Baskets-Spielmacher Kendale McCullum wird mit seinem erfolgreichsten Vorgänger verglichen
Auf den Spuren von Tim Black

Paderborn (WB). Als Kendale McCullum gefragt wird, ob er den Namen Tim Black schon einmal gehört hat, müssen er und Cheftrainer Steven Esterkamp schmunzeln. »Ich weiß nichts Genaues, aber es muss sich dabei um einen ehemaligen Teamkollegen unseres Coaches handeln. Ich bin mal von einem Fan angesprochen worden, dass ich ihn mit meiner Spielweise an Tim Black erinnere«, sagt der Pointguard der Uni Baskets.

Mittwoch, 30.10.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 08:14 Uhr
Mit 21,7 Punkten pro ProA-Partie führt Baskets-Spielmacher Kendale McCullum Ilinks) das ligaweite Ranking an. Foto: Elmar Neumann
Mit 21,7 Punkten pro ProA-Partie führt Baskets-Spielmacher Kendale McCullum Ilinks) das ligaweite Ranking an. Foto: Elmar Neumann

Während McCullum am Donnerstagabend (20 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) gegen die Rostock Seawolves erst sein siebtes Spiel im Paderborner Trikot bestreitet, war Black vier Jahre lang, von 2004 bis 2008, der Kopf der Baskets sowie bester Kumpel und kongenialer Partner Esterkamps. Der einstige Small Forward kann die beiden Regisseure deshalb am allerbesten miteinander vergleichen und auch aus seiner Sicht sind gewisse Parallelen nicht von der Hand zu weisen: »Keine Frage, da gibt es Ähnlichkeiten. Wie Tim damals verfügt auch Kendale über herausragende Scorerqualitäten«, sagt Esterkamp, um dann aber doch einen entscheidenden Unterschied zu benennen: »Als Tim nach Paderborn gekommen ist, hatte er schon ein Jahr Zweitligaerfahrung gesammelt. Kendale hingegen ist ein Rookie und gerade noch dabei, sich an die Liga zu gewöhnen.«

Black und Esterkamp – Kumpel und kongeniale Partner

Black hatte in seinem ersten Zweitligajahr sagenhafte 32,9 Punkte im Schnitt für die NVV Lions Mönchengladbach erzielt, ehe er im August 2004 als Antrittsgeschenk des zunächst höchst ambitionierten Namensgebers »Schröno« präsentiert worden war. McCullum führt die ProA aktuell mit 21,7 Punkten pro Partie an, findet sich in den neuen Gefilden aber auch immer besser zurecht. »Der Unterschied zum College ist erheblich. Die Jungs hier sind größer, es wird deutlich physischer und athletischer gespielt, aber ich bin der Meinung, dass ich mich schon ganz ordentlich angepasst habe«, sagt der 23-Jährige.

Es geht um eine bessere Balance

Verbesserungsbedarf gibt es für den jungen Mann, der die NBA-Stars Kyrie Irving (Brooklyn Nets) und Lebron James (Los Angeles Lakers) bewundert, aber natürlich noch jede Menge. Esterkamp beschreibt den Teil des Spiels, an dem der Topscorer noch am meisten arbeiten sollte, wie folgt: »Für Kendale geht es vor allem darum, eine bessere Balance zu finden: Wann attackiere ich selbst den Korb, wann ist es die bessere Lösung, einen Teamkollegen anzuspielen? In diesem Punkt hat er sich im Vergleich zur Vorbereitung schon gesteigert und doch noch einen langen Weg vor sich«, sagt Esterkamp. Dessen ist sich McCullum bewusst, aber bei den Fortschritten, die noch folgen sollen, denkt er weniger an sich als an das gesamte Team: »Es geht nicht darum, dass ich die meisten Punkte mache, sondern darum, dass wir möglichst viele Spiele gewinnen. Wenn wir versuchen, uns jeden Tag zu verbessern, offensiv unser Potenzial abrufen und in der Defensive fokussiert sind, bringen wir alles mit, um in dieser Liga oft als Sieger vom Feld zu gehen.« Gegen Rostock soll am Donnerstag erstmals in dieser Saison ein zweiter Erfolg in Serie her. Von den einmaligen 50 Siegen hintereinander, die sein Headcoach an der Seite von Tim Black auf dem Weg zum Paderborner Erstliga-Aufstieg 2006 gefeiert hat, muss Kendale McCullum ja noch nichts wissen.

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