So., 10.11.2019

Die Siegesserie der Uni Baskets endet gegen BBL-Absteiger Jena Zu lange in Geberlaune

Jackson Trapp ist mit drei Dreiern in Serie verantwortlich dafür, dass die Uni Baskets BBL-Absteiger Jena zwischenzeitlich noch einmal ganz nah kommen. Am Ende aber heißt es 98:88 für die Gäste aus Thüringen.

Jackson Trapp ist mit drei Dreiern in Serie verantwortlich dafür, dass die Uni Baskets BBL-Absteiger Jena zwischenzeitlich noch einmal ganz nah kommen. Am Ende aber heißt es 98:88 für die Gäste aus Thüringen. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Trier, Bamberg, Braunschweig, Düsseldorf, Frankfurt – zehneinhalb Jahre ist es her, dass die Baskets zum letzten Mal mehr als drei Spiele in Folge für sich entscheiden konnten. In der BBL-Saison 2008/2009, nicht zufällig die erfolgreichste der Vereinsgeschichte, waren es sogar die aufgezählten fünf in Serie.

Am Samstag starteten die Uni Baskets nach den Siegen gegen Tübingen, Rostock und Ehingen mal wieder einen Versuch, vier Mal hintereinander als Gewinner vom Feld gehen zu dürfen, scheiterten bei diesem ambitionierten Vorhaben aber an einem zu starken Gegner: Das Heimspiel gegen den BBL-Absteiger Science City Jena ging letztlich trotz einer begeisternden Aufholjagd mit 88:98 (38:56) verloren.

Die Gäste reisten ohne ihren »aus gesundheitlichen Gründen« fehlenden Headcoach Frank Menz an, legten aber auch unter der Leitung von Co-Trainer Steven Clauss einen beeindruckenden Start hin. 34:21 für Jena hieß es nach dem ersten Viertel, 46:27 Mitte des zweiten Viertels. Das Team aus Thüringen, angeführt vom Ex-Paderborner Matt Vest (24 Punkte), traf jede Menge (61 Prozent aus dem Feld vor der Pause), die Mannschaft von Trainer Steven Esterkamp deutlich weniger als nötig (1/8 Dreier vor der Pause). »Unsere Transition-Defense war in der ersten Halbzeit sehr schlecht. Jena hat uns teilweise überrannt und wenn wir dann selbst unsere Würfe nicht treffen, wird es eben sehr, sehr schwierig«, sagte Paderborns Shooting Guard Jackson Trapp.

Als der Rückstand nach Wiederbeginn direkt die 20-Punkte-Marke erreichte (38:58/21.), schien die Begegnung dem sich längst abzeichnenden Trend treu zu bleiben. Doch dieser Eindruck täuschte. Die Baskets hatten den vierten Sieg in Serie nicht aus den Augen verloren und noch einen spektakulären Kraftakt parat. 54:68 (25.) stand es, ehe Ivan Buntic und Kendale McCullum mit vier Punkten einen 13:0-Lauf begannen, dessen brandheißer Protagonist Jackson Trapp hieß. 73 Sekunden genügten dem Distanzwurfspezialisten, um mit drei Dreiern in Folge auf 67:68 zu stellen. Doch als die Maspernhölle überzukochen drohte, blieben die auswärts unbezwungenen Jenaer (5/0) eiskalt. Dennis Nawrocki sorgte per Buzzer Beater zum 67:71 noch vor dem Viertelende für einen ersten Stimmungskiller und auch im letzten Abschnitt zeigte sich der Titelanwärter zu abgezockt, um sich die Blöße einer kompletten Wende zu geben. »Wir haben uns gut herangekämpft, aber der Vorsprung, den wir Jena in der ersten Halbzeit gegönnt haben, war einfach zu groß, um tatsächlich für den Sieg in Frage zu kommen«, sagte Trapp.

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Wir müssen noch härter an unserer Defense arbeiten.

Jackson Trapp

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Dem 27-Jährigen, mit 21 Punkten nach Universalkraft McCullum (22 Punkte, 9 Rebounds, 11 Assists), bester Paderborner Punktesammler, war nach der Schlusssirene auch sofort klar, woran es im Hinblick auf den Start einer neuen Serie zu werkeln gilt: »Wir müssen noch härter an unserer Defense arbeiten. 56 Punkte in einer Halbzeit dürfen wir niemandem erlauben. In der Offensive läuft es über weite Phasen akzeptabel, aber wenn wir gegen so gute Gegner wie Jena gewinnen wollen, ist die Verteidigung der Schlüssel.« Den Respekt von Seiten des Siegers hatten sich die Verlierer aber trotz der noch zu durchlässigen Defensive verdient. » Spätestens wenn Daniel Mixich und Grant Benzinger wieder fit sind, ist Paderborn für mich ein klarer Play-off-Kandidat. Das ist ein sehr gefährliches Team und umso glücklicher sind wir, hier gewonnen zu haben«, sagte Vest über seinen Ex-Verein.

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