Basketball: Uni Baskets Paderborn Sonntag beim aufstrebenden Verfolger Phoenix Hagen gefordert
Gegenfeuer legen

Paderborn  (WB/jm). Drei Niederlagen hintereinander, trotzdem immer noch auf Play-off-Platz acht: Das zeigt, dass die Uni Baskets Paderborn in den Wochen zuvor einen richtig guten Job gemacht haben müssen. Daran anzuknüpfen, wünscht sich Headcoach Steven Esterkamp vor dem anspruchsvollen Gastspiel am Sonntag (17 Uhr) beim Tabellenelften Phoenix Hagen.

Freitag, 07.02.2020, 21:00 Uhr
Thomas Reuter weist eine Hagener Vergangenheit auf und freut sich auf ein besonderes Spiel an früherer Wirkungsstätte. Phoenix-Chefcoach Chris Harris war sein Jugendtrainer. Foto: Elmar Neumann
Thomas Reuter weist eine Hagener Vergangenheit auf und freut sich auf ein besonderes Spiel an früherer Wirkungsstätte. Phoenix-Chefcoach Chris Harris war sein Jugendtrainer. Foto: Elmar Neumann

„Wir müssen uns 40 Minuten auf unsere Aufgabe fokussieren. Wenn wir den Gegner unter 85 Punkte halten können, haben wir eine Chance.“ Kurze Konzentrations-Auszeiten wie gegen Heidelberg, ausgehend von Fehlern in der Offensive, sollten vermieden werden, appelliert Steven Esterkamp. „Turnover haben Heidelberg sechs bis acht leichte Korblegerpunkte ermöglicht. Sowas ist nicht zu verteidigen. Und das war letztlich spielentscheidend.“

Hagen schlägt heimstarke Leverkusener

„Wir sind das Feuer“, laut der griffige Slogan der Hausherren. Wird also sicher heiß zugehen in der Ische-Hölle. Hagen holte aus den zurückliegenden elf Spielen acht Siege, lauert nur noch zwei Punkte hinter Kendale McCullum und Co. und kann die Uni Baskets mit einem Heimsieg aus den Play-off-Rängen kegeln. Am Selbstbewusstsein sollte es dem Phoenix nicht mangeln: Am Donnerstagabend nahmen die kaltschnäuzigen und deckungsstarken Hagener mit 84:68 als erst zweites Team in dieser Saison die Heimfestung der Leverkusen Giants ein.

Schon das Hinspiel, die Saison-Heimpremiere in der Maspernhalle, hatten die Paderborner mit 85:97 verloren. Besonders Hagens 2,06 Meter großer tschechischer Nationalspieler Adam Pechacek erwischte damals einen Sahnetag und schenkte den Uni Baskets 30 Punkte ein. McCullum monierte an jenem tristen Oktobertag: „Wir haben in einigen Momenten auf enttäuschende Weise verteidigt.«

„Dem Gegner unseren Stil aufzwingen“

Vier Monate später ist die Verteidigung noch immer nicht stabil. „Unsere Eins-gegen-Eins-Verteidigung muss besser werden, doch wir machen jede Woche einen guten Schritt. Wenn es uns dann noch gelingt, als Team zusammenzuspielen, dem Gegner unseren Stil aufzuzwingen und die drei, vier Minuten ohne Fokus abzustellen, sehe ich beste Chancen“, meint Esterkamp. Die Revanchegelüste seien groß: „Alle sind an Bord. Wir haben sehr gut, sehr intensiv trainiert. Die Jungs brennen.“ Die hohe Kunst: Feuer mit Feuer bekämpfen. Dass Hagen ein Donnerstag-Spiel in den Beinen hat und sein Team ausgeruht ist, führt der Baskets-Coach nicht als Vorteil ins Feld. „Die Zeit bis Sonntag reicht zum Regenerieren.“ Einzige nutznießende Maßnahme sei, dass der 84:68-Streich noch analysiert werden könne.

Thomas Reuter an früherer Wirkungsstätte

Thomas Reuter (28) dürften Sonntag nostalgische Gefühle überkommen. Hagens Chefcoach Chris Harris war einst sein Jugendtrainer. Reuter hatte seine Profikarriere 2010 bei Brandt Hagen gestartet, wechselte über BBV Hagen zu Phoenix Hagen: „Das wird ein ganz besonderer Moment, ein ganz besonderes Spiel für mich. Ich habe bei Phoenix Hagen meine Jugend verbracht und freue mich auf die Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte.“

Steven Esterkamp schätzt Phoenix Hagen als „starke Mannschaft“ und als „gut gecoacht“. Groß besetzt unter dem Brett, mit dem aus Chicago nachverpflichteten Amerikaner Jonathan Octeus als flinkem Aufbauspieler, dem gefährlichen Topscorer Kyle Mitchel Leufroy und Routinier Dominik Spohr, der mit einer Trefferquote von 42,1 Prozent aus der Distanz aufwartet – „es wird nicht einfach, dort zu gewinnen.“

Nach elf Siegen und elf Niederlagen wird das Match in Hagen eine Richtung aufzeigen. Da wird den Uni Baskets diese Statistik gar nicht schmecken: Der direkte Vergleich spricht für die Feuervögel, die in den zurückliegenden acht Partien sechsmal triumphierten.

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