Mo., 04.11.2019

Nach drei Erfolgen in Serie warten auf die Uni Baskets zwei Härtetests Achter – aber längst nicht am Limit

Kraftpaket auf Korbjagd: Ryan Logan, der sich hier gegen den Rostocker Kalidou Diouf durchsetzt, ist einer der Hauptgründe für die kleine Siegesserie der Uni Baskets.

Kraftpaket auf Korbjagd: Ryan Logan, der sich hier gegen den Rostocker Kalidou Diouf durchsetzt, ist einer der Hauptgründe für die kleine Siegesserie der Uni Baskets. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Nach einem Viertel der Hauptrunde rangieren die Uni Baskets in der ProA-Tabelle zum ersten Mal da, wo sie sich am liebsten auch am Ende sehen wollen – auf einem Play-off-Platz.

Mit drei Erfolgserlebnissen in Serie haben sie sich auf die achte Position vorgearbeitet. Den vier Niederlagen stehen jetzt auch vier Siege gegenüber und die Mannschaft des neuen Cheftrainers Steven Esterkamp hinterlässt den Eindruck, mindestens so aussichtsreich unterwegs zu sein wie das Team seines Vorgängers Uli Naechster, das die Endrunde der Spielzeit 2016/2017 als Zehnter um einen einzigen Sieg (14/16) verpasst hat. Die Sehnsucht nach der ersten Play-off-Teilnahme seit dem 2011/2012 unter Thomas Glasauer erspielten fünften Platz (16/12) ist groß, für den aktuellen Headcoach aber (öffentlich) noch kein Thema. »Es ist viel zu früh, um zu wissen, was die Platzierung bedeutet. Ich blicke weiterhin nur von Spiel zu Spiel und bin froh, dass wir derzeit sogar gewinnen, wenn wir derart schlecht spielen wie in Ehingen«, sagt Esterkamp.

Letztmals waren die Baskets 2011/2012 in den Play-offs

Dass sich der 38-Jährige in Zurückhaltung übt, liegt auch an der Qualität der zwei Gegner, die auf seine Baskets warten. Am Samstag (19.30 Uhr) gastiert der auswärts noch unbesiegte Ligafünfte Science City Jena im Sportzentrum Maspernplatz. Eine Woche später folgt mit dem Auftritt beim neuen Spitzenreiter Niners Chemnitz die ultimative Herausforderung auf den Tabellenachten. »Das sind zwei große Tests für uns. Ich bin gespannt, wie sich meine Mannschaft da schlägt. Klar ist, dass wir viel, viel besser spielen müssen als in Ehingen«, sagt Esterkamp.

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Das sind zwei große Tests für uns. Ich bin gespannt.

Steven Esterkamp

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Klar ist ebenso, dass es wieder eines starken Auftritts des Mannes bedürfen wird, der sich mehr und mehr in den Fokus spielt: Ryan Logan. Die Feldwurfquote des Power Forwards lag in den jüngsten fünf ProA-Partien bei 52,3 Prozent. Gegen Kirchheim und Rostock (jeweils 22 Punkte) glänzte er als Topscorer, gegen Tübingen mit einem gerade für einen Vierer sehr bemerkenswerten Double-double (zwölf Assists, elf Rebounds) und auch seine 15 Punkte in Ehingen waren von großer Bedeutung. »Ich fühle mich hier in Paderborn einfach unglaublich wohl und das wirkt sich natürlich auch positiv auf meine Leistungen aus«, sagt der Neuzugang vom SC Rist Wedel, den Kapitän Ivan Buntic respektvoll als einen »Guard auf der Vier« bezeichnet. Logans Trainer zeigt sich ebenfalls angetan von den Leistungen des 25-Jährigen. Aber Esterkamp wäre nicht Esterkamp, wenn er nicht auch die Bereiche anspräche, in denen er eine ganze Menge Verbesserungspotenzial ausmacht: »Ich bin bislang zufrieden mit Ryan. Er macht in der Offense einen guten Job und kann in der Defense auf der Drei, Vier und Fünf für uns verteidigen. Aber da geht noch viel mehr. Er muss noch lernen, schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen.«

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Ich fühle mich in Paderborn einfach unglaublich wohl.

Ryan Logan

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Was für Logan gilt, gilt auch für den Rest des Teams. »Wir können weiterhin einiges verbessern«, sagt Buntic. Der Brettspieler ist aber sehr froh, diese Feststellung auf der Basis einer ausgeglichenen Bilanz treffen zu dürfen und traut sich und seinen Mannschaftskollegen auch gegen die mit ungleich höheren Etats ausgestatteten Favoriten aus Thüringen und Sachsen einiges zu: »Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit jedem mithalten können. Das haben wir mit unserem Sieg in Tübingen bereits bewiesen.« Jener 77:75-Erfolg gegen die Tigers war der Ausgangspunkt der bislang drei Spiele währenden Serie, deren Ausbau ein Novum bedeutete. Ivan Buntic trägt seit der Saison 2014/2015 das Baskets-Trikot und hat sich in diesem Zeitraum noch nie über mehr als drei Erfolgserlebnisse hintereinander freuen dürfen.

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