Gegen Braunschweig stark, in Bochum schwach: Uni Baskets verlieren weiter
Esterkamp sieht zwei Gesichter

Paderborn (WB). Auf einen offensichtlichen Schritt nach vorne folgte eine weitere deutliche Niederlage: Zunächst lieferten die Uni Baskets am Samstag im Heimspiel gegen Erstligist Löwen Braunschweig die bislang beste Leistung in der Vorbereitung auf die am 17. Oktober in Schwenningen beginnende ProA-Saison ab und wussten trotz der 77:86 (46:39)-Niederlage zu überzeugen, dann kassierte der Zweitligist 24 Stunden später beim Drittligisten VfL Sparkassen-Stars Bochum ein wenig standesgemäßes 74:97 (39:47), gleichbedeutend mit der siebten Niederlage in Serie.

Sonntag, 04.10.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 20:32 Uhr
Uni-Baskets-Guard Demetrius Ward erzielt gegen Braunschweig neun und gegen Bochum 17 Paderborner Punkte. Foto: Elmar Neumann
Uni-Baskets-Guard Demetrius Ward erzielt gegen Braunschweig neun und gegen Bochum 17 Paderborner Punkte. Foto: Elmar Neumann

Aber zunächst zum erheblich erfreulicheren Teil dieses Doppeltestspieltags: Am Samstag war das exakte Ergebnis für Steven Esterkamp von äußerst geringer Bedeutung. Dafür hatte der gerne kritische Headcoach am Vortrag der Seinen einfach zu viel Gefallen gefunden. „Jetzt kann ich endlich wieder ruhig schlafen. Das war ein großer Schritt nach vorne. Die Mannschaft hat zum ersten Mal gezeigt, dass sie auch über 40 Minuten im Wettkampfmodus spielen kann. Das war von Anfang bis Ende ein disziplinierter Auftritt von uns“, sagte der 39-Jährige.

Testspiel: Uni Baskets - Löwen Braunschweig 77:86

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Von einem für Esterkamp schon fast euphorisch anmutenden Lob war der Tabellensechste der Vorsaison bei den vorangegangenen Partien ein Stück entfernt gewesen, doch in diesem Vergleich zwischen zweiter und erster Liga präsentierten sich die Gastgeber von Beginn an voll konzentriert. Die Uni Baskets erwischten bei dem aus dem zuschauerlosen Sportzentrum Maspernplatz live ins Pollux-Kino übertragenen Probelauf einen starken Start, führten in Halbzeit eins mit bis zu zwölf Punkten (29:17/12.). Erst gen Ende des dritten Viertels (55:56/28.) sprach der Spielstand für die Gäste, die bis auf zehn Punkte davonzogen (68:78/35.). Aber der Zweitligist behielt die Ruhe und blieb dran. Mit einer etwas besseren Freiwurfquote in den finalen Momenten wäre noch mehr drin gewesen, als nur auf 77:80 (40.) zu verkürzen, doch das änderte an Esterkamps Einschätzung nichts.

Das war wichtig fürs Selbstvertrauen.

Steven Esterkamp

„Ich bin sehr glücklich. Diese Leistung war auch für das Selbstbewusstsein meiner jungen Mannschaft sehr wichtig. Wir haben nie wild, sondern immer kontrolliert gespielt“, sagte der US-Amerikaner. Die 77 Punkte seines Teams verteilten sich auf Topscorer Grant Benzinger (15), Drew Cushingberry (13), Garrett Sams (10), Robert Drijencic (10), Demetrius Ward (9), Ivan Buntic (6), Daniel Mixich (5), Peter Hemschemeier (5) und Tom Alte (4). Apropos Hemschemeier: Der seit acht Tagen 17-Jährige bekam von seinem Trainer gut 15 Minuten Einsatzzeit anvertraut und bedankte sich dafür mit einer imponierenden Vorstellung. „Peter hat mir in den letzten beiden Wochen im Training schon richtig gut gefallen und heute gezeigt, dass er sogar mit den BBL-Jungs mithalten kann. Mit seinen gerade 17 Jahren ist er seinen Gegenspielern körperlich natürlich noch unterlegen, aber er hat keinerlei Angst auf dem Feld und das ist super.“

Cushingberry in Bochum Topscorer

Dass längst nicht alles super ist, wurde am Tag danach deutlich. An der Darbietung in Bochum fand Esterkamp keinerlei Gefallen, er nahm seine müde Mannschaft allerdings auch etwas in Schutz: „Ein Spiel gegen ein Erstligateam kostet viel Kraft und es ist schwierig, einen Tag später mit der gleichen Energie zu agieren. Doch die Jungs müssen lernen, dass sie nur eine Chance haben, wenn sie immer alles geben“, sagte der Headcoach. Beste Paderborner Punktesammler in der Rundsporthalle waren Drew Cushingberry (18) und Demetrius Ward (17).

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