Di., 09.04.2019

Aufstiegs- und Play-off-Held Steven Esterkamp freut sich auf sein Comeback Zurück in der Heimat

Noch vor, bald wieder in der »Maspernhölle«: Steven Esterkamp kehrt als Trainer an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück.

Noch vor, bald wieder in der »Maspernhölle«: Steven Esterkamp kehrt als Trainer an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Foto: Jörn Hannemann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Vor zehn Jahren, nach der unvergesslichen Viertelfinalserie in den BBL-Play-offs gegen Alba Berlin (2:3), hat sich Steven Esterkamp mit dem damaligen Trainer Doug Spradley aus Paderborn in Richtung Eisbären Bremerhaven verabschiedet – jetzt ist er als neuer Headcoach der Uni Baskets zurück an seiner ehemaligen Wirkungsstätte.

»Ich bin sehr glücklich, wieder hier zu sein und dankbar für das große Vertrauen, das die Verantwortlichen in mich setzen. Es war eine sehr einfache Entscheidung. Paderborn ist schließlich meine erste Heimat außerhalb der USA. Der Verein und die Fans können sich fest darauf verlassen, dass ich – so wie ich es schon als Spieler immer getan habe – auch als Coach alles geben werde«, sagt der 38-Jährige, der einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat.

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Paderborn ist meine erste Heimat außerhalb der USA.

Steven Esterkamp

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Die große Vorfreude beruht auf Gegenseitigkeit. »Wir hatten eine sehr lange Kandidatenliste, auf der ›Steve‹ aber von Beginn an ganz weit oben stand. Es war früh klar, dass wir auf einer Wellenlänge funken und er genau in unser Anforderungsprofil passt«, sagt Geschäftsführer Dominik Meyer. Eine Einschätzung, die Esterkamps Vorgänger nur bestätigen kann. »Als ich für mich die Entscheidung getroffen hatte, nicht mehr als Trainer weitermachen zu wollen, war ›Steves‹ Name einer der ersten, die ich im Kopf hatte. Er kennt Paderborn, Paderborn kennt ihn. Es war uns sehr wichtig, jemanden zu finden, der nicht nur ein Sprungbrett sucht, sondern jemanden, der sich voll mit dem Verein identifiziert«, sagt Sportdirektor Uli Naechster. Esterkamps glorreiche Historie als Spieler habe bei der Entscheidungsfindung eine untergeordnete Rolle gespielt: »Weder ›Steves‹ Vergangenheit als Spieler, noch die bisherige Tätigkeit als Trainer oder seine Persönlichkeit sind für sich zu sehen. Uns hat das ganze Paket überzeugt, das wir mit ihm bekommen. Wenn er bei den Fans einen Vertrauensbonus genießt, ist das eine nette Randnotiz.«

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Es war früh klar, dass wir auf einer Wellenlänge funken.

Dominik Meyer

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Von 2004 bis 2009 war Esterkamp eines der Gesichter der erfolgreichsten Phase der Vereinsgeschichte. Jetzt möchte er die Entwicklung der Uni Baskets als Trainer vorantreiben. Für den Mann aus Cincinnati ist Paderborn die zweite Station als Cheftrainer. Nach zweieinhalb Jahren als Co-Trainer der Oettinger Rockets Gotha – als rechte Hand seines ehemaligen Teamkollegen Chris Ensminger – hat er in den vergangenen beiden Spielzeiten beim ProB-Ligisten Wolfenbüttel erste Schritte als Headcoach unternommen. Auf das Erreichen des Play-off-Viertelfinals in der ersten Saison folgte in diesem Jahr der Abstieg. »Die Kooperation mit dem Braunschweiger BBL-Team war im zweiten Jahr noch schwieriger als im ersten. Wenn du nie weißt, wie viele Leute zum Training kommen und wer dir in den Spielen zur Verfügung steht, dann kann keine Mannschaft entstehen. Wir haben trotzdem alles probiert, aber dann leider die entscheidende Begegnung verloren«, sagt Esterkamp.

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Erstes Ziel ist zunächst wieder der Klassenerhalt.

Uli Naechster

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Die Gespräche darüber, wie seine Mannschaft in Paderborn aussehen soll, laufen. Dass das Budget nicht das größte ist, ist ihm bewusst: »Herausforderungen gibt es überall. Entscheidend ist, dass du eine Lösung findest. Ich bin guter Dinge, dass Uli und ich das schaffen werden und wir in der kommenden Saison mit dem neuen Team den nächsten Schritt machen.« Erstes Ziel, das betont Naechster, sei auch in der Spielzeit 2019/2020 zunächst der Klassenerhalt: »Alles, was darüber hinausgeht, würde für unsere und für ›Steves‹ gute Arbeit sprechen.«

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