Fr., 07.12.2018

Westfalen-Derby: Uni Baskets werden von formstarken Hagenern erwartet Konzentration aufs Sportliche

Luca Kahl ist der einzige echte Paderborner unter den Leistungsträgern der Uni Baskets und damit wohl auch der einzige, der das Westfalen-Derby in Hagen (Samstag, 19 Uhr) mit etwas anderen Augen betrachtet.

Luca Kahl ist der einzige echte Paderborner unter den Leistungsträgern der Uni Baskets und damit wohl auch der einzige, der das Westfalen-Derby in Hagen (Samstag, 19 Uhr) mit etwas anderen Augen betrachtet. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Die ganz große Portion Prestige möchte BVB-Fan Uli Naechster dem Westfalen-Derby zwischen Phoenix Hagen und seinen Uni Baskets (Samstag, 19 Uhr) nicht zusprechen. Gewinnen will Paderborns Headcoach die Partie in der ehemaligen Ischelandhalle und heutigen Krollmann-Arena aber trotzdem gerne.

»Ich bin mit der Geschichte der Duelle zwischen Paderborn und Hagen nicht so vertraut. Da wird es bestimmt einige gegeben haben, aber es ist ja nicht mehr so, dass da acht Leute auf jeder Seite stehen, die seit der U12 gegeneinander spielen, und daher halte ich nicht so viel davon, aus dem Spiel mehr zu machen, als es ist«, sagt der 35-Jährige. Der freut sich darüber, wenn vor allem die Fans in der Partie noch einiges an Derbycharakter ausmachen und mitkommen, um die Seinen in der »Ische« kräftig zu unterstützen. Wenn er seine Spieler auf die Begegnung einstimmt, wird er jedoch einen anderen Ansatz wählen: »Das nimmt mir in der Mannschaft doch niemand ab, wenn ich in die Kabine komme und raushaue: Jungs, jetzt ist Derbyzeit, ihr müsst aus allen Rohren feuern.«

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»Man sollte nicht mehr aus dem Spiel machen, als es ist.

Uli Naechster

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Damit, sich mehr auf die sportliche als die emotionale Ebene zu konzentrieren, scheinen die Gäste beim Blick auf die formstarken Gastgeber völlig richtig zu liegen. Nach gerade zwei Siegen in den ersten acht Spielen trennten sich die Phoenix-Verantwortlichen um den Geschäftsführer und ehemaligen Paderborner Patrick Seidel von Headcoach Kevin Magdovski und seit dieser weg ist, hat Hagen viermal in Folge gewonnen. Dreimal (Heidelberg, Rostock, Hamburg) unter Interimstrainer Tobit Schneider, jüngst (Nürnberg) erstmals unter der neuen Dauerlösung Chris Harris. »Gerade die Leistung gegen Hamburg sah doch sehr überzeugend aus. Spielerisch hat sich nicht viel verändert, aber Hagen agiert auf einmal wieder mit deutlich mehr Selbstvertrauen und stellt in dieser Verfassung ein physisch starkes Team dar, gegen das wir uns wohl in der Underdogrolle befinden«, sagt Naechster, der sich auch noch an die Paderborner 78:93-Niederlage im letzten Testspiel vor dieser Saison erinnert.

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Die Atmosphäre dort geht eigentlich immer unter die Haut.

Uli Naechster

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Besondere Beachtung verdienen die beiden Schwergewichte Alex Herrera (116 Kilo) und Javon Baumann (115 Kilo), aber auch Kapitän Dominik Spohr und der 2,01 Meter große Guard Jonas Grof dürfen sich des Gegners Respekt sicher sein. Die beiden Letztgenannten, jeweils Ur-Hagener, und Luca Kahl auf Paderborner Seite sind wohl die einzigen Akteure in den zwei Teams, die diesem Duell etwas mehr als allein sportliche Bedeutung einräumten. Das heißt aber nicht, dass sich nicht auch Naechster auf die kurze Anreise und den Auftritt vor den 2500 erwarteten Fans freut. Derby hin, Derby her: »Spiele in Hagen sind für ihre Atmosphäre bekannt. Das geht dort eigentlich immer unter die Haut.«

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