Sa., 19.10.2019

Die Uni Baskets treffen am Samstag auf die sieglosen Kirchheim Knights Erste Begehrlichkeiten

Trainer Steven Esterkamp und sein Topscorer im Gespräch: Mit 23,5 Punkten pro ProA-Partie führt Kendale McCullum das ligaweite Ranking an.

Trainer Steven Esterkamp und sein Topscorer im Gespräch: Mit 23,5 Punkten pro ProA-Partie führt Kendale McCullum das ligaweite Ranking an. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Es ist noch nicht so, dass die Uni Baskets ihre Gegner in der ProA Abend für Abend in Grund und Boden spielen. Dank des ersten Sieges gegen die Panthers Schwenningen werden sie nach vier Auftritten und vor dem Heimspiel gegen die als einziges noch sieglosen Kirchheim Knights (Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) als Zwölfte geführt. Und doch wecken die Jungs von Headcoach Steven Esterkamp bereits einige Begehrlichkeiten.

Das gilt natürlich allen voran für den Topscorer. Kendale McCullum führt das ligaweite Ranking mit bisher 23,5 Punkten im Schnitt souverän an und glänzte beim Sieg gegen den Aufsteiger erstmals mit einem Triple Double. »Auch wenn die Saison noch sehr jung ist, bin ich mir sehr sicher, dass Kendale schon auf vielen Listen auftaucht. Die Gegner beneiden uns um ihn und der eine oder andere wollte schon wissen: Wo habt ihr diesen Typen nur gefunden?«, sagt Geschäftsführer Dominik Meyer mit einer Portion Stolz in der Stimme.

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Manche fragen: Wo habt ihr diesen Typen nur gefunden?

Dominik Meyer

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Fundort war – nach dem Angebot eines Agenten – die Lewis University in Romeoville (Illinois), wo der 23-Jährige im Trikot der Flyers auf sich aufmerksam machte. Wie es der Zufall wollte, trat der Sohn von Esterkamps ehemaligem Highschool-Trainer gegen McCullums College an und wusste nur Gutes über den potenziellen Paderborner Pointguard zu berichten. »Die Familie meines Ex-Coaches ist eine absolute Basketball-Familie, deren Meinung ich sehr respektiere und wenn die sagen, dass ein Spieler gut ist, dann ist er gut«, sagt Esterkamp. Nachdem dieser die durchweg positiven Bewertungen nach einem persönlichen Treffen in Chicago bestätigt sah, war der Deal perfekt. Rückblickend räumt Esterkamp allerdings ehrlich ein: »Es war nicht einfach und es war mehr Glück als alles andere, unter Tausenden Kandidaten jemanden wie Kendale zu bekommen.«

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Es war mehr Glück als alles andere.

Steven Esterkamp

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Dass ein US-Boy von diesem Format nicht länger als eine Saison in Paderborn zu halten sein dürfte, scheint bereits jetzt ziemlich klar. »Wir müssen uns da nichts vormachen. Wenn eine Topmannschaft oder ein Erstligist kommt, haben wir kaum eine Chance. Wir arbeiten zwar daran, unser Budget zu erhöhen, aber so weit sind wir lange nicht. Wenn uns Kendale zu einer gelungenen Saison verhilft und danach den nächsten Schritt machen möchte, werden wir ihm natürlich keinerlei Steine in den Weg legen und können trotzdem von einer Win-win-Situation sprechen«, sagt Meyer.

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