Die Qualifying School der Pro Golf Tour zu Gast im GC Paderborner Land
Auf Kaymers Spuren

Thüle (WB). Wenn von der Pro Golf Tour, die mit ihrer Qualifying School in dieser Woche erneut im GC Paderborner Land Station gemacht hat, die Rede ist, fällt immer wieder der Name Martin Kaymer. Aus gutem Grund: Im Jahr 2006, als die PGT noch European Professional Development Tour (EPD) hieß, nahm die Karriere des späteren Weltranglistenersten in der dritten Liga des europäischen Golfsports so richtig Fahrt auf. Mit fünf Siegen dominierte der damals 21-Jährige die Rangliste, schaffte es im Eiltempo auf die Challenge Tour und sogar noch im selben Jahr auf die European Tour.

Samstag, 17.10.2020, 03:00 Uhr
Matthias Bronnenberg war mit seinem Spiel nicht zufrieden, hatte an seiner Pro-Golf-Tour-Premiere aber trotzdem viel Spaß. Foto: Elmar Neumann
Matthias Bronnenberg war mit seinem Spiel nicht zufrieden, hatte an seiner Pro-Golf-Tour-Premiere aber trotzdem viel Spaß. Foto: Elmar Neumann

Diesmal war in Thüle zumindest einer dabei, der dem Mann aus Mettmann durchaus ähnlich sieht. Matthias Bronnenberg könnte der jüngere und etwas größere Bruder Kaymers sein. „Das höre ich nicht zum ersten Mal, aber es gibt sicher unangenehmere Vergleiche“, sagt der 24-Jährige, der ebenfalls sehr gut mit Driver, Holz, Eisen und Putter umgehen kann. Sein Handicap: -1,7. Sein jüngster Erfolg: Platz eins bei den Paderborner Stadtmeisterschaften. Diesem Titel hatte es Bronnenberg zu verdanken, dass er von den Club-Verantwortlichen gefragt wurde, ob er nicht an einer Wildcard für das Qualifying interessiert sei und die Antwort war schnell gefunden: „Das ist natürlich eine Chance, die man sich auf seinem Heimatplatz nicht entgehen lassen will. Für mich war das die Krönung meiner bislang besten Saison.“

Die Pro Golf Tour zu Gast im GC Paderborner Land

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Zwar kam Bronnenberg am Donnerstag und Freitag mit Runden von 79 und 80 Schlägen auf dem Par72-Kurs bei weitem nicht an seine besten Ergebnisse heran, aber viel Spaß hatte der Debütant trotzdem. Allein schon daran, sich direkt mit einem Flightpartner wie dem Niederländer Koen Kouwenaar (22), der jetzigen Nummer 28 und ehemaligen Nummer 15 der Amateur-Weltrangliste messen zu können. „Das war das erste Mal, dass ich auf meinem Heimatplatz am Abschlag stand und wusste: Gewinnen wirst du heute auf keinen Fall. Eine 69 oder 68 traue ich mir hier auch zu, aber Runden von 64 oder 62 Schlägen, wie sie diese Jungs abgeliefert haben, das sind doch nochmal völlig andere Sphären“, sagt Bronnenberg, der Clubmitglied und Schauspieler Kai Malina, selbst glänzender Golfer (Handicap -5,5) als Caddie an seiner Seite wusste.

Eigene Profigolf-Ambitionen hegt der Porsche-Azubi schon länger nicht mehr: „Mit 15, 16 Jahren hat sich abgezeichnet, dass es dafür nicht reicht.“ Künftige Abstecher auf die PGT kann sich Matthias Bronnenberg aber gut vorstellen. Sofern ein Platz im Feld frei ist und das Handicap stimmt (-3,4 und besser) können auch Amateure an den Events teilnehmen: „Ich werde höchstwahrscheinlich versuchen, im nächsten Jahr bei zwei, drei schönen Turnieren im Ausland mitzumachen. Vielleicht gelingt mir da die eine oder andere Unter-Par-Runde und ich kann zeigen, dass ich doch ein bisschen Golf spielen kann.“

Ich glaube fest daran.

Justin Farthing

Sein junger Clubkollege Justin Farthing hat noch mehr vor. Der 16-Jährige (Handicap -3,3) kam zum zweiten Mal in Folge in den Genuss einer Wildcard und war nach Runden von 81 sowie 85 Schlägen ebenfalls nicht zufrieden, aber sein Traum lebt: „Wenn ich hart genug trainiere, kann das klappen. Ich glaube fest daran“, sagt der Schüler der Gesamtschule Salzkotten. Der Sohn von Norman Farthing, langjähriger Manager des Paderborner Squash Clubs, will sich zunächst auf das Abitur konzentrieren, aber sich spätestens danach auf die Spuren eines Martin Kaymer begeben.

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