Mo., 23.12.2019

2. Basketball-Bundesliga: großartige Stimmung beim Sieg der Uni Baskets Spektakulär ins Weihnachtsfest

Demetrius Ward (Nummer 95) war Topscorer der Uni Baskets beim 11:2:97-Sieg gegen Karlsruhe. Der US-Amerikaner erzielte im letzten Paderborner Heimspiel des Jahres 22 Punkte.

Demetrius Ward (Nummer 95) war Topscorer der Uni Baskets beim 11:2:97-Sieg gegen Karlsruhe. Der US-Amerikaner erzielte im letzten Paderborner Heimspiel des Jahres 22 Punkte. Foto: Jörn Hannemann

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Diese Partie war alles andere als normal. Im letzten Heimspiel des Jahres in der 2. Basketball-Bundesliga bezwangen die Uni Baskets die PS Karlsruhe Lions mit 112:97 (57:56).

Für die Paderborner waren die 112 erzielten Zähler die größte Punkteausbeute seit mehr als drei Jahren. In der Saison 2016/17 hatten die Baskets bei den Dresden Titans mit 130:125 gewonnen – damals allerdings nach doppelter Verlängerung.

»Das war eine außergewöhnliche Partie«, meinte auch Baskets-Headcoach Steven Esterkamp, der allerdings nicht nur Positives im Spiel seiner Mannschaft sah: »Offensiv war das natürlich eine gute Leistung, aber das ist auch nicht unser Problem. Wir müssen an unserer Defensive arbeiten, da haben wir vor allem in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht.«

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Eine außergewöhnliche Partie

Baskets-Coach Steven Esterkamp

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Die erste Schlüsselszene der Partie bekamen die 1656 Zuschauer im Sportzentrum Maspernplatz nach einer hektischen Anfangsphase in der neunten Minute zu sehen, als Karlsruhes Kapitän Orlando Parker den am Boden liegenden Daniel Mixich anging, sein zweites unsportliches Foul kassierte und das Parkett so vorzeitig verlassen musste. »Diese Situation hat das Spiel entschieden«, ärgerte sich Lions-Coach Ivan Rudez, der sich ob der Foulverteilung »schockiert« zeigte: »Die Paderborner hatten 30 Freiwürfe mehr als wir. Das ist eine gigantische Zahl. Dennoch muss man den Baskets ein Kompliment aussprechen, sie haben offensiv sehr viel Qualität, haben sehr gut gespielt und sich den Sieg so verdient.«

In der Tat erwischten die Baskets im Angriff einen echten Sahnetag und trafen bis zur Halbzeit unglaubliche 71 Prozent ihrer Dreier. Die runderneuerten Karlsruher ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und kämpften sich nach einem deutlichen Rückstand nach dem ersten Viertel (28:19) bis zur Pause auf einen Zähler heran (57:56). Maßgeblich daran beteiligt waren Jeremy Dunbar und KC Ross-Miller, die bis zum Seitenwechsel 18 respektive 20 Zähler erzielten. »Die Beiden haben wir nach der Pause gut in den Griff bekommen«, lobte Esterkamp, dessen Team dem Duo in den zweiten 20 Minuten lediglich noch drei Zähler erlaubte.

Angriff erwischt Sahnetag

Die wiedererstarkte Defense, gepaart mit der ohnehin gut aufgelegten Offense, sorgte dafür, dass sich die Baskets im dritten Viertel wieder einen zweistelligen Vorsprung erspielten (90:80). Die Entscheidung war dies an diesem außergewöhnlichen Abend im Sportzentrum aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Die Lions kamen fünfeinhalb Minuten vor dem Ende noch einmal auf vier Zähler (96:92) heran und hatten die Möglichkeit, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Die Baskets bewahrten in dieser schwierigen allerdings die Nerven, ließen in der verbleibenden Spielzeit nur noch fünf Punkte zu und verdienten sich so den Erfolg. »Das hat sehr viel Spaß gemacht. Zumal die Stimmung auch richtig gut war. So kann es gerne öfter sein, wenn wir dann auch besser verteidigen«, freute sich Baskets-Kapitän Ivan Buntic.

Bester Werfer der Paderborner, bei denen gleich fünf Spieler zweistellig scorten, war Demetrius Ward mit 22 Punkten. Ihm folgte Kendale Mc Cullum, der nicht nur 21 Punkte erzielte, sondern auch 7 Rebounds, 8 Assists und 5 Steals auflegte. Durch den fünften Heimsieg der Saison werden die Paderborner Weihnachten definitiv auf einem Play-off-Platz verbringen. Allerdings wartet bereits am 28. Dezember die nächste Hürde auf die formstarken Paderborner. Dann gastieren die Ostwestfalen bei den Gladiators Trier um Ex-Baskets-Spieler Till Gloger. Das erste Heimspiel der Uni Baskets im neuen Jahr steht am 4. Januar auf dem Programm, wenn sich das Team Ehingen Urspring im Sportzentrum vorstellt.

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