Verantwortliche der Uni Baskets in Gesprächen mit der Stadt
Karlsruhe-Heimspiel vor 600 Fans?

Paderborn (WB). Zum ersten Vorbereitungsspiel gegen die Iserlohn Kangaroos hätten die Uni Baskets bis zu 300 Fans ins Sportzentrum Maspernplatz lassen dürfen, 136 waren schließlich da. Wenn am 24. Oktober das erste Heimspiel der neuen Saison gegen die Karlsruhe Lions auf dem ProA-Plan steht, wird das Interesse deutlich größer sein. Dass die Verantwortlichen dann mehr als 300 Zuschauern Einlass gewähren dürfen, ist seit Dienstag klar. Wie viele Plätze genau besetzt sein werden, steht allerdings noch nicht fest.

Mittwoch, 16.09.2020, 20:00 Uhr
So voll besetzt wird das Sportzentrum Maspernplatz im ersten Heimspiel der Uni Baskets gegen Karlsruhe noch nicht sein. Foto: Elmar Neumann
So voll besetzt wird das Sportzentrum Maspernplatz im ersten Heimspiel der Uni Baskets gegen Karlsruhe noch nicht sein. Foto: Elmar Neumann

„Stand jetzt gehen wir von 600 Fans aus, aber das ist alles noch sehr frisch und wir müssen mit der Stadt klären, was wirklich möglich ist“, sagt Geschäftsführer Dominik Meyer. 600 Zuschauer wären gleichbedeutend mit der für eine sechswöchige Testphase erlaubten 20-prozentigen Auslastung, auf die sich die Bundesländer geeinigt haben. Das Fassungsvermögen der bei vielen Gastmannschaften für ihre hitzige Atmosphäre gefürchteten Maspernhölle ist mit 3000 angegeben. Aber mit dieser simplen Prozentrechnung ist es nicht getan. Nur ein Beispiel: Zu den strengen Hygiene- und Abstandsregeln zählt der Mindestabstand von 1,5 Metern und sollten die Baskets-Fans – rein theoretisch – stets nur in Zweiergruppen zusammensitzen wollen, wäre lediglich Platz für 500 Zuschauer.

Eintrittsgelder ein Drittel aller Einnahmen

Giants erleichtert

Das Testspiel der Bayer Giants Leverkusen in Hagen ist am Freitag – wie berichtet – sehr kurzfristig wegen eines positiven Coronatests im Kader des Rekordmeisters abgesagt worden. Anschließend hatte sich das Team vom Warm-up in Hagen direkt in Quarantäne begeben. Doch mittlerweile hat sich die Lage bei den Leverkusenern wieder entspannt. Die Testergebnisse aller anderen Akteure waren negativ und auch der zweite Test des vermeintlich mit dem Virus infizierten Spielers ist negativ ausgefallen. Abgesehen von diesem einen Profi sind damit alle Giants wieder aus der Quarantäne entlassen und zurück im Trainingsbetrieb.

...

Fakt ist: Mit einer faszinierenden Normalität, wie sie im Sportzentrum Maspernplatz zuletzt am 6. März, beim Überraschungssieg gegen den Tabellenführer Niners Chemnitz zu erleben war, werden auch die neuen Zustände nichts zu tun haben. Damals sorgten 1697 Fans dafür, dass die Uni Baskets die Saison mit einem Schnitt von 1600 Zuschauern beendeten. Solche Werte sind weiterhin ausgeschlossen und das schmerzt Sportarten, die keinerlei TV-Gelder generieren, ganz besonders. „Die Eintrittsgelder machen bei uns ein Drittel der Einnahmen aus. Da kann sich jeder ausmalen, wie es Clubs wie uns geht, wenn diese Gelder ausbleiben“, sagt Meyer. Zwar hat der Bund zugesichert, für 80 Prozent der zunächst bis zum 31. Dezember entfallenden Einnahmen aufzukommen und das wissen auch die Paderborner Verantwortlichen zu schätzen, doch Meyer sagt zudem: „80 Prozent sind eben nicht 100 Prozent und darauf bauen können wir auch erst, wenn das Geld mal tatsächlich bei uns angekommen ist.“

Generalprobe gegen Brüssel

Am 24. Oktober gegen Karlsruhe erfolgt nun erst mal ein weiterer Schritt in Richtung Normalität und es wartet der erste Ernstfall. Bis dahin wird getestet – jeder und alles. Coach Steven Esterkamp testet auf sportlicher Ebene, der komplette Staff muss vor dem nächsten Vorbereitungsspiel beim Erstligisten BG Göttingen (Sonntag, 17 Uhr) einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, und auf das Orgateam wartet am 9. Oktober der Härtetest. Das ursprünglich finale Vorbereitungsspiel gegen Bochum (4. Oktober) findet nun nicht zuhause, sondern auswärts statt, aber dafür steht fünf Tage später in den eigenen vier Wänden eine frisch angesetzte Generalprobe gegen den belgischen Erstligisten Phoenix Brüssel an – wahrscheinlich vor bis zu 600 Fans.

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