Fr., 31.01.2020

Thomas Reuter macht bei den Baskets viele Dinge, die nicht jeder sieht Unter dem Radar

Seit dieser Saison spielt der gebürtige Hagener Thomas Reuter für die Uni Baskets. Am Samstag trifft er mit dem Play-off-Anwärter auf Tabellennachbar Heidelberg.

Seit dieser Saison spielt der gebürtige Hagener Thomas Reuter für die Uni Baskets. Am Samstag trifft er mit dem Play-off-Anwärter auf Tabellennachbar Heidelberg. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Wenn von den (erstaunlich) starken Neuzugängen der Uni Baskets die Rede ist, fallen natürlich zuallererst die Namen Kendale McCullum, Jackson Trapp und Ryan Logan. Dagegen fliegt Thomas Reuter bisher etwas unter dem Radar – obwohl sich Headcoach Steven Esterkamp auch mit den Leistungen des ehemaligen Jugendnationalspielers sehr zufrieden zeigt: „Thomas macht einen wirklich guten Job und ist extrem wichtig für die Mannschaft, weil er viele Dinge erledigt, die die Leute nicht auf den Statistikbögen wiederfinden.“

Für jeden problemlos zu finden sind vor dem Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Academics Heidelberg (Sa., 19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) Werte wie 4,3 Punkte und 2,4 Rebounds pro Spiel. Gut 18 Minuten vertraut Esterkamp dem gebürtigen Hagener in dessen Premieren-ProA-Saison an und sowohl mit dieser Einsatzzeit als auch mit seiner Ausbeute ist Reuter völlig einverstanden: „Ich fühle mich hier sehr wohl und habe die Rolle, die ich mir gewünscht habe. Nachdem ich die vorangegangenen fünf Jahre in der ProB verbracht hatte, musste ich mich erst an das höhere Niveau gewöhnen, aber das ist mir doch relativ schnell gelungen.“ In puncto Intensität und Tempo, sagt Esterkamp, habe der Small Forward zu Beginn noch Nachholbedarf offenbart, doch mittlerweile ist der Cheftrainer voll des Lobes. „Thomas hat sich toll entwickelt, versteht unser Spiel immer besser, trifft jetzt viel schnellere und bessere Entscheidungen“, sagt Esterkamp – und knüpft an das lesenswerte Zwischenzeugnis doch sogleich eine klare Forderung: „Ich erwarte noch mehr von Thomas, weil ich weiß, dass er uns noch eine Menge mehr geben kann.“ Zweifel an dieser Einschätzung hegt Reuter nicht: „Ich kann mich in allen Bereichen verbessern und bin auch fest gewillt, das zu tun.“

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Ich kann mich in allen Bereichen verbessern.

Thomas Reuter

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Es trifft sich gut, dass er mit dem Lehramtsstudium (Englisch und Pädagogik) die Zielgerade erreicht hat. Die Kurse sind allesamt absolviert. „Lediglich“ die Masterarbeit und zwei Hausarbeiten hat er noch vor sich. Langfristig sieht sich „Herr Reuter“ als Gymnasiallehrer vor einer Klasse stehen, zunächst aber gilt die Konzentration für einige weitere Jahre seinem Lieblingssport. „Bevor ich mich irgendwann in den Lehrerberuf verabschiede, setze ich voll auf Basketball. Ich fühle mich super fit und kann mir gut vorstellen, noch mindestens bis 35 zu spielen.“

Nun ist der 1,98-Meter-Mann am Samstag aber gerade erst 28 Jahre alt geworden und blickt vor allem auf das nächste Spiel, in dem der Gegner Heidelberg heißt. „Das ist ein tougher Gegner, der nach dem Ausfall von Shyron Ely etwas aus dem Rhythmus gekommen ist. Wir hätten schon das Hinspiel für uns entscheiden sollen, müssen nun – nach den zwei Auswärtsniederlagen – aber definitiv gewinnen, wenn wir unsere Play-off-Ambtionen untermauern wollen“, sagt Reuter, der einst mit seinem jetzigen Teamkollegen Martin Seiferth für die Eastern Washington University aufgelaufen ist.

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Thomas hat schon große Spiele für uns abgeliefert.

Steven Esterkamp

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Martin Seiferth – das ist kein Neuzugang, aber eben auch einer der Akteure, die die Fans auf dem Radar haben, wenn es um spektakuläre Aktionen geht. Doch es ist ja keinesfalls so, dass Thomas Reuter einzig unter dem Radar unterwegs ist. Sowohl beim Sieg in Tübingen als auch beim Erfolg über die Artland Dragons hat der fünfmalige BBL-Spieler (2011/12, Kurzeinsätze für Phoenix Hagen) bewiesen, dass er einer für die „big shots“ ist, wie Esterkamp sagt: „Thomas hat schon große Spiele für uns abgeliefert und ich hätte nichts dagegen, wenn das gegen Heidelberg wieder so ist.“

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