Daniel Mixich fehlt den Uni Baskets Paderborn zwei bis drei Wochen lang
Frustriert und doch erleichtert

Paderborn -

Nein, es ist nicht so, dass die Uni Baskets in dieser Saison kein Verletzungspech hätten. Zwar hat Jens Großmann den Muskelfaserriss, den er sich in der frühen Phase der Vorbereitung zugezogen hat, auskuriert, aber da gibt es ja auch noch Tom Alte und Daniel Mixich.

Freitag, 13.11.2020, 02:52 Uhr aktualisiert: 13.11.2020, 11:52 Uhr
Pointguard Daniel Mixich ist nicht schwerer verletzt, fehlt aufgrund eines Deltaband-Anrisses aber bis zu drei Wochen.
Pointguard Daniel Mixich ist nicht schwerer verletzt, fehlt aufgrund eines Deltaband-Anrisses aber bis zu drei Wochen. Foto: Elmar Neumann

Alte, der am Samstagabend (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) gegen seinen Ex-Club Rostock Seawolves logischerweise liebend gerne mitgewirkt hätte, fehlt aufgrund seines Mittelhandbruchs noch etwa sechs Wochen, Pointguard Mixich weiß nun, dass er in den nächsten zwei bis drei Wochen nur Zuschauer ist.

Der 23-Jährige war am vergangenen Freitag im zweiten Viertel des Heimspiels gegen Science City Jena (94:86) bei einer Landung mit dem rechten Fuß nach innen umgeknickt und hat sich dabei eine Verletzung zugezogen, von der auch er vorher noch nichts gehört hatte – ein Anriss des Deltabandes. „Ich bin immer wieder erstaunt, was es alles für Bänder gibt. In der Regel knickt man eher nach außen um, deswegen ist der Name des Bandes nicht so geläufig. Ich kannte es auch nicht, aber wenn es einer schafft, nach innen umzuknicken, dann natürlich ich.“ Mixich, in der vergangenen Saison wegen eines Knorpelschadens zu einer zehn Spiele langen Auszeit gezwungen, ist einerseits frustriert, abermals ausgebremst worden zu sein, andererseits aber auch froh, dass sich die anfänglichen Befürchtungen nicht bewahrheitet haben: „Als ich da saß, habe ich im ersten Augenblick gedacht: Mist, das war’s. Das Sprunggelenk hat sicher ‘was abbekommen. Jetzt bist du für eine Weile raus.“

Dem Schock folgte aber noch am selben Abend eine erste gute Nachricht. Direkt im Anschluss an das Spiel ging es ins Krankenhaus, „um eine Fraktur auszuschließen“ und exakt das war nach der Untersuchung klar: gebrochen ist nichts. Der Versuch, sich am Sonntag in Quakenbrück wieder aufs Feld zu wagen, scheiterte an den Schmerzen, aber mit dem Ergebnis, das nach der Auswertung der MRT-Bilder feststeht, vermag sich der gebürtige Berliner anzufreunden: „Ich nehme lieber die zwei, drei Wochen als eine schwere Verletzung mit einer monatelangen Pause.“ Je nachdem, wie gut der Heilungsprozess verläuft, kann es sogar sein, dass Mixich lediglich ein Spiel verpasst, denn nach dem Duell mit Rostock wartet auf die Baskets ein spielfreies Wochenende, ehe am 28. November das Derby in Hagen ausgetragen werden soll.

Während Tom Alte und Daniel Mixich am Samstagabend also definitiv fehlen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kapitän an Bord ist, relativ hoch. Ivan Buntic hatte – ebenfalls im zweiten Viertels der Partie gegen Jena – einen Schlag auf einen Oberschenkelmuskel bekommen. Auch in diesem sehr schmerzhaften Fall musste im ersten Moment von einem langwierigen Problem ausgegangen werden, doch der 29-Jährige kehrte in der zweiten Halbzeit aufs Spielfeld zurück und stand auch am Sonntag in Quakenbrück auf dem Parkett. Endgültige Entwarnung gibt es aber nicht. „Ivans Einsatz gegen Rostock ist fraglich. Wir schauen bei ihm von Tag zu Tag und werden kein Risiko eingehen“, sagt Geschäftsführer Dominik Meyer.

Sicher wieder mit von der Partie ist derweil Peter Hemschemeier. Der 17-Jährige, der vom Deutschen Basketball Bund zu einem Nominierungslehrgang der U18-Nationalmannschaft in Heidelberg (20. bis 23. Dezember) eingeladen worden ist, hatte sich nach einem Coronafall im Verein in Quarantäne begeben müssen. Die zwei Wochen sind mittlerweile rum und das Talent ist zurück im Training.

Während die Gastgeber also am Samstag auf zwei Spieler verzichten müssen, fehlt den Gästen ihr Headcoach: Dirk Bauermann ist zugleich auch Nationaltrainer Tunesiens und im so genannten FIBA-Fenster als solcher unterwegs. Wie beim 86:64-Sieg in Quakenbrück, wo Bauermann schon nach 2:51 Minuten und zwei Technischen Fouls der Halle verwiesen wurde, als auch beim 109:83 gegen Ehingen wird ihn in Paderborn Christian Held, bis zum Sommer Chefcoach in Trier, vertreten

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