So., 06.10.2019

Die Uni Baskets zeigen sich nach dem 85:97 gegen Hagen selbstkritisch In der Defense hapert’s

Baskets-Forward Ryan Logan zieht zum Korb, eng verteidigt von Hagens Michael Gilmore. Jannik Lodders und Martin Seiferth beobachten die Szene.

Baskets-Forward Ryan Logan zieht zum Korb, eng verteidigt von Hagens Michael Gilmore. Jannik Lodders und Martin Seiferth beobachten die Szene. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Der erste Versuch der Uni Baskets, aus dem Sportzentrum Maspernplatz wieder eine Zweitliga-Festung zu machen, ist gescheitert. Vor allem die Verteidigungsanlagen bedürfen doch noch einer Nachjustierung. Im westfälischen Vergleich mit Phoenix Hagen gönnten die Hausherren den Gästen nach vielversprechendem Start in den zweiten 20 Minuten satte 58 Punkte und mussten sich letztendlich verdientermaßen mit 85:97 (41:39) geschlagen geben.

Vor 1624 Zuschauern erwischten die Baskets einen blendenden Beginn, agierten zu aggressiv und zu schnell für die Hagener und zogen bis auf zehn Zähler (20:10) davon. Zweistellig war das Polster auch im zweiten Viertel noch einmal (35:25), doch es sollte keinesfalls so glatt weiterlaufen. »Wir haben richtig gut angefangen, genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, aber schon im zweiten Viertel sind wir dann etwas aus der Spur geraten«, sagte Kendale McCullum, der es wie Teamkollege Jackson Trapp auf 19 Punkte brachte. Zu Beginn hatte dieses Duo herrlich harmoniert und Trapp mit vier Dreiern seine große Stärke ausspielen können, doch als die Würfe aus der Maximaldistanz nicht mehr fallen wollten, schmolz der Vorsprung dahin.

Nach Wiederbeginn mussten die Gastgeber dann mitansehen, wie ihre Nachlässigkeiten in der Defensivarbeit von Hagens Adam Pechacek beinahe nach Belieben ausgenutzt wurden. Der tschechische Nationalspieler erzielte 21 seiner 30 Punkte in der zweiten Halbzeit und davon allein 16 in den dritten zehn Minuten. »Was er da abgezogen hat, war wirklich unglaublich. Aber auch insgesamt waren die Hagener wesentlich stärker als in den beiden Vorbereitungsspielen, die wir gegen sie gewonnen haben«, sagte Paderborns Headcoach Steven Esterkamp. Der sah bei den Seinen wiederum eine Leistungssteigerung im Vergleich zur hauchdünnen Auftaktniederlage in Heidelberg, doch die genügte nicht, um im ersten Heimspiel den ersten Saisonsieg zu landen.

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Gen Ende des Spiels waren wir zu faul.

Kendale McCullum

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An Selbstkritik mangelte es seinen Akteuren, die noch bis zum 85:87 (39.) den Kontakt gehalten, dann jedoch auch in der Offensive Abstimmungsprobleme offenbart hatten, nicht. »Wir haben uns zu viele schlechte Phasen erlaubt. Zuhause darfst du keine 97 Punkte abgeben«, sagte Kapitän Ivan Buntic und auch McCullum konzentrierte sich bei seinem Fazit auf die ausbaufähige Abwehrarbeit: »Gen Ende des Spiels waren wir zu faul, haben den Fokus verloren und in einigen Momenten auf enttäuschende Weise verteidigt.«

Davon, der zweiten Niederlage im zweiten Spiel folgenschwere Wirkung beizumessen, war der 23-jährige US-Boy aber ganz weit entfernt: »Das ist nicht der Start, den wir uns gewünscht haben, doch es ist noch sehr früh in der Saison und wir haben eine neue Mannschaft mit einem neuen Trainer, die noch dabei ist, sich zu finden, sich kennenzulernen und sich zu entwickeln.«

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