Uni Baskets Paderborn präsentieren sich beim Heimsieg gegen Karlsruhe als Team
Zusammenhalt macht stark

Paderborn (WB/jm). Rätselspaß und Nervenkitzel, individuelle Qualitäten einbringen, letztlich als Team harmonieren und unter Zeitdruck eine Mission erfüllen: In der Vorbereitung hatten die Zweitliga-Basketballer der Uni Baskets einen Escape Room besucht.

Montag, 26.10.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 09:18 Uhr
Der Jubel des Siegers: Die Mannschaft durfte sich nur kurz von den Fans feiern lassen – nicht lange nach dem Schlusspfiff wurden die Zuschauer freundlich aus der Maspernhalle komplimentiert. Foto: Jörg Manthey
Der Jubel des Siegers: Die Mannschaft durfte sich nur kurz von den Fans feiern lassen – nicht lange nach dem Schlusspfiff wurden die Zuschauer freundlich aus der Maspernhalle komplimentiert. Foto: Jörg Manthey

Die Essenz dieser herausfordernden Stunde kann, wann immer nötig, Spieltag für Spieltag in der ProA angewendet werden. Zwar wurde es beim 86:75-Streich über die Karlsruhe Lions nie so richtig knifflig für die Uni Baskets (wir berichteten ausführlich); gleichwohl registrierte Kapitän Ivan Buntic , der unter dem Brett mit 18 Punkten voranging, zwei fehlerbehaftete Phasen mit wenig Wucht: kurz vor der Halbzeitpause und kurz vor der Schlusssirene, in denen den Baskets recht wenig glückte, sie Variabilität vermissen ließen, dafür Kreativität und Stabilität beweisen mussten – und sich mit Spaß und mit Aha-Momenten entlohnten.

Spielkontrolle zurückgeholt

Anders als in Schwenningen , als die Uni Baskets ein 74:68 (36.) und eine 78:76-Führung (38.) nicht in Ziel retten konnten, fielen diesmal die Körbe zum richtigen Zeitpunkt. So holten sich die Hausherren, die gegen einen zögerlich und durchsichtig agierenden Gegner auch physisch präsenter waren, die Spielkontrolle zurück. Grant Benzinger beendete in der Schlussminute einen 0:11-Lauf und frischte den dahinschwindenden Vorsprung wieder auf – 83:75. Das inspirierte den selbstbewussten Daniel Mixich noch zu einem Dreier – 86:75, da war der Drops gelutscht.

„Wir sind richtig glücklich. Es ist uns Samstag gelungen, uns auf grundlegende Dinge zu konzentrieren. Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten“, erzählte Buntic. Auch das Stresstraining trage Zinsen. „Die richtigen Entscheidungen zu treffen, simulieren wir oft am Ende des Trainings, wenn wir schon kaputt sind“, verriet er. Dem Käpt’n lag es am Herzen, das Kollektiv zu loben. „Wir haben uns gut als Mannschaft präsentiert, früh attackiert.“ Auch Steven Esterkamp war’s zufrieden. „Wir haben als Team gespielt. Das ist unsere Philosophie und Grundlage für den Erfolg“, hielt der Headcoach fest. Derlei Geschlossenheit war auf Löwen-Seite nicht erkennbar; weder bei den Spielern noch beim Trainerduo Drazan Salavarda/Sam Davoe.

Buck strebt Neuanfang an

Letztlich genoss Ivan Buntic das heimelige Gefühl in der Maspernhölle. „Es war mal wieder schön, vor Zuschauern zu spielen, auch wenn ich eigentlich mehr Leute und eine andere Lautstärke in dieser Halle gewohnt bin“, merkte der Kapitän an. Ein namhafter Besucher war John Bryant. Der Center spielte bis Sommer bei den Gießen 46ers. Mit Badu Buck haben die Uni Baskets (wie berichtet) einen Mann mit Potenzial dazugewonnen. Der gebürtige Berliner war 2918 mit Albas U19 Deutscher Meister geworden, ehe es ihn in die Fremde zog. Ein Muskelbündelriss in der linken Leiste, den er sich beim Pro B-Ligisten s.Oliver Würzburg zuzog, legte den 21-Jährigen lange auf Eis. „Badu hat sich hier seit einiger Zeit fitgehalten. Ich bin froh, dass es geklappt hat“, freute sich Esterkamp über den Transfer, der ihm eine zusätzliche Alternative auf der Aufbauposition beschert. Der Neue war zu Jugendzeiten Deutscher Nationalspieler (U16, U18, U20) – und will ganz hoch hinaus. „Mein Ziel ist die NBA“, hat Buck 2019 in einem Interview mal gesagt.

Uni Baskets Paderborn feiern Heimsieg

1/19
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey
  • Foto: Jörg Manthey

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7649501?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F4988682%2F
„Ich glaube nicht, dass es Zufall ist“
Ritsu Doan (rechts) hatte in Leipzig das 1:0 auf dem Fuß. Eine Führung „würde uns mal gut tun“, sagt Fabian Klos.
Nachrichten-Ticker