So., 10.02.2019

2. Basketball-Bundesliga: Uni Baskets schlagen die Gladiators Trier mit 93:90 (45:42) Foreman-Gala bei Krimi-Sieg

Ektase in rot und weiß: Die Paderborner (von links) Martin Seiferth, Connor Wood, Finn Fleute, Darnell Foreman und Marc Nagora feiern den knappen Heimsieg gegen die Gladiators Trier, bei dem Foreman mit 27 Punkten und zwölf Assists überragte.

Ektase in rot und weiß: Die Paderborner (von links) Martin Seiferth, Connor Wood, Finn Fleute, Darnell Foreman und Marc Nagora feiern den knappen Heimsieg gegen die Gladiators Trier, bei dem Foreman mit 27 Punkten und zwölf Assists überragte. Foto: Agentur Klick

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Was für ein Spektakel im Sportzentrum Maspernplatz. Am 22. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga bezwangen die Uni Baskets den Play-off-Anwärter Gladiators Trier nach einer dramatischen Schlussphase mit 93:90 (45:42). Überragender Akteur auf Seiten der Paderborner war Darnell Foreman, der 27 Punkte erzielte und in der Schlussphase Nervenstärke bewies.

»Wir sind alle sehr glücklich über das Ergebnis. Das war ein wahnsinnig intensives und richtig gutes ProA-Spiel. Beide Mannschaften haben über 90 Punkte erzielt, was meiner Meinung nach nicht daran lag, dass schlecht verteidigt wurde«, lobte Uli Naechster nach der Partie, in der sich Foreman bei seinem Heimdebüt mit 27 Punkten und zwölf Assists zum Matchwinner aufschwang. »Darnells Leistung war natürlich überragend, dennoch war das ein Mannschaftserfolg«, bilanzierte der Headcoach.

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Das war ein wahnsinnig intensives und richtig gutes ProA-Spiel.

Uli Naechster

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40 Sekunden vor dem Ende glaubten nicht mehr viele der 1453 Zuschauer im Sportzentrum Maspernplatz an einen Heimerfolg. Triers Stefan Ilzhöfer hatte die Gäste kurz zuvor mit 90:86 in Führung gebracht und Martin Seiferth wurde durch ein Foul an die Linie geschickt. Ausgerechnet Seiferth, der im Saisonverlauf bis dato nur rund die Hälfte seiner Freiwürfe verwandelt hatte. Doch der Center zeigte sich unbeeindruckt, verwandelte beide Versuche und verkürzte auf 88:90 – Hoffnung in der Maspernhölle. Diese wurde nur wenig später noch größer, als Gladiators-Routinier Jermaine Bucknor auf der Gegenseite einen Sprungwurf vergab und Seiferth 15 Sekunden vor der Schlusssirene erneut an die Linie durfte. Allerdings verwandelte der 28-Jährige lediglich den ersten Freiwurf (89:90), der zweite fand seinen Weg nicht ins Ziel. Ein anschließender Trierer Rebound hätte wohl die Niederlage bedeutet, aber Foreman schnappte sich den Ball und krönte die Aktion mit einem verwandelten Mitteldistanzwurf – Führungswechsel (91:90). Bei 14 verbleibenden Sekunden auf der Uhr bot sich den Gästen noch einmal die Chance die Partie zu drehen, doch Foreman bedrängte Bucknor dermaßen, dass dieser einen Schrittfehler beging. Der Schlusspunkt war dann erneut dem Heimdebütanten vorbehalten, der anschließend gefoult wurde und mit seinen zwei Freiwürfen den 93:90-Endstand herstellte.

40 Sekunden vor dem Ende sprach noch vieles für Trier

»Das war ein unfassbar wichtiger Sieg für uns. Wir haben uns als Mannschaft zusammengerauft und uns vor dem Spiel geschworen, dass wir alles auf dem Feld lassen. Das ist uns gelungen«, freute sich Baskets-Eigengewächs Luca Kahl, der zu Spielbeginn einer der Protagonisten war und mit seiner Treffsicherheit von Außen den Grundstein für die Paderborner Führung nach dem ersten Viertel legte (25:19). In den zweiten zehn Minuten setzten sich die Gastgeber phasenweise auf zehn Punkte ab (31:21), verpassten es aber, die Gladiatoren frühzeitig abzuschütteln, so dass die Partie zur Pause ausgeglichen war (45:42). Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich beide Teams dann endgültig auf Augenhöhe, was sich in zahlreichen Führungswechseln ausdrückte. Dennoch nahmen die Baskets ein Vier-Punkte-Polster mit in den Schlussabschnitt. In diesem setzte sich der Trend des dritten Viertels fort, so dass die Entscheidung in den Schlusssekunden fallen musste, in denen die Baskets schließlich den wichtigen Heimerfolg perfekt machten.

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Das war ein unfassbar wichtiger Sieg für uns.

Luca Kahl

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Damit haben sich die Ostwestfalen eindrucksvoll für die deutliche 49:67-Niederlage vor Wochenfrist in Karlsruhe rehabilitiert. »Wir wussten alle, dass wir besser sind als das, was wir in Karlsruhe gezeigt haben. Diese Niederlage hat uns alle sauer gemacht und wir wollten etwas Wiedergutmachen. Zudem hat uns der Hinspielerfolg gegen Trier Mut gemacht und Selbstvertrauen gegeben«, berichtete Naechster. Durch den neunten Saisonsieg haben die Paderborner den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf sechs Zähler ausgebaut.

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