Sa., 28.12.2019

Im letzten Spiel des Jahres gastieren die Baskets bei den Gladiators Trier Großer Respekt auf beiden Seiten

In den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 war Chase Adams Pointguard der Uni Baskets. Seit vier Wochen spielt er für Trier.

In den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 war Chase Adams Pointguard der Uni Baskets. Seit vier Wochen spielt er für Trier. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Keine Frage, in der Offensive der Uni Baskets läuft es. Den bisher beeindruckendsten Beweis lieferte des Team von Headcoach Steven Esterkamp im jüngsten Heimspiel mit dem 112:97-Sieg über die Karlsruhe Lions ab. Noch mehr Punkte nach 40 Minuten hatte eine Paderborner Mannschaft seit dem BBL-Abstieg 2010 nur ein einziges Mal auf dem Konto. Am 25. September 2011 hieß es direkt zum Saisonauftakt sogar 119:92 – auch gegen Karlsruhe.

Mit 85,6 Punkten pro Partie werden die Uni Baskets vor dem Auftritt bei den Gladiators Trier am Samstag, 28. Dezember (19.30 Uhr), als drittbestes Offensiv-Team der ProA geführt. Nur der souveräne Tabellenführer Chemnitz (93,3) und dessen Verfolger Bremerhaven (87,3) sammeln mehr Zähler. Aber das Spielfeld hat ja auch noch eine andere Seite und da fällt die Zwischenbilanz auf den ersten Blick weitaus weniger play-off-reif aus. Bislang 86,3 kassierte Punkte bedeuten den schlechtesten Wert der gesamten Liga, doch dem misst Esterkamp nur bedingte Aussagkraft bei: „Ja, wir müssen uns in der Defense weiter verbessern. Wir bekommen noch zu viele Punkte. Aber für uns ist es wichtiger, wie viele Punkte die Gegner pro Ballbesitz erzielen und da entwickeln wir uns Woche für Woche weiter.“

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Das ist ein ganz starker Gegner.

Steve Esterkamp

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Ein weiterer Schritt nach vorne wird auch in der Arena Trier erforderlich sein, denn die Gastgeber erwarten die Baskets mit einer besonders breiten Brust: Dank fünf Siegen in Serie haben sich die Gladiators (9/6) auf Rang sieben vorgearbeitet und liegen damit ein Erfolgserlebnis sowie einen Platz vor den Baskets (8/7). Der Respekt ist allerdings beiderseits äußerst ausgeprägt. „Paderborn ist eine unglaublich offensivstarke Mannschaft, sehr, sehr ausgeglichen besetzt“, sagt Triers Trainer Christian Held (31). „Das ist ein ganz starker Gegner. Trier spielt sehr gut zusammen und verteidigt extrem gut“, sagt Esterkamp (38), was Zahlen belegen. Exakt 78,2 Punkte sind den Gegnern der Gladiatoren vergönnt. Auch hier sind lediglich Chemnitz (78,1) und Bremerhaven (75,1) besser.

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Paderborn ist eine unglaublich offensivstarke Mannschaft.

Christian Held

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Es trifft also die drittbeste Verteidigung auf den drittbesten Angriff, aber es ist nicht so, dass Esterkamp nicht auch von Triers Offensive sehr angetan wäre. Da gibt es zum einen US-Comboguard Jordan Geist, der mit 18,6 Punkten zweitbester Werfer der Liga ist, aber auch zwei Ex-Paderborner: Center Till Gloger (16,8) und den Ende November nachverpflichteten Spielmacher Chase Adams (8,3), die in der Saison 2016/17 gemeinsam für die Baskets am Ball waren. „Es hilft uns nicht, wenn wir uns nur auf einen Spieler konzentrieren. Das wird eine große Herausforderung für uns. Doch genau das ist es, was mein Team braucht, um sich weiterzuentwickeln“, sagt Esterkamp.

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