Fr., 01.03.2019

Uni Baskets haben vor dem Hagen-Spiel an der Kommunikation gearbeitet Mehr Lautstärke, mehr Intensität

Die Uni Baskets wollen gegen Hagen auch über mehr Lautstärke zum Erfolg kommen. Klare Ansagen – wie hier von Darnell Foreman – sollen die Zahl der Fehler auf beiden Seiten des Courts minimieren.

Die Uni Baskets wollen gegen Hagen auch über mehr Lautstärke zum Erfolg kommen. Klare Ansagen – wie hier von Darnell Foreman – sollen die Zahl der Fehler auf beiden Seiten des Courts minimieren. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). »90 Prozent der Trainingsarbeit in dieser Woche«, sagt Headcoach Uli Naechster, »waren dem Thema Verteidigung gewidmet«. Nach 90, 96 und 92 kassierten Punkten in den jüngsten drei Partien gegen Trier (93:90), Ehingen (85:96) und Rostock (81:92) wollen die Uni Baskets im Westfalenderby gegen Phoenix Hagen (Freitag, 20 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) und am Sonntag (17.30 Uhr) in Tübingen wieder nah an den Wert der durchschnittlichen Durchlässigkeit kommen.

Vor den drei Spielen ließ der Dreizehnte der 2. Liga 82,2 Zähler zu, anschließend waren es 92,7. Was sich ändern soll, ist damit geklärt. Bleibt die Frage, wie sich die Uni Baskets verbessern wollen und hier verfolgt ihr Trainer vor allen Dingen zwei Ansätze, die da heißen: Bereitschaft und Kommunikation. Abwehrarbeit hat ganz viel mit der adäquaten Einstellung zu tun und die hat Naechster in den besagten Begegnungen nicht immer gefallen. Daher lautet die wichtigste Forderung: »Nach vorne laufen, werfen und Punkte erzielen – das macht jeder gerne. Aber die Jungs müssen auch in der Defensive den inneren Schweinehund überwinden, mal weiterlaufen, wenn es schon wehtut und nicht nach Ausreden suchen, sondern einfach den eigenen Job so gut machen, wie es eben geht.«

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Die Jungs müssen den inneren Schweinehund überwinden.

Uli Naechster

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Nach den drei Spielen in den 90ern ging es im Training noch einmal den einen oder anderen Schritt zurück, wurde über Abläufe, Aufgaben und Verantwortlichkeiten gesprochen. Natürlich nicht zum ersten Mal, aber erneut mit Nachdruck. »Man könnte meinen, dass das ein Profiteam ist, in dem doch jeder wissen muss, was er zu tun hat. Aber so eine Saison ist lang. Da können auch schon mal Sachen verloren gehen, wenn man sie nicht wiederholt. Das haben wir gemacht und zudem verdeutlicht, dass sich jeder über starke Verteidigung mehr Spielzeit erarbeiten kann«, sagt Naechster.

Luca Kahl ist nach auskurierter Grippe wieder voll einsatzfähig

Es geht um den Einsatz eines jeden Einzelnen, aber insbesondere um ein möglichst effizientes Miteinander. Das wiederum ist gerade eine Frage der Kommunikation, von der der Coach in den vergangenen Partien gerne mehr gesehen und gehört hätte: »Wenn alle sprechen und alles angesagt wird, sind alle aufmerksamer und automatisch mit wesentlich höherer Intensität bei der Sache. Dann werden Abläufe klarer und die Fehler weniger. Wenn du dabei dann richtig schön laut bist, sorgt das auch dafür, dass dein Gegner ein bisschen eingeschüchtert wird.« All das wollen die Gastgeber heute Abend umsetzen. Die Erinnerungen an das bittere 82:83 in Hagen dürften die Motivation zusätzlich steigern. Von Vorteil ist auch, dass Luca Kahl nach auskurierter Grippe wieder voll einsatzfähig ist und dabei mithelfen kann, die Defensive deutlich dichter zu machen.

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