Do., 08.11.2018

Der Kanadier Connor Wood überzeugt als konstante Stütze Das Warten auf die Explosion

Glückwünsche auf die zupackende Art: Martin Seiferth (etwas verdeckt) und Daniel Mixich gratulieren Baskets-Kanadier Connor Wood zu einer gelungenen Aktion.

Glückwünsche auf die zupackende Art: Martin Seiferth (etwas verdeckt) und Daniel Mixich gratulieren Baskets-Kanadier Connor Wood zu einer gelungenen Aktion. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Headcoach Uli Naechster lobt Neuzugang Connor Wood als einen der bisher konstantesten Spieler in Reihen der Uni Baskets und es gibt einige Zahlen, die die Einschätzung untermauern.

Seit der durch die Bank enttäuschenden Vorstellung zum Saisonauftakt gegen den FC Schalke 04 (59:81), bei der auch von dem kanadischen Guard nichts Nennenswertes zu sehen war, ist auf den 25-Jährigen Verlass. Vor dem anstehenden Doppelspieltag – am Freitag (20 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) kommen die Artland Dragons, am Sonntag (17.30 Uhr) geht es zu den Kirchheim Knights – hat Wood im Schnitt 9,0 Punkte, 2,7 Rebounds sowie 3,1 Assists vorzuweisen. Und zum Stichwort Konstanz: Seine erste Profisaison absolvierte der Bartträger 2017/2018 für die Niagara River Lions in der NBL Canada und verbuchte dort mit 9,3 Punkten, 2,9 Rebounds und 2,1 Assists pro Spiel nahezu identische Werte. Nur logisch klingt da Woods Vermutung, dass sich die Unterschied zwischen der ProA in Deutschland und der National Basketball League of Canada in überschaubaren Grenzen halten: »In Kanada gibt es vielleicht ein paar Jungs mit größeren individuellen Fähigkeiten, dafür liegt hier der Fokus mehr auf dem Teamspiel. Sonst sind sich die Ligen sehr ähnlich.«

"

Connor gibt der Mannschaft eine ganze Menge Stabilität.

Uli Naechster

"

Hier wie dort überzeugt der 1,93-Meter-Mann mit hohem Basketball-IQ, ausgeprägtem Spielverständnis, cleverer Defensivarbeit und als guter Werfer. »Connor gibt der Mannschaft eine ganze Menge Stabilität, in der Offense und in der Defense hat das, was er tut, Hand und Fuß«, sagt Naechster und wartet doch noch auf diesen einen Moment: »Das Spiel, in dem er offensiv mal so richtig aus sich herausgegangen ist, explodiert ist, war noch nicht dabei. Aber ich bin mir sehr sicher, dass das nicht mehr lange dauert.« Wood selbst hätte logischerweise nichts dagegen. Bestwert bei den Punkten sind (noch) die 13 Zähler vom zweiten Spieltag, beim Sieg in Heidelberg: »Ich weiß nicht, ob eine solche Explosion kommt, aber auch ich hoffe, dass es passiert, dass ich mich mit den ersten getroffenen Würfen gut fühle und dann richtig ins Rollen komme.«

Seine Spezialität ist die der Uni Baskets: der Dreipunktwurf. Mit 207 (29,6 pro Spiel) haben die Paderborner mehr Versuche aus der Maximaldistanz unternommen als jedes andere Team. Wood (15/39 Dreier) ist nach Grant Benzinger (22/57) der Schütze mit den meisten Abschlüssen. Dass sich die Paderborner zuletzt nach der Niederlage in Baunach vorwerfen lassen mussten, es zu oft aus mehr als 6,75 Metern probiert zu haben, wird auch ihn nicht davon abhalten, weiter fleißig abzudrücken – mit einer Einschränkung: »Wenn wir freie Sicht auf den Korb haben, sollten wir werfen. Wir sind einfach ein Team mit guten Werfern. Aber wir müssen auch erkennen, wenn es besser ist, zum Korb zu ziehen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6173880?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F4988682%2F