Mi., 18.03.2020

Uni Baskets Paderborn arbeiten Maßnahmenkatalog aus Unternehmen Rettung beginnt

Erinnerung an tolle Tage: Kendale McCullum (am Ball) steht zur Wahl als „Spieler der Saison“ der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Bis zum 31. März kann im Sozialen Netzwerk oder über ein Formular auf der Barmer-Homepage (www.bit.ly/BARMERMLP) abgestimmt werden.

Erinnerung an tolle Tage: Kendale McCullum (am Ball) steht zur Wahl als „Spieler der Saison“ der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Bis zum 31. März kann im Sozialen Netzwerk oder über ein Formular auf der Barmer-Homepage (www.bit.ly/BARMERMLP) abgestimmt werden. Foto: Elmar Neumann

Paderborn  (WB/jm). Nach dem vorzeitigen offiziellen Abbruch des Spielbetriebs in der 2. Basketball-Bundesliga ProA (diese Zeitung berichtete am Mittwoch) sind die Uni Baskets Paderborn um Eingrenzung des daraus entstehenden Schadens bemüht.

Die Situation – die Einnahmen dreier Heimspiele fehlen – beschert den Baskets finanziell bedrohliche Auswirkungen. Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer über die Situation: „Wir sind auf der einen Seite natürlich enttäuscht über den Abbruch, andererseits haben wir vollstes Verständnis dafür, dass die Gesundheit der Spieler, Besucher und aller Menschen in unserem Umfeld im Augenblick die höchste Priorität besitzt.“ Und weiter: Dass „diese Situation für uns Folgen hat, dürfte jedem klar sein.“

Hoher fünfstelliger Betrag fehlt

Das Führungsteam hat sorgfältig geprüft, was nötig ist, um den Profispielbetrieb vor dem Kollaps zu retten, und einen umfangreichen Maßnahmenkatalog verfasst. Der Ticketverkauf ist nach den Sponsorengeldern die zweitwichtigste Einnahmequelle im Gesamtetat der Uni Baskets. Nach Aussage der Verantwortlichen beträgt der zu erwartende Verlust durch die entgangenen Partien inklusive eventueller Play-off-Begegnungen mit Catering- und Merchandise-Umsatz einen hohen fünfstelligen Betrag. Die Baskets setzen voll auf die Unterstützung der Fans, der Sponsoren und des Umfelds inklusive Stadt und Politik: „Gemeinsam können wir es schaffen, dass die Uni Baskets auch in Zukunft in der Maspernhölle für Furore sorgen werden!“, zeigt sich Meyer zuversichtlich, dass der Kraftakt geschafft werden kann.

Um die Lücke nicht noch größer werden zu lassen, bitten die Baskets alle Fans, die sich bereits im Onlineshop des Partners AD Tickets (Reservix) ein Ticket für eines der ausgefallenen Spiele gekauft haben, sich dieses im Sinne einer Spende nicht rückerstatten zu lassen. Wichtig dabei: Bei dieser Unterstützung muss jeder Käufer mit einer Mail an tickets@uni-baskets-paderborn.de seinen „aktiven Verzicht“ auf eine Rückerstattung erklären, andererseits wird das Geld automatisch zurückerstattet. In der Mail sollten die folgenden Infos angegeben sein: Bestellnummer + Name des Ticketkäufers + E-Mailadresse, über die der Kauf erfolgt ist.

Appell: Aktiver Verzicht auf Ticketrückerstattung

Alle Fans, die sich ihr Ticket in einer Vorverkaufsstelle gekauft haben und dem Verein helfen wollen, können ebenfalls ihren aktiven Verzicht per Mail an tickets@uni-baskets-paderborn.de erklären. Wichtig auch hier: Bitte den vierstelligen Ticketcode plus Name angeben. Alternativ besteht die Möglichkeit, per Mail an tickets@uni-baskets-paderborn.de auf die Rückerstattung zu verzichten und stattdessen einen Gutschein für die kommende Saison anzufordern. Dauerkartenkunden, die ihren anteiligen Betrag für die entgangenen Heimspiele einfordern wollen, sollen sich laut Geschäftsführung per Mail an die Adresse tickets@uni-baskets-paderborn.de wenden.

„Es ist im Grunde genommen ganz einfach: Allen, die sich nicht melden, müssen und werden wir das Geld für bereits gekaufte Tickets zurückerstatten. Also bitte mailt uns, wenn Ihr uns auf diese Weise unterstützen wollt“, appelliert Dominik Meyer an die Fans. Am Freitag wollen die Baskets eine weitere Maßnahme bekanntgeben, die zur Deckung der saisonabsagebedingten aktuellen finanziellen Lücke beitragen sollen.

Achterbahnfahrt bleibt brisant

Die Baskets-Achterbahnfahrt, sie bleibt brisant. Denn was unabänderlich nachhallen wird, ist eine risikobehaftete Planung für die kommende Spielzeit. Viel Zeit, um eine befriedigende Etatbasis zu generieren, bleibt den handelnden Personen nicht. Bis zum 15. April läuft die Lizenzierungsfrist für die ProA-Saison 2020/21.

Kommentare

Nächste Saison

Bezüglich kommender Saison hoffe ich doch dass die Pro A, wie naürlich auch die BBL bei der Lizenzierung die Lage berücksichtigt und allen Clubs sehr entgegenkommt. Das kann nur im Sinne des Sports sein.

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