Mi., 09.10.2019

Basketball: Uni Baskets Paderborn verlieren 83:92 bei den Nürnberg Falcons. McCullum erzielt 26 Punkte Einbruch im dritten Viertel

Die Uni Baskets Paderborn, hier mit Point Guard Kendale Deshawn McCullum (links) und Power Forward Ryan Patrick Logan (Nummer 12), haben am Mittwochabend auch in Nürnberg mit 83:92 verloren.

Die Uni Baskets Paderborn, hier mit Point Guard Kendale Deshawn McCullum (links) und Power Forward Ryan Patrick Logan (Nummer 12), haben am Mittwochabend auch in Nürnberg mit 83:92 verloren. Foto: Elmar Neumann

Paderborn (WB/jm). Die Uni Baskets Paderborn haben auch ihr drittes Meisterschaftsspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProA verloren. Am Mittwochabend kassierten sie bei den Nürnberg Falcons eine bittere 83:92 (22:21, 20:27, 15:23, 26:21)-Niederlage. Der starke Kendale McCullum avancierte mit 26 Punkten zum Topscorer des Abends.

Das Abrutschen auf Platz 15 machte Baskets-Headcoach Steven Esterkamp sauer: »Wir können viel besser spielen. Die Verteidigung ist das Problem.« Denn das Vorhaben, die Falken unter 80 Punkte zu halten, wurde verfehlt. In der Summe leistete sich der Gast eine zu hohe Eigenfehlerquote. Im dritten Viertel entglitt den Uni Baskets das Spiel nachhaltig, als aus einem noch erträglichen 42:48-Pausenrückstand ein vorentscheidendes 57:71 wurde – das war der Knackpunkt.

»Wir können besser verteidigen«

»Wir können besser verteidigen. Es war das erwartet schwere Match. Das muss ich erstmal sacken lassen«, trauerte Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer verpassten Möglichkeiten hinterher. Denn der Vorjahres-Vize Nürnberg entpuppte sich am Mittwoch beileibe nicht als Übermannschaft.

Das Ergebnis der Vorserie war den Hausherren Warnung genug. Die Uni Baskets konnten den Nürnberger Falken immerhin die Flügel stutzen, hatten im Frankenland mit 77:69 gewonnen. Ohnehin war der Gegner nach dem 73:94 in Rostock spürbar auf Wiedergutmachung aus. So entwickelte sich im Eventpalast am Airport Nürnberg das erwartete körperliche Duell mit hoher Intensität.

Die Baskets hatten in den Tagen zuvor verstärkt am Defenseverhalten gearbeitet, doch immer noch waren Abstimmungsschwierigkeiten unübersehbar. Gleichwohl erwischten die Gäste einen ordentlichen Start, lagen nach zwei Dreiern von McCullum und Logan mit 5:2 und 8:6 vorn. Aus einem 8:11-Rückstand machten die Uni Baskets dank eines 9:0-Laufes ein 17:11 und sollten diese Führung im ersten Viertel nicht mehr hergeben – 22:21.

McCullum der effektivste Paderborner

Es blieb weiter ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als drei Punkten absetzen. Beim 41:40 lag Paderborn das letzte Mal vorn. Nach einer Reihe unglücklicher Wurfentscheidungen übernahmen die Falcons die Initiative und gingen mit einem 48:42-Polster in die Kabine. McCullum war schon da der effektivste Paderborner. »Man hat phasenweise die Hektik bei uns gemerkt. Hoffentlich ziehen wir durch und behalten die Ruhe«, wünschte sich Dominik Meyer für den weiteren Verlauf.

Doch genau das Gegenteil trat ein. Fehlerbehaftete Aktionen im Angriff spielten den Falcons in die Karten und ermöglichten leichte Punktgewinne. Als der Paderborner Rückstand auf 45:58 angewachsen war, versuchte Steven Esterkamp die starke Phase des Gegners mit einer Auszeit zu brechen. Die Uni Baskets wussten wohl durchaus gute Wurfpositionen zu kreieren, doch allzu oft fehlte es der finalen Aktion an Präzision. In sechs Minuten glückten Paderborn lediglich vier Punkte – 47:65. Mit Wut im Bauch wuchtete 2,08-Meter-Hüne Martin Seiferth einen Dunking zum 51:67 in den Korb.

Seiferth und Buntic mit fünf Fouls raus

Fünfeinhalb Minuten vor Schluss war für Martin Seiferth Schluss: fünf Fouls. Wenig später musste beim Stand von 73:84 mit Kapitän Ivan Buntic, der am Dienstag seinen 28. Geburtstag feierte, der nächste große Rebounder wegen Foulbelastung raus. Unter dem Korb war nun gegen den 2,11-Meter-Riesen Jonathan Maier kein Kraut mehr gewachsen. »Uns hat die Energie für ein Comeback gefehlt«, urteilte Esterkamp. So wuchs der Rückstand bis zwei Minuten vor Schluss wieder auf 76:90 an. Steven Esterkamps finaler Auszeit 22 Sekunden vor Schluss (80:92) folgte immerhin noch ein schicker Dreier von Christopher Jackson Trapp zum 83:92-Endstand.

35:46 Rebounds sprechen eine eindeutige Sprache. Offensiv wie defensiv besaß Nürnberg die Lufthoheit. Zwar klappten die »Dreier« auf Paderborner Seite etwas besser (37 Prozent, elf von 30 Würfen fanden das Ziel), doch das dürfte Thomas Reuter – neun Versuche aus der Distanz, bloß zwei Treffer – kaum getröstet haben.

Die Baskets-Statistik

Baskets: Trapp (12 Punkte, 3 Assists, 27:11 Minuten), McCullum (26 Punkte, 6 Assists, 2 Ballgewinne, 34:36 Minuten), Seiferth (10 Punkte, 16:04 Minuten), Logan (15 Punkte, 4 Assists, 10 Rebounds, 30:41 Minuten), Großmann (0 Punkte, 19:36 Minuten), Buntic (2 Punkte, 5 Rebounds, 21:04 Minuten), Ballhausen (4:36 Minuten) , Reuter (6 Punkte, 2 Assists, 4 Ballgewinne, 21:06 Minuten), Ward (12 Punkte, 2 Assists, 6 Rebounds, 25:06 Minuten). Nürnberg: Wilson (20), Pongo (12), Sanders (5), Lee (13), Eismann (0), Maier (20), Schröder (10), Kwilu (0), Ngan (0), Daubner (1), Haukohl (11). Die Viertelergebnisse: 21:22, 27:20, 23:15, 21:26. Zuschauer: 677 Das nächste Spiel: Für die Uni Baskets geht es am Samstag (19.30 Uhr) im Sportzentrum Maspernplatz gegen Aufsteiger Schwenningen weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

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