Fr., 07.12.2018

Uni Baskets wollen von den Ehingen-Erfahrungen profitieren Wood und der Lerneffekt

Connor Wood (hier im Heimspiel gegen Chemnitz) wird auf beiden Seiten des Spielfeldes immer wichtiger für die Uni Baskets und will auch in Hagen überzeugen.

Connor Wood (hier im Heimspiel gegen Chemnitz) wird auf beiden Seiten des Spielfeldes immer wichtiger für die Uni Baskets und will auch in Hagen überzeugen. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Wenn die kuriose 100:113-Niederlage nach zweimaliger Verlängerung gegen Ehingen für die Uni Baskets von Nutzen sein kann, dann vor allem auf die folgende Art. »Wir haben Fehler gemacht, die wir nicht wieder machen dürfen«, sagt Headcoach Uli Naechster und hofft, dass sich vielleicht schon am Samstag (19 Uhr) in Hagen ein Lerneffekt erkennen lässt.

»100.000 Möglichkeiten« hat Naechster in der Nachbetrachtung ausgemacht, wie jenes eigenartige Heimspiel zu gewinnen gewesen wäre. Vor allem am Ende der regulären Spielzeit sei es für die Seinen jedoch einfach »maximal blöd« gelaufen. »Jedem der 1300 Zuschauer war klar, dass wir nur hätten foulen müssen, doch einerseits schienen die Jungs ein bisschen paralysiert, andererseits sind da Pech und Unvermögen zusammengekommen«, sagt der 35-Jährige und fühlt sich an Murphys Gesetz erinnert: »Es ist schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.«

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Es ist schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.

Uli Naechster

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Der vermeidbare Ausgang tut Naechster gleich aus doppeltem Grund leid. Zum einen brachten sich die Gastgeber um den Lohn für eine über weite Strecken der 50 Minuten respektable Leistung, zum anderen blieb Connor Wood die Auszeichnung als Matchwinner versagt, die er sich mit den glänzenden Darbietungen im vierten Viertel und in der ersten Zusatzschicht allemal verdient gehabt hätte. In den ersten 30 Minuten ohne jeden Punkt, erzielte der Kanadier im finalen Viertel 14 der 20 Paderborner Punkte, um in der ersten Verlängerung weitere acht Zähler nachzulegen. Das Problem: Mit einem Ballverlust zu Beginn der 40. Minute trug er auch einen Teil zur geglückten Aufholjagd der Gäste bei. »Ich finde es besonders bitter, dass gerade Connor dieser ärgerliche Ballverlust unterlaufen ist. Er hat uns im vierten Viertel offensiv getragen und auch in der ersten Verlängerung, nachdem er sich kurz geschüttelt hatte, sofort wieder wichtige Würfe getroffen«, sagt Naechster über den tragischen Helden. Daran, dass sich die Formkurve des Dreierspezialisten trotzdem in die erwünschte Richtung entwickelt, gibt es allerdings keinerlei Zweifel. 17,8 lautet der Punkteschnitt, den Wood aus den jüngsten fünf Partien vorweisen kann. Mehr Zähler hat in diesem Zeitraum kein Paderborner gesammelt und damit ist der 25-Jährige – neben dem Lerneffekt – einer der Hoffnungsträger für das Westfalen-Derby in der Krollmann-Arena, wo der Coach einen weiteren dramatischen Verlauf für möglich hält.

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Gelingt uns das, ist alles möglich.

Uli Naechster

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»Ich habe schon vor Saisonbeginn gesagt, dass 70 Prozent aller Spiele in den letzten zwei Minuten entschieden werden und genau so ist es gekommen. Nach den knappen Niederlagen gegen Heidelberg, Baunach, Kirchheim und Ehingen müssen wir in den verbleibenden 18 Spielen die Mehrzahl der engen Dinger gewinnen. Gelingt uns das, ist alles möglich.« Eine Einschätzung, die der Blick auf die Tabelle belegt: Hagen (6/6) steht mit nur einem Sieg mehr als der Tabellenelfte Paderborn (5/7) auf dem achten Platz und selbst zwischen Rang drei (Ehingen mit 7/5) und Rang 15 (Karlsruhe mit 4/8) liegen lediglich drei Erfolgserlebnisse.

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