Die Uni Baskets Paderborn verlieren gegen die Rostock Seawolves mit 96:107
Hinten hapert‘s

Paderborn -

Im dritten Heimspiel hat es die Uni Baskets Paderborn erwischt. Nach zwei Siegen kassierten sie am Samstagabend gegen die Rostock Seawolves die erste Niederlage in den eigenen vier Wänden. Am Ende hieß es 96:107 (45:59).

Samstag, 14.11.2020, 22:12 Uhr aktualisiert: 15.11.2020, 19:44 Uhr
John Bryant erzielt beim ersten Heimspiel für die Uni Baskets 21 Punkte, kann die Niederlage gegen die Rostock Seawolves aber nicht verhindern.
John Bryant erzielt beim ersten Heimspiel für die Uni Baskets 21 Punkte, kann die Niederlage gegen die Rostock Seawolves aber nicht verhindern. Foto: Elmar Neumann

Im Duell mit dem Aufstiegskandidaten Nummer eins fehlten den Gastgebern die verletzten Tom Alte und Daniel Mixich. Zudem blieb auch Garrett Sams ohne Einsatzzeit. „Garrett ist fit, aber ich habe entschieden, dass er heute nicht spielt“, sagte Headcoach Steven Esterkamp. Bei dieser Entscheidung, das betonten die Verantwortlichen, handelt es sich nicht um eine disziplinarische Maßnahme. Die Gründe sind wohl eher im persönlichen Bereich zu finden und es deutet sogar einiges auf einen vorzeitigen Abschied des 22-jährigen Rookies hin.

Erstmals in der Paderborner Starting Five stand dagegen die bundesweit beachtete Nachverpflichtung John Bryant. Der zweimalige BBL-MVP verbuchte sogleich die ersten drei Punkte der Partie auf seinem Konto, aber die Seawolves waren weit davon entfernt, sich von dieser Aktion beeindruckt zu zeigen. Stattdessen konterten sie mit einem 12:0-Lauf und sollten die einmal verdiente Führung nicht mehr abgeben. In dieser Phase sowie im weiteren Spielverlauf waren es der Este Rain Veideman (32 Punkte) und der Iraner Behnam Yakhchali (26), die immer dann lieferten, wenn sie benötigt wurden. Die Uni Baskets ließen dem Duo allerdings auch deutlich zu viel Platz. „In der ersten Halbzeit haben wir gar nicht verteidigt. Das kannst du dir gegen so eine erfahrene Mannschaft einfach nicht leisten“, sagte Esterkamp.

Die ohne ihren Headcoach Dirk Bauermann (als Tunesiens Nationaltrainer gefordert) angereisten Rostocker machten auch nach Wiederbeginn einen souveränen Eindruck, aber die ersatzgeschwächten Uni Baskets bewiesen Moral und ließen sich vom Gegner nicht aussichtslos abschütteln. Stattdessen arbeiteten sie sich, angeführt von Demetrius Ward (22 Punkte) und „Big“ John Bryant (21), im vierten Viertel Zähler um Zähler heran, kamen für den Sieg aber nicht mehr in Frage. „Mit unserer Leistung im letzten Viertel bin ich zufrieden. Da haben wir auch in der Defense einen guten Job gemacht, waren richtig aggressiv, aber um das Spiel noch zu gewinnen, kam die Steigerung etwas zu spät“, sagte Paderborns Cheftrainer.

Für die Uni Baskets steht nach der vierten Niederlage im sechsten Saisonspiel nun eine kleine planmäßige Pause an. Weiter geht es erst am Samstag, 28. November (19 Uhr), mit dem Westfalen-Derby in Hagen. „Bis dahin werden wir so hart wie möglich an unserer Verteidigung arbeiten“, kündigte Esterkamp schweißtreibende Trainingseinheiten an.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7678434?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F4988682%2F
Kurz vor dem Kontrollverlust
Mit Megafonen wiesen Ordnungsamtsmitarbeiter die Schnäppchenjäger darauf hin, dass die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind.
Nachrichten-Ticker