Fr., 15.12.2017

Fritz Hemschemeier zählt bis Jahresende fest zum Baskets-Kader Der Plan geht auf

Fritz Hemschemeier hat die nächsten Pro A-Minuten im Visier.

Fritz Hemschemeier hat die nächsten Pro A-Minuten im Visier. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). In der Vorsaison stand Fritz Hemschemeier acht Mal für die Uni Baskets auf dem Pro A-Parkett, in dieser Saison erst ein Mal. Das klingt nach einem Schritt zurück. Aber der Eindruck täuscht. Das Gegenteil ist der Fall.

Der hochveranlagte Pointguard, der am Samstag (19 Uhr) in der Partie bei den Baunach Young Pikes zum fünften Mal in dieser Spielzeit im Paderborner Kader steht, hat keinerlei Grund, sich über einen Mangel an Minuten zu beklagen. Dem Kooperationspartner und Erstregionalligisten Accent Baskets Salzkotten sei Dank. »Wir haben es vor der Saison so abgesprochen, dass Salzkotten das Team ist, in dem ich die feste Einsatzzeit bekomme, und ich darüber hinaus versuchen werde, die Chancen, die sich mir in Paderborn bieten, möglichst gut zu nutzen«, sagt der Sohn von Ex-Bundesligaspieler Dirk Happe. Und dieser Plan geht bislang auf.

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Ich habe einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Fritz Hemschemeier

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Nach anfänglichen Problemen ist der junge Mann, der nach dem Abitur am Reismann-Gymnasium nun beim Zweitligisten den Bundesfreiwilligendienst leistet, an der Heder zum ausgemachten Leistungsträger gereift. Salzkottens Trainer Stefan Schettke übertrug Hemschemeier in Abwesenheit des einige Male verletzt fehlenden Matthias Finke viel Verantwortung und der Nachwuchs-Playmaker zahlte das Vertrauen in Form respektabler Statistiken zurück. Mittlerweile sind es 9,0 Punkte und 2,5 Assists, die der talentierte Teenager pro Partie verbucht. »Die ersten Leistungen von mir waren noch schlecht, aber dann habe ich mich gefangen. In den vergangenen drei, vier Wochen habe ich viel, viel besser gespielt und einen großen Schritt nach vorne gemacht«, sagt der Doppellizenzler, der auch am Freitagabend im Salzkottener Heimspiel gegen die BG Hagen (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) mit von der Partie war.

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Fritz hat das Leistungsprinzip verstanden und verinnerlicht.

Uli Naechster

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Keine 24 Stunden später bietet sich die nächste Gelegenheit, weitere Erfahrungen in Liga zwei zu sammeln. Wenn ihm Headcoach Uli Naechster – nach den 2:32 Minuten beim 72:70-Sieg in Ulm – zum zweiten Mal in dieser Saison aufs Feld schicken sollte, hätte das nichts mit einem verspäteten Geburtstagsgeschenk für den seit dem vergangenen Sonntag 19-Jährigen zu tun. »Immer wenn Fritz dabei ist, ist ganz deutlich zu spüren, dass er absolut bereit ist, sich für jeden Einsatz zu qualifizieren. Er ist keiner, der davon ausgeht, dass er einige Minuten geschenkt bekommt, weil wir ihn alle so nett finden, sondern einer, der das Leistungsprinzip verstanden und verinnerlicht hat«, sagt Naechster.

Nach den überzeugenden Trainingsdarbietungen hofft Hemschemeier darauf, den Eindruck in Baunach unter Wettkampfbedingungen bestätigen zu dürfen. Lässt das der Spielverlauf nicht zu, muss er auf die nächste Chance aber nicht lange warten. Da Dominik Wolf (Bänderriss) noch länger ausfällt, bleibt der Bruder von JBBL-Ass Peter Hemschemeier (14) bis zum Ende des Jahres fester Bestandteil des Pro A-Kaders, in dem seine Dreierquote weiterhin ihresgleichen sucht. Denn die liegt nach bislang neun Zweitliga-Einsätzen bei perfekten 100 Prozent – resultierend aus dem ersten und bislang einzigen Wurf, den er im März im Spiel gegen Hanau abgegeben und souverän versenkt hat.

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