Do., 24.01.2019

US-Amerikaner ersetzt verletzten Grant Benzinger – Einsatz in Hanau offen Foreman verstärkt die Baskets

Baskets-Headcoach Uli Naechster (links) präsentiert seinen Neuzugang Darnell Foreman, der den verletzten Grant Benzinger ersetzen soll. Ob der US-Amerikaner schon in Hanau spielen kann, hängt davon ab, ob er kurzfristig eine Arbeitserlaubnis erhält.

Baskets-Headcoach Uli Naechster (links) präsentiert seinen Neuzugang Darnell Foreman, der den verletzten Grant Benzinger ersetzen soll. Ob der US-Amerikaner schon in Hanau spielen kann, hängt davon ab, ob er kurzfristig eine Arbeitserlaubnis erhält.

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Das ging schnell: Nur wenige Tage nach der schweren Verletzung und dem damit verbundenen Saison-Aus von Grant Benzinger, haben die Uni Baskets einen Neuzugang präsentiert. Darnell Foreman, 23-jähriger Point Guard, verstärkt die Paderborner bis Saisonende. Seine Premiere könnte der US-Amerikaner schon Samstagabend (19 Uhr) beim Kellerduell in Hanau feiern.

»Mit Darnell haben wir einen echten Point Guard verpflichtet, der uns besonders in der Spielorganisation und auch in der Defense weiterhelfen wird«, erklärt Baskets-Headcoach Uli Naechster, der sich damit gegen einen Eins-zu-eins-Ersatz für den verletzten Shooting Guard Benzinger entschieden hat. »Diese Entscheidung haben wir bewusst getroffen. Wir haben auf Grants Position einige Spieler, die diese Rolle erfüllen können. Gerade Connor Wood wird mehr Verantwortung zu Teil werden, aber auch Demetrius Ward und Luca Kahl.«

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Mit Darnell haben wir einen echten Point Guard verpflichtet.

Uli Naechster

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Für Neuzugang Foreman ist das Engagement bei den Uni Baskets die erste Profistation seiner Karriere. Der 1,85-Meter-Mann sammelte seine ersten Basketballerfahrungen an der Pitman High School in New Jersey, ehe er vier Jahre für die Pennsylvania Quakers in der Ivy League auf Korbjagd ging. Bei den Quakers überzeugte der Amerikaner mit großem Tempo, guter Athletik und einem sicheren Wurf von außen.

Nachdem er sich im Sommer beim G-League-Team von NBA-Klub Atlanta Hawks nicht durchsetzen konnte, hielt sich der Spielmacher in den vergangenen Wochen in einem Basketball-Camp in Valencia fit. »Darnell hat in Spanien gut trainiert und auch einige Spiele absolviert, sodass er im Rhythmus ist«, so Naechster, der nach eigenen Angaben rund ein halbes Dutzend ernsthafte Anwärter auf die vakante Position ausgemacht hatte. »Nachdem mich Grant am Sonntag nach dem Spiel gegen Hamburg angerufen und berichtet hat, dass sein Knie stark angeschwollen ist, habe ich bereits auf allen verfügbaren Kanälen nach einem möglichen Ersatz gesucht. Nur so konnten wir nach der endgültigen Diagnose am Dienstag so schnell reagieren.«

Sponsoren machen die schnelle Nachverpflichtung möglich

Dass die Paderborner überhaupt nachlegen konnten, lag laut Geschäftsführer Dominik Meyer am außergewöhnlichen Engagement einiger Sponsoren: »Ich betone noch einmal, dass wir keine Nachverpflichtung in unserem Budget eingeplant hatten, sodass Darnells Verpflichtung ohne die schnelle Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Dafür sind wir natürlich außerordentlich dankbar.«

Ob Foreman bereits im wichtigen Spiel bei den White Wings Hanau mitwirken kann, ist derweil noch offen. »Wir warten derzeit auf die Arbeitserlaubnis, müssen uns an dieser Stelle aber auch einmal bei den Behörden bedanken, die wirklich alles tun, damit Darnell schon gegen Hanau spielen kann«, so Meyer. Damit Foreman im Fall der Fälle vorbereitet ist, hat ihm Naechster bereits am Mittwoch das Playbook der Paderborner zukommen lassen. »So konnte Darnell bereits in Spanien und im Flugzeug nach Deutschland unsere Spielzüge studieren«, berichtet Naechster, der in Hessen ansonsten auf den ganzen Kader zurückgreifen kann. Das gilt auch für den zuletzt angeschlagenen Daniel Mixich. »Daniel hatte einen Bluterguss im Knie, der ihn gegen Hamburg noch ein wenig behindert hat. Das sollte gegen Hanau aber kein großes Problem mehr sein.«

Ob mit oder ohne Foreman: In Hanau muss ein Sieg her

Gegen die White Wings, die die vergangenen beiden Partien gegen Heidelberg und in Hagen für sich entscheiden konnten, brauchen die Paderborner dringend einen Erfolg, ansonsten schrumpft der Vorsprung auf die Abstiegsränge auf zwei Zähler. Das Hinspiel gewannen die Uni Baskets mit 85:74.

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