Der SV Atteln geht als Außenseiter ins Finale gegen den Delbrücker SC
Euphorie trifft auf Routine

Delbrück/Atteln (WB/en). Mit zwei Bussen voller Fans und jeder Menge Euphorie an Bord macht sich der Bezirksligist SV BW Atteln am Mittwoch auf in Richtung Thüle, wo um 16 Uhr das Kreispokalendspiel gegen den Westfalenligisten Delbrücker SC angepfiffen wird.

Mittwoch, 01.05.2019, 03:00 Uhr
Frank Ewert, der Trainer des Bezirksligisten SV Blau-Weiß Atteln, freut sich auf das Kreispokalfinale gegen den Westfalenligisten Delbrücker SC am Mittwoch, 16 Uhr, in Thüle. Foto: AK
Frank Ewert, der Trainer des Bezirksligisten SV Blau-Weiß Atteln, freut sich auf das Kreispokalfinale gegen den Westfalenligisten Delbrücker SC am Mittwoch, 16 Uhr, in Thüle. Foto: AK

Die Blau-Weißen fühlen sich ein wenig wie die unbeugsamen Gallier, die der vermeintlichen Übermacht trotzen wollen. »Wir sind der Dorfverein, der sich Jahr für Jahr in der Liga halten möchte. Delbrück ist nach Paderborn die zweite Kraft im Kreis und verfügt über eine Reihe top ausgebildeter Spieler. Für mich ist das ein Duell der Gegensätze, aber genau das macht ja auch den besonderen Reiz eines solchen Vergleichs aus. Für uns ist das wie Champions League, für Delbrück Routine«, sagt Attelns Trainer Frank Ewert.

Für mich ist das ein Duell der Gegensätze.

Attelns Trainer Frank Ewert

Dieser möchte mit seinem Team das Maximum erreichen, weiß allerdings auch, dass die ganz große Überraschung allein dann möglich ist, »wenn Delbrück es zulässt«. Von der aktuellen Form des Gegners hat sich Ewert am Sonntag ein Bild gemacht, als der DSC mit dem 0:3 beim SC Roland bereits die vierte Punktspielniederlage in Folge verkraften musste. »Die Delbrücker befinden sich nicht unbedingt in ihrer besten Phase, aber das trifft auch auf uns zu. Ohnehin spielt das – wie die Personalsituation – in einem solchen Spiel keine Rolle. Es ist ein Alles-oder-nichts-Spiel, in dem niemanden interessiert, was vorher war«, sagt Ewert.

Während der Außenseiter nach dem Zaubertrank sucht, möchte der Favorit nach der Finalniederlage gegen den SV Heide Paderborn im Vorjahr und dem Zweitrunden-Aus vor zwei Jahren (endlich) wieder seiner Rolle gerecht werden. »Wir haben die bisherigen Aufgaben konzentriert und souverän gemeistert und wollen das auch im Endspiel tun«, sagt Trainer Detlev Dammeier, dessen Team in den fünf vorangegangenen Runden 38 Tore erzielt und drei kassiert hat.

Frauenfinale: Zum vierten Mal in Folge spielt Borchen gegen Sennelager

6:0, 4:0, 2:0 – das sind die Finalergebnisse, mit denen Frauenfußball-Westfalenligist SC Borchen in den zurückliegenden drei Jahren den Kreispokal gewonnen hat. Jedes Mal hieß der Endspielgegner TuS Sennelager. Beim Finaltag in Thüle (Mittwoch, 13 Uhr) stehen sich diese Mannschaften zum vierten Mal in Folge gegenüber. Wieder geht der höherklassige SCB gegen den Landesligisten als klarer Favorit in die Partie.

»Wir müssen unsere Niederlage in der Meisterschaft gegen Siegen schnell abhaken und den Fokus auf Sennelager legen. Der Druck liegt auf uns, wir können nur verlieren«, sagt Borchens Kapitänin Julia Wulf, die ihr Team ohne Topscorerin Merle Liedmeier auf das Spielfeld führen muss.

Wir haben beim 0:2 im Vorjahr eine gute Leistung gezeigt.

Sennelagers Trainer Eduard Reuswich

Die Tendenz der bisherigen drei Duelle spricht dafür, dass es wieder etwas enger wird. »Wir haben beim 0:2 im Vorjahr eine gute Leistung gezeigt. Daran wollen wir anknüpfen, hinten möglichst gut stehen und vorne Nadelstiche setzen«, sagt Trainer Eduard Reuswich, der den Zeitpunkt der Partie bedauert. »Borchen hat sich nach dem Trainerwechsel wieder stabilisiert. Ich fürchte, dass sie in sehr guter Form gegen uns auflaufen«, sagt der Coach, der mit seinem Team am Sonntag gegen Thülen mit einem deutlichen Sieg in der Meisterschaft überzeugen konnte.

 

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