So., 24.03.2019

Coach Uli Naechster weiht sein Team nach dem Nürnberg-Spiel in die Pläne ein »Ein weinendes Auge«

Nach dem letzten Heimspiel bedanken sich die Uni Baskets für die Unterstützung der Fans. Für Uli Naechster (ganz rechts) war es das vorletzte Spiel als Headcoach des Zweitligisten. Aber er bleibt den Baskets erhalten.

Nach dem letzten Heimspiel bedanken sich die Uni Baskets für die Unterstützung der Fans. Für Uli Naechster (ganz rechts) war es das vorletzte Spiel als Headcoach des Zweitligisten. Aber er bleibt den Baskets erhalten. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Nach acht Niederlagen in Folge gen Ende der vergangenen Spielzeit droht den Uni Baskets auch in dieser Serie ein unrühmlicher Ausklang. Selbst die Saison-Rekordkulisse von 2147 (!) Fans konnte den ProA-14. im letzten Heimspiel und am vorletzten Spieltag nicht dazu bewegen, ein 72:86 (29:42) gegen den Tabellenvierten Nürnberg Falcons zu verhindern. Für die Gastgeber war es die siebte Niederlage, für die Gäste schon der neunte Sieg am Stück.

Die Verlierer wurden trotzdem mit Standing Ovations bis zum einen oder anderen Wiedersehen nach dem Sommer verabschiedet. Was die Baskets-Anhänger zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Headcoach Uli Naechster haben sie am Samstagabend nach fünf intensiven Jahren zum vorerst letzten Mal im Sportzentrum Maspernplatz auf der Bank gesehen. Naechster bleibt Sportdirektor der GmbH des Zweitligisten, soll aber vor allem im eingetragenen Verein der Mann werden, »bei dem alle Fäden zusammenlaufen«.

Ein Posten, den es so bislang nicht gegeben hat und der sich Vereinsmanager oder Geschäftsführer e. V. nennen dürfte. Die Baskets hatten einen Verwaltungsjob für die Geschäftsstelle ausgeschrieben, der auf Naechsters Initiativbewerbung hin nun ein viel größer gefasstes Aufgabenprofil erhalten hat: »Es war in erster Instanz meine Entscheidung. Ich bin nicht amtsmüde, aber ich habe mir gedacht, dass dieser Wechsel eine große Chance ist, um hier einige Strukturen aufzubrechen.« Vor allem die Nachwuchsarbeit hat der gebürtige Hammer im Blick: »Bestenfalls gelingt es uns, wieder dahin zu kommen, wo wir vor einigen Jahren noch waren. 2011 standen wir in allen NRW-Jugendranglisten vorne, waren eines der Topprogramme in Deutschland. Jetzt hat sich die Konkurrenzsituation verändert und der müssen wir uns stellen. Das ist eine sehr spannende und fordernde Aufgabe.«

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Das war ein extrem emotionaler Moment.

Uli Naechster

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Bis Mitte Februar war das kein Thema, schien es nur eine Frage der Zeit, wann die Vertragsverlängerung mit dem Trainer Naechster verkündet werden würde. Stattdessen verkündete der Headcoach den Spielern nach dem Nürnberg-Spiel, dass er seinen Posten nach der abschließenden Partie gegen den FC Schalke räumen wird: »Das war ein extrem emotionaler Moment. Schließlich endet für mich eine wahnsinnig spannende Zeit und da geht man natürlich auch mit einem weinenden Auge.«

Eine Spradley-Rückkehr dürfte finanziell nicht zu stemmen sein

Mit wieder klarem Blick konzentriert sich Naechster nun auf die Suche nach einem Nachfolger. Angeblich wünscht man sich in Sponsorenkreisen Aufstiegstrainer Doug Spradley zurück. Der 52-Jährige hatte im vergangenen Jahr auch Rasta Vechta in die BBL geführt, und dabei dem Umstand getrotzt, dass der Verein vor Beginn der Play-offs bekannt gegeben hatte, sich nach der Saison von Spradley trennen zu wollen. Die finanziellen Vorstellungen des ehemaligen Paderborners, das eigene Gehalt und den Etat betreffend, dürften die Möglichkeiten der Baskets allerdings bei weitem übersteigen.

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