Die Trainersuche beim Zweitligisten Uni Baskets läuft
»Wohlklingend« ist nicht so wichtig

Paderborn (WB). »Danke, Uli – für sieben Jahre Engagement, Einsatz, Leidenschaft und Loyalität« – am Montagmorgen formulierten die Uni Baskets via Facebook die Worte des Dankes, die der eine oder andere im Nachhinein schon am Samstagabend – ob vor oder nach der Partie – im Sportzentrum Maspernplatz gerne gehört hätte.

Dienstag, 26.03.2019, 05:00 Uhr
Uli Naechster sitzt nur noch im letzten Saisonspiel gegen Schalke als Headcoach auf der Bank der Uni Baskets. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. Foto: Elmar Neumann
Uli Naechster sitzt nur noch im letzten Saisonspiel gegen Schalke als Headcoach auf der Bank der Uni Baskets. Die Suche nach einem Nachfolger läuft. Foto: Elmar Neumann

Dass die Verantwortlichen vor Uli Naechsters letztem Heimspiel als Headcoach davon abgesehen hatten, war aber ein ausdrücklicher Wunsch des Noch-Trainers gewesen. »Ich wollte der Mannschaft die Chance geben, die Saison konzentriert zu Ende zu spielen. Die Verantwortlichen der Baskets – sowohl der GmbH als auch des e. V. – haben sich meiner Ansicht nach völlig korrekt und in meinem Sinne verhalten«, betont Naechster.

Naechster selbst wollte keine Verabschiedung vor dem Spiel

Der richtet den Blick jetzt aber schon wieder voraus und ist mit GmbH-Geschäftsführer Dominik Meyer auf der Suche nach dem eigenen Nachfolger. Beinahe reflexartig auftauchende Namen verdienter Ehemaliger aus Erstligazeiten wie Doug Spradley (52 Jahre/derzeit ohne Verein), Steven Esterkamp (38/gerade mit den Herzögen Wolfenbüttel aus der ProB abgestiegen) oder Chris Ensminger (45/fest im Jugendprogramm von ratiopharm Ulm verankert) kommentiert Naechster so: »Das sind logischerweise Namen, die sich in den Ohren der Paderborner sehr vielversprechend und wohlklingend anhören, aber für uns ist es das Wichtigste, einen Trainer zu finden, der zu unserer Entwicklung passt und der bereit ist, mit den Begebenheiten und dem Budget hier zu arbeiten.«

Drei, vier Spieler aus dem aktuellen Kader möchten gerne bleiben

An Interessenten mangelt es in keinem Fall. Eher im Gegenteil. Kaum ist bekannt, dass die Uni Baskets den Platz auf der Bank für die Saison 2019/2020 zu vergeben haben, melden sich jede Menge Agenten bei Meyer: »Es gab sofort zahlreiche Anrufe und Mails. Wir sind mit den ganzen Anfragen fast überfordert und müssen das Ganze erst mal in Ruhe sortieren. Wir gehen aber auch proaktiv vor und werden Kandidaten ansprechen, die wir für geeignet halten. Dann werde ich mit Uli aus der Longlist eine Shortlist machen, mit der wir in die Gremien gehen.« Unmittelbaren Zeitdruck verspürt Meyer nicht, aber er denkt bei der Suche nach dem neuen Coach auch an die Situation der Spieler: »Wir haben schon mit einigen Jungs gesprochen, die gerne verlängern wollen. Aber bevor wir da etwas konkretisieren können, wollen sie natürlich wissen, wer unser neuer Trainer wird.« Drei bis vier Akeure aus dem aktuellen Kader – darunter wohl auch Kapitän Ivan Buntic – haben signalisiert, den Baskets treu bleiben zu wollen.

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