FLVW-Präsident Walaschewski: „Uns ist das vielzitierte Ende mit Schrecken weitaus lieber“
NRW-Fußball: Abbruch und Annullierung in allen Ligen

Paderborn/Kamen (dpa/WB) -

Die Saison in sämtlichen Fußball-Ligen in Nordrhein-Westfalen von der Oberliga an abwärts wird abgebrochen und annulliert. Das gaben am Montag zeitgleich die drei NRW-Verbände, der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW), der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) und der Fußballverband Niederrhein (FVN), bekannt.

Montag, 19.04.2021, 16:00 Uhr aktualisiert: 19.04.2021, 16:20 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Da in keiner der Ligen die laut Satzung zur Wertung der Spielzeit nötige Hälfte der Spiele absolviert wurde, wird es keinen Aufsteiger aus einer Oberliga in die Regionalliga West geben. Aus dieser, in der aktuellen Spielzeit 21 Teams umfassenden Klasse, steigt damit nur noch einer statt geplant fünf Vereinen ab. In keiner Oberliga hat ein Team bislang mehr als elf Spiele absolviert. Zudem ist das Tabellenbild in allen Klassen extrem schief.

„Uns und vor allem den Vereinen – das haben zahlreiche Gespräche und Nachrichten gezeigt – ist das vielzitierte Ende mit Schrecken weitaus lieber, als sich Woche für Woche vertrösten zu lassen und an den letzten Strohhalm einer Saisonfortführung zu klammern“, sagte FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

Betroffen sind laut FLVW-Mitteilung sowohl die laufenden Meisterschaftswettbewerbe der Männer und Frauen inklusive des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs als auch die der Jugend. Darauf verständigten sich das FLVW-Präsidium und die spielleitenden Stellen des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) und des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA). Die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise bekräftigten am Samstag, sich dem Vorgehen des Verbandes anschließen zu wollen und entsprechende formale Schritte einzuleiten. Die Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse (KJA) stimmten dem gemeinsamen Vorgehen am Sonntag zu.

„Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir einen Schlussstrich ziehen müssen. Angesichts der bundesweiten Notbremsen-Regelung sowie weiter stark steigenden Infektions- und Inzidenzzahlen ist ein realistischer Zeitpunkt für die flächendeckende Wiederaufnahme des Spielbetriebes nicht absehbar. Nach einer Einzelbetrachtung der jeweiligen Staffeln ist es unter Berücksichtigung einer angemessenen Vorbereitungszeit auch rechnerisch nicht mehr möglich, die für eine Wertung erforderliche Anzahl an Partien zu erreichen“, erklärte der für den Amateurfußball verantwortliche FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders.

Auch FVN-Chef Peter Frymuth erklärte, es sei „deutlich zu spüren gewesen, dass auch die Vereine eine Fortsetzung der Saison nicht für realistisch und vor allem sinnvoll halten. Der Wunsch nach Planungssicherheit stand im Vordergrund. FVM-Präsident Bernd Neuendorf erklärte: „Wir wollten unbedingt zu einer sportlichen Wertung der Saison kommen. Die Pandemie hat uns aber alle ausgebremst.“

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