Sa., 28.09.2019

Die Youngster Großmann und Ballhausen begeistern Baskets-Coach Esterkamp Ein Duo überrascht

Nach einer fast eineinhalbjährigen Verletzungspause startet Henning Ballhausen bei den Baskets einen Neuanfang. Die guten Leistungen in der Vorbereitungsphase möchte der 20-Jährige zum Saisonauftakt in Heidelberg bestätigen.

Nach einer fast eineinhalbjährigen Verletzungspause startet Henning Ballhausen bei den Baskets einen Neuanfang. Die guten Leistungen in der Vorbereitungsphase möchte der 20-Jährige zum Saisonauftakt in Heidelberg bestätigen. Foto: Elmar Neumann

Paderborn (WB/en). Am Sonntag, 17 Uhr, ist es soweit. Dann ist Steven Esterkamp in der 1512 Fans fassenden Heidelberger Halle des Olympiastützpunktes zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wieder in einem Paderborner Pflichtspiel gefordert.

Am 28. Mai 2009, bei der das Viertelfinal-Aus besiegelnden 58:66-Niederlage gegen Alba Berlin stand der Small Forward vor fast 11.000 Zuschauern noch selbst auf dem Parkett und musste sich mit vier Punkten begnügen. Jetzt steht der 38-Jährige vor seiner Premiere als Headcoach der Uni Baskets und hofft auf einen erfolgreichen Einstand.

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Ich bin nervös, aufgeregt und voller Vorfreude.

Steven Esterkamp

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»Ich bin nervös, aufgeregt und voller Vorfreude. Es ist von allem ein bisschen. Nach der langen Vorbereitung können wir alle kaum erwarten, dass es endlich losgeht«, sagt der Baskets-Trainer. Mit den gastgebenden MLP Academics, die in der Vorsaison erst im Halbfinale gescheitert sind, wartet sogleich eine hohe Hürde. Dessen ist sich Esterkamp bewusst: »Heidelberg hat eine sehr erfahrene und sehr aggressiv spielende Mannschaft. Wir werden eine sehr gute Leistung abliefern müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.« Die Hausherren haben bereits ein Erfolgserlebnis verbucht, sich beim 79:72 in Ehingen aber drei Viertel lang sehr schwer getan, ehe der 32-jährige Routinier Shy Ely (30 Punkte) die Gäste im einseitigen Schlussabschnitt (28:14) doch noch zum Auftaktsieg führte.

Neben Mixich droht auch Seiferth auszufallen

Die Baskets hatten am ersten Spieltag der 17er-Liga bekanntlich frei und mussten zwei weniger gute Nachrichten verkraften. Da gibt es zum einen den Knorpelschaden im Knie von Daniel Mixich, der nach bereits erfolgter Operation auf ein Comeback in vier bis fünf Wochen hoffen darf. Und da gibt es einen weiteren Kniefall, der Center Martin Seiferth beschäftigt. Bei dem 29-Jährigen handelt es sich offiziell nur um Knieprobleme, doch seine Einsatzfähigkeit in Heidelberg muss ebenfalls angezweifelt werden. »Das ist eine Geschichte, bei der wir von Tag zu Tag gucken«, sagt Esterkamp.

Ein Deutscher fehlt in jedem Fall, einer zweiter droht auszufallen. Ein Szenario, das den Coach sehr besorgt in Richtung Heidelberg blicken lassen könnte, hätten in der Vorbereitungsphase nicht die beiden neuen deutschen Youngster im Team gezeigt, dass sie mit mehr Einsatzzeit als gedacht sehr wohl etwas anzufangen wissen: Jens Großmann (19) und Henning Ballhausen (20). »Das sind für mich die größten Überraschungen in unserem Kader«, sagt Esterkamp über dieses Duo.

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Jens hat keinerlei Angst und macht kaum Fehler.

Steven Esterkamp

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Während Ballhausen, der wegen eines Meniskusabrisses beinahe eineinhalb Jahre pausieren musste, sowohl in jedem Training als auch in den (Test-)Spielen vor allem als Energizer zu überzeugen weiß, hat Großmann auch schon in den Statistiken auf sich aufmerksam gemacht. Auf 16 Punkte in der Partie gegen Drittligist Bochum folgten noch einmal zehn Zähler gegen Erstligist Braunschweig. »Jens hat sofort ins Team gefunden, hat keinerlei Angst und macht kaum Fehler. Dass er und Henning so einen guten Job machen, ist umso wichtiger, wenn neben Daniel tatsächlich auch Martin ausfallen sollte«, sagt Esterkamp und auch Geschäftsführer Dominik Meyer zeigt sich von den beiden Toptalenten angetan: »In der Vergangenheit wäre ich panisch geworden, wenn uns zwei deutsche Ausfälle gedroht hätten, jetzt scheinen wir da tatsächlich etwas tiefer besetzt zu sein, wobei man natürlich abwarten muss, wie konstant Jens und Henning über einen längeren Zeitraum performen.« Zunächst aber geht der Blick nicht zu weit voraus, sondern nur bis Heidelberg.

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