Reit- und Fahrverein Graf Sporck Delbrück auf seiner Vereinsanlage durchgeführt hat. Höhepunkt der drei sehenswerten Tage war die international besetzte Dressurprüfung der Klasse S*** am Sonntagnachmittag. Die einstige Mannschaftswelt- und -europameisterin vom RFV Paderborn belegte in der Intermédiaire II mit den beiden zehnjährigen Vitalis-Nachkommen Valencia (73.991 Prozent) und Valesco (72.281 Prozent) die Plätze eins und zwei.

Sonntag, 18.04.2021, 21:37 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 21:40 Uhr
Spielerische Eleganz: Fabienne Müller-Lütkemeier, hier mit Valesco, feierte einen Doppelsieg beim Delbrücker Dressur-Festival.
Spielerische Eleganz: Fabienne Müller-Lütkemeier, hier mit Valesco, feierte einen Doppelsieg beim Delbrücker Dressur-Festival. Foto: Julia Pongratz

Für die strahlende Siegerin hätte das zweite Turnier nach der Babypause aber kaum besser laufen können. Fabienne Müller-Lütkemeier: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Pferden. Es waren nur Kleinigkeiten in den Prüfungen, die noch verbessert werden können. So komme ich nach meiner persönlichen Pause jetzt langsam wieder in den Turniersport zurück.“

Position drei holte sich der Spanier Ivan Nieto Sanchez. Der Bereiter auf dem Fleyenhof von Hubertus Schmidt kam mit dem Hannoveraner Dünensee auf 71.316 Prozent.

Auch Helen Langehanenberg, die mit ihrer Stute Annabelle in den deutschen Olympiakader für Tokio berufen worden ist, konnte an der Reihenfolge an der Spitze nicht mehr rütteln. Im letzten Ritt des Tages führte sie den tanzenden 1,92-Meter-Riesen Vayron ins Dressur-Viereck. Mit dem braunen Westfalen-Hengst kam die Münsteranerin, die zum ersten Mal in Delbrück am Start war, nach kleineren Wacklern in den einzelnen Lektionen aber nur auf 67.588 Prozent – Rang 15 für sie. „Vayron ist hochtalentiert, aber noch sehr unerfahren, da er erst achtjährig zum ersten Mal auf Turnieren vorgestellt wurde“, erklärte Langehanenberg, „er muss einfach noch weitere Routine sammeln.“ Angesprochen auf ihre sportlichen Ambitionen für 2021 musste die Dressurreiterin grinsen: „Tokio wäre natürlich ein Ziel. Aber da man aktuell überhaupt nichts planen kann, viele Reiter kaum Turniere geritten sind und keiner weiß, ob die Olympischen Spiele überhaupt stattfinden, lassen sich die persönlichen Chancen kaum abschätzen. Wir werden abwarten, was die Saison bringt.“

Als weiterer internationaler Starter war Anush Agarwalla aus Indien in der S***-Dressur mit 67.544 Prozent am Start. Für die Vorbereitung auf das große Ziel „Olympia“ war Delbrück der perfekte Startpunkt für ihn.

Neben der höchsten Prüfung liefen in Delbrück noch zahlreiche weitere Prüfungen auf hohem Niveau. Bereits am Freitag stand die erste S*-Dressur auf dem Programm. Hier feierte Jil-Marielle Becks vom RV Lüdinghausen einen Doppelsieg mit Damon‘s Dark Rose und Daily Diamond. Hinter ihr platzierte sich Pia Piotrowski vom RV Altenautal in dem stark besetzten Starterfeld mit dem Wallach Dux auf dem Bronzerang.

In der S**-Dressur am Samstagnachmittag ging der Sieg an Anne Horstmann vom RV Hille. Hier gelang Ivan Nieto Sanchez ebenfalls der Sprung auf Platz drei mit seinem Hengst Sweet Hero. Direkt hinter ihm war es Pia Piotrowski, die auch in dieser Prüfung mit Dux eine sehr gute Platzierung erreichte.

In der vierten S*-Dressur, einer Youngster-S, sicherte sich Katharina Hemmer vom RV Altenautal mit Fürst Fernando und De Royal den Sieg und Platz drei.

„Wir sind mit dem Turnierverlauf hochzufrieden,“ berichtete Dennis Westerhorstmann, der 2. Vorsitzende des RV Graf Sprock Delbrück. „Wir möchten mit so einem Turnier vorrangig den Sport unterstützen. Auf Grund der geltenden Corona-Bestimmungen durften wir keine Amateure zulassen. Wir hoffen aber, dass solche Turniere eine Signalwirkung haben können und wir auch bald wieder Amateurturniere anbieten.“ Insgesamt 107 Teilnehmer waren für Delbrück gemeldet und nutzten die Möglichkeit zur Standortüberprüfung. Schade nur, dass wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen waren. Alle Ergebnisse im Netz: results.equi-score.de

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