Sa., 19.01.2019

Uni Baskets erwarten den Tabellenzweiten Hamburg Towers Auswärts wackeln die Türme

Ob Daniel Mixich (rechts) auch gegen den ProA-Zweiten Hamburg Towers mit von der Partie sein kann, ist fraglich. Das Knie macht Probleme.

Ob Daniel Mixich (rechts) auch gegen den ProA-Zweiten Hamburg Towers mit von der Partie sein kann, ist fraglich. Das Knie macht Probleme. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Was die Hamburg Towers in den eigenen vier Wänden abliefern, sucht in der ProA seinesgleichen. Neun Spiele, neun Siege – zuhause läuft es perfekt. Aber auch der Tabellenzweite hat auswärts anzutreten und zeigt dort ein völlig anderes Gesicht. Schon fünf Niederlagen setzte es in der Fremde und die Uni Baskets hoffen, dass an diesem Samstag Nummer sechs folgt.

Um 19.30 Uhr werden die Türme im Sportzentrum Maspernplatz vorstellig. Paderborns Headcoach Uli Naechster wünscht sich, dass sie dann wieder wackeln. Zuletzt kassierten die Hanseaten fern der Heimat gleich zwei 15-Punkte-Rückschläge in Folge. Sowohl im finalen Auswärtsspiel 2018 in Heidelberg (70:85) als auch im ersten Auswärtsspiel 2019 in Trier (63:78) trat der Ligazweite nicht so auf, wie man es vom selbst ernannten BBL-Kandidaten erwartete.

Hamburg hat zuletzt in Trier und Heidelberg verloren

Warum das Team, für das seit dieser Serie der polnische Nationalcoach und ehemalige Ulmer Erfolgstrainer Mike Taylor die Verantwortung trägt, in seinen Darbietungen eine derartige Diskrepanz zu bieten hat, kann Naechster nur vermuten. Auch wenn Gespräche über einer kurzfristige Erhöhung des Etats von 2,3 auf 2,7 Millionen Euro laufen und das Team noch im Januar mit einen weiteren Center verstärkt werden soll – am Kader kann es nicht liegen. Daher lautet Naechsters Ansatz: »Wahrscheinlich ist es eine Frage der Motivation. Zuhause ist die Halle immer voll und herrscht eine tolle Atmosphäre. Da spielt es sich fast von selbst. Aber auswärts ist die Stimmung auch mal mau, sind mal lediglich 400 Leute in der Halle und da scheint dann das eine oder andere Prozent zu fehlen.«

Das soll aber nicht heißen, dass sich die Baskets am Samstagabend über jeden freien Platz und emotionslosen Fan freuten und sie auf solche Weise den fremdelnden Hamburgern die Motivation nehmen wollten. Eher ist das Gegenteil der Fall. Naechster lässt es gerne drauf ankommen: »Es darf jeder in die Halle, der möchte. Ich hätte keinen Stress damit, wenn 2000 Leute da sein sollten. Wenn es so richtig geknistert hat, haben wir doch unsere besten Spiele gemacht und ich hoffe, dass das auch gegen Hamburg der Fall ist.«

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Wenn es geknistert hat, haben wir unsere besten Spiele gemacht.

Uli Naechster

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Während die Gäste, die das Hinspiel mit 95:68 (53:41) für sich entschieden, um das Mitwirken von Flügelspieler Malik Müller bangen, droht bei den Gastgebern Point­guard Daniel Mixich auszufallen. Der 21-Jährige hat sich am Montag im Training am Knie verletzt. Die MRT-Bilder haben zwar nichts Auffälliges zu bieten, aber sein Trainer sagt: »Daniel fühlt sich noch nicht ganz sicher und daher könnte es die bessere Idee sein, ihn gegen Hamburg einmal draußen zu lassen.« Mit von der Partie ist dagegen wieder Marc Nagora. Der Forward hat seine Virusinfektion auskuriert, ist zurück im Training und dürfte gegen das Team aus seiner Heimatstadt besonders motiviert zur Sache gehen. Auf dass die Türme wackeln.

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