Sa., 19.01.2019

Uni Baskets unterliegen den Hamburg Towers mit 89:98 Ein zu teures drittes Viertel

Wieder trifft Connor Wood aus der Distanz. Am Ende sind aber auch die 27 Punkte und sechs Dreier des Baskets-Guards zu wenig, um die 89:98-Heimniederlage gegen die Hamburg Towers zu verhindern.

Wieder trifft Connor Wood aus der Distanz. Am Ende sind aber auch die 27 Punkte und sechs Dreier des Baskets-Guards zu wenig, um die 89:98-Heimniederlage gegen die Hamburg Towers zu verhindern. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Mit einem ganz schwachen dritten Viertel (13:36) haben sich die Uni Baskets im Heimspiel gegen die Hamburg Towers um eine große Chance auf den achten Saisonsieg gebracht. So setzte sich der Tabellenzweite der ProA am Samstagabend in Paderborn mit 98:89 (39:43) durch.

Bevor es um wichtige Punkte ging, rückte der Basketball aber zunächst in den Hintergrund, denn vor dem ersten Sprungball wurde des am Dienstag verstorbenen Wilfried Finke gedacht. Die Baskets-Verantwortlichen und -Fans werden wohl nie vergessen, dass es der sportbegeisterte Möbelunternehmer war, der den Zweitligisten im Sommer 2012 vor der Insolvenz rettete.

Dann wurde es unter den 1402 Zuschauern im Sportzentrum Maspernplatz laut, auch wenn die Baskets einen dürftigen Start erwischten und nach fünf Minuten mit 3:12 zurücklagen. Grant Benzinger war es schließlich, der dem Offensivspiel der Gastgeber mit dem ersten verwandelten Dreier Leben einhauchte. Zwar hielten die zuhause (9/0) unbesiegten, aber auswärts (jetzt 4/5) bereits fünfmal bezwungenen Towers die Führung bis zum Ende des ersten Viertels (17:23), doch mit zunehmendem Verlauf veränderten sich die Kräfteverhältnisse. Die Baskets wurden immer selbstbewusster und gingen Mitte des zweiten Abschnitts selbst erstmals in Führung. Der stark aufspielende Connor Wood, mit 27 Punkten (6/8 Dreier) der Topscorer, bescherte den Seinen mit zwei Freiwürfen zum 27:26 (25.) den ersten Vorsprung. Jetzt war mehr und mehr vom wenig beeindruckenden Auswärtsgesicht der Hamburger zu sehen, die auch noch einen Buzzer Beater von Matt Klinewski zur 43:39-Pausenführung der Paderborner zu verkraften hatten.

Gedenkminute für den verstorbenen Baskets-Retter Wilfried Finke

Es schien nach der Hälfte der Strecke viel für die Hausherren zu sprechen, hätte vor Beginn der zweiten Halbzeit nicht auch das Momentum die Seiten gewechselt. Beim Tabellen-14. lief plötzlich nichts mehr, beim BBL-Anwärter nahezu alles. Mit 36:13 gingen die dritten zehn Minuten (56:75/30.) an die Türme, die sich aus vier Punkten Rückstand ein 21-Punkte-Polster bastelten (56:77/31.). Hamburgs Beau Beech (22 Punkte) hob nach einem weiteren verwandelten Dreier, den er trotz eines Fouls im Korb unterbrachte, sogar entschuldigend die Arme und hätte zu diesem Zeitpunkt wohl auch nicht daran gedacht, dass diese Begegnung sich noch einmal zuspitzen könnte.

Die Towers ziehen bis auf 21 Punkte davon

Das tat sie aber, denn obwohl die Baskets ab Mitte des dritten Viertels Führungskraft Grant Benzinger verletzungsbedingt nicht mehr einsetzen konnten, bewiesen sie abermals eine phänomenale Moral und arbeiteten sich Punkt um Punkt, Dreier um Dreier heran. Nach einem Alley-oop-Anspiel von Demetrius Ward auf Martin Seiferth, das dieser per Dunk zum 87:92 verwertete, lag plötzlich sogar Sensationelles in der Luft, doch in der Schlussminute ließen sich die Nordlichter die Führung nicht mehr nehmen. Beech, Topscorer Andrew Barham (25 Punkte) und Carlton Guyton retteten die Towers mit sechs versenkten Freiwürfen ins Ziel. »In der ersten Halbzeit und im vierten Viertel haben wir wirklich gut gespielt, den Ball gut bewegt und als Team überzeugt. Aber da gab es leider auch noch das dritte Viertel, in dem wir nicht bereit waren und jegliche Intensität haben vermissen lassen. Das Loch war letztendlich zu groß, um da wieder herauszukommen«, sagt Connor Wood.

Weiter geht es für die Uni Baskets mit einer nur vermeintlich leichteren Aufgabe. Am nächsten Samstag, 26. Januar (19 Uhr), gastieren sie beim Ligaletzten in Hanau, der am Samstag mit einem überraschenden 82:76-Erfolg in Hagen ein erstaunliches Lebenszeichen gesendet hat.

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