Di., 08.10.2019

Die Trikotnummer von Baskets-Guard Ward steht jetzt für sein Wunschgewicht Der Weg zur neuen Leichtigkeit

Die 95 hebt ab: Demetrius Ward kommt seinem Wunschgewicht immer näher und tut sich auch auf dem Spielfeld leichter.

Die 95 hebt ab: Demetrius Ward kommt seinem Wunschgewicht immer näher und tut sich auch auf dem Spielfeld leichter. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Wer am Samstag Augenzeuge des ersten Heimspiels der fleißig überarbeiteten Uni Baskets war, dem wird bei der 85:97-Niederlage gegen Phoenix Hagen in Reihen der Gastgeber eine ganze Menge aufgefallen sein.

Natürlich gibt’s da mit dem neuen Headcoach Steven Esterkamp ein bestens bekanntes Gesicht auf und vor der Trainerbank, zudem befinden sich unter den aktuell neun einsatzfähigen Akteuren gleich sechs neue Spieler, aber da sind auch Veränderungen der unauffälligen Art. Zum Beispiel die 95, die in der vergangenen Saison noch eine 5 war. Gemeint ist die Trikotnummer von Demetrius Ward, die nichts mit Aberglaube oder einer neuen Lieblingszahl zu tun hat, sondern motivierend wirken soll.

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»Ich weiß, dass ich noch mehr Gewicht verlieren muss.

Demetrius Ward

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Diese 95 steht für das Wunschgewicht des 1,88 Meter messenden Pointguards. »Die Zahl soll mich täglich daran erinnern, dass ich weiter hart arbeiten, diszipliniert bleiben und mich gesund ernähren muss, um in meine bestmögliche Verfassung zu kommen«, sagt der 29-Jährige. Vor zwölf Monaten trug das damalige Schwergewicht noch satte 116 Kilogramm mit sich herum. Gen Ende der ersten Saison im Baskets-Dress reifte mehr und mehr der Gedanke, das überflüssige Gepäck abwerfen zu wollen und mittlerweile – nach einem ausgesprochen intensiven und äußerst schweißtreibenden Sommer – hat Ward auf dem Weg zur neuen Leichtigkeit schon ein beeindruckend langes Stück bewältigt: »Momentan bin ich bei 100 Kilogramm, aber eben noch immer nicht ganz zufrieden. Ich fühle mich viel besser, doch ich weiß, dass ich mehr Gewicht verlieren muss. Da geht noch was.«

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Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir anfangen zu gewinnen.

Demetrius Ward

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Auf der Waage soll möglichst bald die gleiche Zahl zu sehen sein wie auf seinem Trikot – aus persönlichen Gründen, aber vor allem auch, weil Ward weiß, dass er der Mannschaft mit jedem Kilogramm weniger mehr wird helfen können. Gegen Hagen bewies der Mann aus Detroit schon einen längeren Atem, erzielte zehn seiner insgesamt 14 Punkte nach der Pause und vermochte die zweite Niederlage im zweiten Spiel doch nicht zu verhindern. Trotzdem sieht er die neuen Baskets vor dem dritten Auftritt – am Mittwoch (19.30 Uhr) bei den Nürnberg Falcons – in einer vielversprechenden Spur. »Wir haben ein junges Team, in dem sich einige Spieler befinden, die erstmals in Deutschland beziehungsweise der ProA spielen. Aber wenn wir so hart weitertrainieren, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir anfangen zu gewinnen«, sagt Ward, der für die Baskets nicht nur dank seiner verbesserten Fitness an Wert gewinnen wird.

Der Mann aus Detroit hat die Einbürgerung beantragt

Der US-Amerikaner, der im Juni 2018 in Wolfenbüttel seine Frau Alina geheiratet hat, wird im November seit sieben Jahren in Deutschland sein und ist guter Dinge, dass er innerhalb der nächsten »drei, vier Wochen« eine positive Antwort auf seinen Einbürgerungsantrag erhält. Als deutscher Back-up auf der Spielmacherposition könnte der langjährige Kapitän der Herzöge Wolfenbüttel dann mit mehr Spielzeit rechnen als bisher und seine hart erarbeitete, neue Leichtigkeit noch besser zur Geltung bringen.

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