Di., 12.11.2019

Jenas Steven Clauss erwartet Paderborn in den Play-offs Gegner setzen auf die Baskets

Kendale McCullum hat im teaminternen Ranking nach den Rubriken Punkte (20,7) und Assists (7,2) auch die Führung bei den Rebounds pro Spiel (6,7) übernommen. In dieser Szene setzt sich der 1,85 Meter große Pointguard gegen Jenas Jan Heber durch.

Kendale McCullum hat im teaminternen Ranking nach den Rubriken Punkte (20,7) und Assists (7,2) auch die Führung bei den Rebounds pro Spiel (6,7) übernommen. In dieser Szene setzt sich der 1,85 Meter große Pointguard gegen Jenas Jan Heber durch. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Die Zwischenbilanz der Uni Baskets ist nach der fünften Niederlage in der neunten ProA-Partie, dem 88:98 (38:56) gegen Science City Jena, wieder leicht negativ (4/5). Die gegen Paderborn siegreichen Konkurrenten beurteilen die Leistungen der Baskets jedoch weiterhin sehr positiv.

Nach dem Heidelberger Headcoach Branislav Ignjatovic, der den eigenen Fans im Anschluss an den 85:83-Erfolg mitgeteilt hatte, dass der Saisonverlauf belegen werde, dass man gegen eine sehr starke Mannschaft gewonnen habe, zeigte sich auch Jenas Assistant Coach Steven Clauss voll des Lobes. Seine Ausführungen gipfelten in der Aussage: »Das Paderborner Team werden wir in den Play-offs sehen.« Dieser Meinung ist nach etwas mehr als einem Viertel der Hauptrunde auch die Tabelle, in der die Mannschaft von Trainer Steven Esterkamp – dank der Trierer Heimniederlage gegen die Rostock Seawolves (68:73) – noch immer als Achter geführt wird.

Esterkamp fordert weitere Leistungssteigerung

Esterkamp wehrt sich nicht dagegen, wenn die Gegner meinen, seinem Team ein gutes Zeugnis ausstellen zu müssen: »Das ist sehr nett, wenn Steven Clauss das über uns sagt.« Der neue Chef auf der Baskets-Bank hat auch nichts dagegen, dass er und die Seinen als Play-off-Kandidat gehandelt werden. Aber ein paar einschränkende Worte möchte der 38-Jährige doch loswerden. »Um die Play-offs zu erreichen, müssen wir besser spielen als zuletzt«, sagt der Mann aus Cincinnati und fügt schließlich hinzu: »Wenn wir aber jede Woche so hart arbeiten, wie wir das in den vergangenen drei, vier Wochen getan haben, sehe ich eine realistische Chance, dass wir auch drei, vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde in einer Position sind, in der wir um einen der acht Play-off-Plätze kämpfen können.«

Center Martin Seiferth hat sich gegen Jena die Nase gebrochen. Foto: Elmar Neumann

Dass am Einsatz seiner Akteure nichts scheitern dürfte, war gegen Jena abermals zu sehen. »Ich bin stolz darauf, wie sich die Mannschaft nach dem deutlichen Rückstand bis auf einen Punkt herangekämpft hat«, sagt Esterkamp. Ein Musterbeispiel für die beeindruckende Moral gibt es auch: 2:10 Minuten im vierten Viertel waren gespielt, als Jenas Alex Herrera im Kampf um den Rebound einen Ellenbogen direkt auf Martin Seiferths Nase platzierte. Der Gäste-Center kassierte dafür ein Offensivfoul, der Alley-oop-Experte der Baskets kehrte nach kurzer Behandlung trotz großer Schmerzen aufs Feld zurück. Mittlerweile ist klar, dass die Nase des 29-Jährigen gebrochen ist, er jedoch keine lange Pause zu befürchten hat. »Martin hat großen Respekt dafür verdient, dass er bis zum Schluss durchgehalten hat. Zum Glück ist der Bruch nicht ganz so schlimm. Es wird jetzt eine Maske angefertigt und ich gehe davon aus, dass ich in unserem nächsten Spiel gegen Chemnitz wieder auf ihn zählen kann«, sagt Esterkamp.

McCullum teamintern auch in der Rebound-Statistik vorne

Gegen den Tabellenführer, die formstarken, sieben Mal in Serie siegreichen Südwestsachsen, wird es auch erneut auf den Paderborner Playmaker Kendale McCullum ankommen und der kennt sich aus mit Spitzenpositionen. Im ligaweiten Ranking ist er sowohl bei den Punkten (20,7) als auch bei den Assists (7,2) pro Spiel die Nummer eins, teamintern macht ihm seit dem Jena-Spiel selbst in der Rubrik Rebounds pro Begegnung niemand mehr etwas vor. Dank seines Beinahe-Triple-Doubles (22 Punkte, 9 Rebounds, 11 Assists) hat er nun 6,7 Abpraller im Schnitt gesammelt und Ryan Logan (6,0) auf Platz zwei verdrängt. Das reicht in der ProA-Rangliste für den achten Platz – nicht schlecht für einen nur 1,85 Meter großen Guard.

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