So., 04.11.2018

Uni Baskets verlieren bei den Baunach Young Pikes 85:89 nach Verlängerung Zu viele falsche Entscheidungen

Luca Kahl ist einer der besten Paderborner bei der 85:89-Niederlage nach Verlängerung in Baunach.

Luca Kahl ist einer der besten Paderborner bei der 85:89-Niederlage nach Verlängerung in Baunach. Foto: Elmar Neumann

Paderborn (WB/en). Eine der größten Stärken der Uni Baskets ist zugleich eine große Gefahr für das eigene Spiel. Die unterlagen bei den Baunach Young Pikes mit 85:89 (78:78, 36:37) und kassierten damit eine Niederlage, nach der sich Headcoach Uli Naechster wiederholen musste.

»Ich habe schon einmal gesagt, dass wir uns nicht darauf verlassen dürfen, dass wir die Würfe von außen treffen und das trifft auch auf dieses Spiel zu. Natürlich, die Dreier können unsere Kernstärke sein, aber nur, wenn die Wurfauswahl passt.« Und die passte gegen das nahezu in Bestbesetzung angetretene Farmteam des Erstligisten Brose Baskets zu selten. Wobei das Fazit wohl anders ausgefallen wäre, wenn die Gäste die Graf-Stauffenberg-Halle als Gewinner verlassen hätten.

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In der Overtime müssen wir cleverer sein.

Uli Naechster

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Denn wie zu Beginn, als die ersten zwei Versuche aus der Maximaldistanz – abgegeben von Grant Benzinger und Matt Klinewski – ihr Ziel fanden, schien das Visier auch in der Crunchtime wieder passend eingestellt. Nach einem zwischenzeitlichen Acht-Punkte-Rückstand (64:72/37.) waren es Benzinger und Marc Nagora, die mit ihren Dreiern in der Schlussminute auf 78:78 stellten. Sieben Sekunden vor Ablauf der 40 Minuten hatte Benzinger sogar die Chance, mit einem Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie den Auswärtserfolg zu sichern, scheiterte aber.

Nach 45 Minuten wies die Statistik für die Paderborner bei 33 genommenen Dreiern nur neun Treffer (27 Prozent) auf (Baunach: 6/19, 32 Prozent) und es waren insbesondere die zu vielen falschen Entscheidungen in der Verlängerung, die Naechster nervten: »In der Overtime müssen wir cleverer sein. Wenn wir wissen, dass die Foulgrenze erreicht ist, müssen wir auch mal den Korb attackieren und dem Gegner zumindest die Möglichkeit geben zu foulen.« Stattdessen leistete sich sein Team hinten einige Nachlässigkeiten in der Pick-and-Roll-Verteidigung und versuchte sich vorne gleich dreimal in zu komplizierten (Lob-)Anspielen auf Martin Seiferth. Beim letzten hatte Baunachs Leon Kratzer seine langen Finger dazwischen und mit diesem Ballverlust war die Partie fünf Sekunden vor Schluss zugunsten »der wahnsinnig talentierten« Gastgeber (O-Ton Naechster) gelaufen.

Uli Naechster attestiert Luca Kahl sein bestes Spiel in dieser Saison

Talent, das haben die ersten sieben Auftritte (3/4) gezeigt, haben auch die Uni Baskets. In Bamberg war ihr Trainer vor allem mit Luca Kahl (7 Punkte, 5 Assists, 7 Rebounds) sehr zufrieden, attestierte dem Guard »sein bestes Spiel in dieser Saison«, aber mit Blick auf die nächsten Begegnungen will Naechster wieder den Teamgedanken betonen: »Wir müssen es auf beiden Seiten des Feldes als Mannschaft wuppen und die richtigen Würfe auswählen. Wenn wir dann nicht 25 bis 35, sondern 35 bis 45 Prozent verwandeln, werden wir gute Chancen haben.«

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