So., 29.12.2019

Vor den Uni Baskets haben schon einige Topteams in Trier verloren In bester Gesellschaft

Mit 19 Punkten ist Martin Seiferth (links, neben Henning Ballhausen) der Paderborner Topscorer bei der Niederlage in Trier.

Mit 19 Punkten ist Martin Seiferth (links, neben Henning Ballhausen) der Paderborner Topscorer bei der Niederlage in Trier. Foto: Elmar Neumann

Paderborn (WB/en). Den Uni Baskets ist es nicht anders ergangen als den Topteams der ProA. Wie der sonst so souveräne Spitzenreiter Niners Chemnitz, der seine bislang einzige Niederlage in der Trier Arena kassiert hat (92:97), sowie der Tabellendritte Science City Jena (79:100) musste sich an selber Stätte auch die Mannschaft von Headcoach Steven Esterkamp geschlagen geben.

Mit 91:76 (42:37) ging das Duell an die formstarken Gastgeber, die ihren sechsten Sieg in Serie feierten, während die Gäste acht Tage nach dem beeindruckenden 112:97 über Karlsruhe auf beiden Seiten des Courts ein paar Probleme zu viel offenbarten.

Martin Seiferth ist mit 19 Punkten Paderborns Topscorer

„Zum einen haben wir schlecht verteidigt und Trier 17 Offensivrebounds holen lassen, zum anderen haben wir viele freie Würfe nicht getroffen und uns 17 Ballverluste geleistet – so kannst du gegen ein so starkes Team wie Trier einfach nicht gewinnen“, sagte Esterkamp. Der Baskets-Cheftrainer sprach zudem von Glück, dass seine Mannschaft nach den ersten 20 Minuten trotz dieser Defizite lediglich mit fünf Punkten (37:42) zurückgelegen habe: „Schon da haben uns die Energie und der Fokus in der Defense gefehlt.“ Offensiv war es allen voran Martin Seiferth, der einiges kaschierte. Der Center profitierte von den Trierer Problemen in der Pick-and-Roll-Verteidigung und hatte bereits nach der ersten Halbzeit 14 Punkte auf dem Konto. Nach Wiederbeginn hielten die Baskets noch bis zum 41:44-Rückstand den Kontakt, doch weil die Gladiators mit der Unterstützung von 4187 (!) Fans die Intensität in der Abwehrarbeit steigerten und Seiferth unter Kontrolle bekamen, blieb es nicht so eng. Trier zog erst auf 54:44 (26.) und mit einem 15:4-Lauf bis zur Mitte des letzten Viertels auf 79:59 (35.) davon. Zwar arbeiteten sich die Baskets noch einmal auf 67:79 (38.) heran, aber mit einem Dreier des Ex-Paderborners Chase Adams zum 82:67 war die Frage nach dem Sieger dann endgültig beantwortet.

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Wir waren insgesamt etwas zu zögerlich.

Steven Esterkamp

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„Wir haben in der Defense zu oft geschlafen. Das hat uns das Genick gebrochen“, sagte Paderborns Topscorer Seiferth (19 Punkte), dem es im Gegensatz zum Sieg gegen Karlsruhe an flankierenden Kräften fehlte. Neben dem Brettspieler punkteten nur Jackson Trapp (17) und Kendale McCullum (16) zweistellig. Vor allem die Dreier (9/26, 35 Prozent) wollten nicht ansatzweise so fallen, wie es noch gegen Karlsruhe (17/28, 61 Prozent) der Fall gewesen war. Insbesondere die acht Tage zuvor noch glänzenden Daniel Mixich und Demetrius Ward waren in der Offensive weit von einem guten Abend entfernt, brachten – zusammengerechnet – nur fünf von 22 Feldwürfen (2/11 Dreier) im Korb unter. „Wir waren insgesamt etwas zu zögerlich. Um einen solchen Gegner zu besiegen, müssen wir in der Offensive schnellere und bessere Entscheidungen treffen“, sagte Esterkamp, vergaß aber auch nicht, die Leistung der Gladiators zu würdigen: „Es macht sogar ein bisschen Spaß, wenn man sieht, wie gut ihr Zusammenspiel ist.“

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