Di., 12.03.2019

Uni Baskets droht die schwächste Platzierung seit dem BBL-Abstieg Es bleiben noch genug Ziele

Voller Einsatz vor vollen Rängen: 1730 Fans sehen, wie sich Demetrius Ward (rechts) gegen Heidelbergs Dan Oppland wehrt. Aber nur fünf der bisherigen 14 Heimspiele haben die Uni Baskets gewonnen.

Voller Einsatz vor vollen Rängen: 1730 Fans sehen, wie sich Demetrius Ward (rechts) gegen Heidelbergs Dan Oppland wehrt. Aber nur fünf der bisherigen 14 Heimspiele haben die Uni Baskets gewonnen. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Nach der 101:107-Niederlage gegen die Academics Heidelberg gehen die Uni Baskets als Tabellenvierzehnter in die finalen drei ProA-Spieltage. Bliebe es dabei, wäre das die schlechteste Platzierung seit dem BBL-Abstieg im Jahr 2010. Auch in der Heimbilanz (5/9) gilt es noch einen Minusrekord zu verhindern. Aussichten, die so gar nicht zum eigentlich doch positiven Gesamteindruck, den die Mannschaft von Headcoach Uli Naechster hinterlassen hat, passen wollen, oder?

»Es ist sehr bitter, dass wir nur neun Siege auf dem Konto haben und auf dem 14. Platz stehen. Das Spiel gegen Heidelberg war eines von sehr vielen knappen Spielen, die wir hätten gewinnen können, aber leider verloren haben. Es war mehr drin, doch letztendlich lügt die Tabelle zu einem so späten Zeitpunkt einer Saison nicht«, sagt Baskets-Center Martin Seiferth.

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Wir betrachten jedes der verbleibenden Spiele für sich.

Uli Naechster

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Das Zweitligaranking hat nicht den erhofften Anblick zu bieten, der Klassenerhalt ist trotzdem so gut wie perfekt. Daher konzentrieren sich die Paderborner Protagonisten im Endspurt nicht darauf, in der Tabelle einen Platz gutzumachen, sondern auf jedes einzelne der drei Duelle, die es allesamt in sich haben. »Wir haben uns mit der Mannschaft zusammengesetzt und waren uns einig, dass wir das Thema Tabelle ad acta legen und jedes der verbleibenden Spiele für sich betrachten wollen«, sagt der Trainer. Drei Spiele, drei Ziele. »Erst wollen wir die Niners Chemnitz, das Nummer-eins-Team dieser Saison, ärgern und dort ein Spiel klauen, dann wollen wir uns gegen Nürnberg unbedingt mit einem Heimsieg von unseren Fans verabschieden und zum Abschluss gilt es gegen Schalke eine offene Rechnung zu begleichen. Jedes dieser drei Spiele hat einen speziellen Charakter, so dass es bei uns nicht an Motivation mangeln dürfte«, sagt Kapitän Ivan Buntic.

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Die Fans waren auch gegen Heidelberg wieder genial.

Martin Seiferth

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Beim Tabellenführer (21/6) im Südwesten Sachsens wäre am Samstag (19 Uhr) bereits alles andere als ein ähnlich klarer Ausgang wie im Hinspiel (84:99) eine angenehme Überraschung. Eine Woche später, am 23. März (19.30 Uhr), gegen den Ligafünften Nürnberg Falcons stehen die Baskets aber durchaus unter Druck. Seit dem Erstligaabstieg vor neun Jahren haben sie das Spielfeld in der »Maspernhölle« nie seltener als sechs Mal pro Saison als Sieger verlassen. In dieser Serie lautet die Bilanz noch 5:9. Die bescheidene Ausbeute steht im krassen Gegensatz zur ständig play-off-würdigen Stimmung, für die gegen die Heidelberger erstmals in der laufenden Spielzeit 1738 Fans sorgten. Mit dem Schnitt von nun exakt 1400 Zuschauern sind die Uni Baskets in dieser Statistik Achter. Das ist mit Blick auf das sportliche Abschneiden alles anderes als selbstverständlich. Dessen sind sich Spieler und Trainer bewusst. Dementsprechend ausgeprägt ist die Absicht, es nicht bei den fünf Erfolgserlebnissen zu belassen. »Es ist sagenhaft, was wir von den Fans über die gesamte Saison für einen Support bekommen haben«, sagt Buntic. »Die Fans waren auch gegen Heidelberg wieder genial«, sagt Seiferth. Die Bilanz der Baskets ist es nicht. Aber noch besteht die Möglichkeit, Rang 14 zu verlassen und den drohenden Minusrekord in den eigenen vier Wänden abzuwenden.

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