Fr., 08.03.2019

Uni Baskets können sich mit einem Sieg gegen Heidelberg vorzeitig retten Klassenerhalt in Reichweite

Nach zwei Spielen Pause steht Connor Wood wieder im Kader der Uni Baskets. Im Hinspiel gegen Heidelberg war er mit 13 Punkten Topscorer der Paderborner.

Nach zwei Spielen Pause steht Connor Wood wieder im Kader der Uni Baskets. Im Hinspiel gegen Heidelberg war er mit 13 Punkten Topscorer der Paderborner. Foto: Elmar Neumann

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Den Uni Baskets winkt am kommenden Wochenende der vorzeitige Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga. Allerdings müssen die Paderborner dafür nicht nur am Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) die zweitplatzierten MLP Academics Heidelberg bezwingen, sondern müssen zudem auf eine Niederlage der White Wings Hanau gegen die Kirchheim Knights hoffen.

»Wir haben uns unter der Woche noch einmal zusammengesetzt und waren uns einig, dass wir nicht auf andere Mannschaften schauen. Unsere Ausgangsposition ist gut, darauf wollen wir aufbauen«, erklärt Baskets-Headcoach Uli Naechster, der sich sowohl auf die Partie gegen Heidelberg als auch gegen Spitzenreiter Chemnitz eine Woche später freut: »Das sind zwei tolle Spiele für uns, in denen wir die Chance haben, für eine Überraschung zu sorgen.«

Der Respekt vor den Heidelbergern ist allerdings groß. Naechster bezeichnet das Team aus Baden-Württemberg als »solidestes Team der Liga. Sie verfügen über viel Erfahrung und machen nur wenige Fehler«. Die Zahlen untermauern die Einschätzung des Headcoaches. Die Academics sind nicht nur die defensivstärkste Mannschaft der ProA, sondern weisen auch die wenigsten Ballverluste (11,2) sowie die beste Freiwurfquote (76,8 Prozent) auf. »Heidelberg lässt es immer ein wenig gemächlicher angehen und legt den Fokus auf die Defensive. Da müssen wir mithalten. Es wird wichtig sein, dass wir den Korb attackieren und Fast-Breaks suchen. Zudem wäre es schön, wenn wir von außen ein bisschen besser treffen würden als zuletzt«, meint Naechster.

Im Hinspiel führten die Baskets vier Minuten vor Ende mit fünf Punkten

Mit Shyron Ely wissen die Academics den drittbesten Werfer der gesamten Liga in ihren Reihen. Der US-Amerikaner kommt auf 17,5 Punkte im Schnitt. Aber auch Center Philipp Heyden (12,7 Punkte, 5,1 Rebounds), Jaleen Smith (12,4 Punkte, 4,1 Rebounds) und der 35-jährige Dan Oppland (10,2 Punkte, 5,2 Rebounds) sorgen stets für Gefahr.

Dass die Baskets den Heidelbergern dennoch auf Augenhöhe begegnen können, haben sie im Hinspiel unter Beweis gestellt. Damals verloren die Paderborner zwar mit 65:73, führten aber vier Minuten vor dem Ende noch mit fünf Punkten (63:58). In den abschließenden 240 Sekunden gelang den Ostwestfalen aber nur noch ein Korberfolg, sodass die Überraschung auf der Zielgeraden doch noch misslang. Ganz zur Trauer Naechsters: »In den letzten Minuten haben uns die Heidelberger mit ihrer Erfahrung bezwungen.«

Die Formkurven beider Mannschaften könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die Baskets seit vier Partien auf einen Erfolg warten, gewannen die Academics ihre vergangenen drei Partien gegen Ehingen, Artland und Baunach allesamt. Ein Schlüssel zum Sieg könnte für die Paderborner im Rebound liegen. »Wir haben in den vergangenen Partien offensiv sehr gut gereboundet. Das hilft natürlich, wenn die Würfe nicht so gut fallen. Zudem haben wir die Chance, durch gute Arbeit im Defensivrebound das Spiel schnell zu machen«, erklärt Naechster.

Scharfschütze Connor Wood kehrt zurück ins Aufgebot

Personell gibt es bei den Uni Baskets eine gute und eine schlechte Nachricht zu vermelden: Scharfschütze Connor Wood – im Hinspiel gegen Heidelberg mit 13 Punkten bester Werfer der Paderborner – kehrt nach seiner verletzungsbedingten Pause am Doppelspieltag zurück ins Aufgebot. Dafür steht ein Einsatz von Luca Kahl auf der Kippe. »Luca hat sich ein wenig vertreten und konnte die Woche nicht komplett trainieren. Im MRT wurde aber zum Glück keine schwerwiegendere Verletzung festgestellt«, berichtet der Coach. Die Planungen für die kommende Spielzeit nehmen derweil langsam Fahrt auf. »Wir haben bereits mit einigen Spielern gesprochen«, verrät Naechster, der betont, dass »wir mit einem weiteren Jahr in der ProA planen. Es bringt nichts, sich mit einem möglichen Horrorszenario zu beschäftigen«.

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