Die Uni Baskets müssen mindestens vier Wochen auf Center Tom Alte verzichten
Drei minus zwei gleich Buntic

Paderborn -

Krasser hätte der Unterschied kaum sein können. Von den drei Centern, mit denen die Uni Baskets lediglich zehn Tage zuvor den lockeren Erfolg in Ehingen erspielt hatten, war am Mittwochnachmittag gegen die MLP Academics Heidelberg (79:85) plötzlich nur noch ein einziger einsatzfähig.

Freitag, 22.01.2021, 02:12 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 10:34 Uhr
Ivan Buntic zeigt sich in starker Form. Der Kapitän ist nach dem Abschied von John Bryant und der neuerlichen Verletzungspause für Tom Alte der einzig verbliebene „echte“ Center in Reihen der Uni Baskets.
Ivan Buntic zeigt sich in starker Form. Der Kapitän ist nach dem Abschied von John Bryant und der neuerlichen Verletzungspause für Tom Alte der einzig verbliebene „echte“ Center in Reihen der Uni Baskets. Foto: Elmar Neumann

Drei minus zwei gleich Buntic. Von dem für exakt eine Partie aus John Bryant, Tom Alte und Ivan Buntic bestehenden Trio ist vorerst allein Letztgenannter geblieben. Klar, dass der prominente Ersatzmann „Big John“ seinen Freundschaftsdienst beendet, wenn er ein standesgemäßes Angebot erhält, war so abgemacht. Dass sich erst ein Interessent (Gießen) meldete, als Tom Alte seinen Mittelhandbruch auskuriert hatte, passte perfekt. Aber dass Alte nun nach zwei Einsätzen wieder für mindestens einen Monat zuschauen muss, ist alles andere als ideal.

Als „Knochenläsion“ (im Kniebereich) bezeichnet die medizinische Abteilung der Baskets um Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger das, was sich der vom Verletzungspech verfolgte Neuzugang aus Rostock bei einem Sturz im Spiel gegen Bremerhaven zugezogen hat. Auf die elfwöchige Auszeit von Ende Oktober bis Ende Dezember folgt die nächste unfreiwillige Absenz. „Das tut uns allen sehr leid für Tom. Wir müssen ihm nun Mut zusprechen und ihn aufbauen, damit er die Seuchensaison durchsteht“, sagt Geschäftsführer Dominik Meyer.

Ob die Verantwortlichen auf den Ausfall mit einer Nachverpflichtung reagieren, ist noch offen. Headcoach Steven Esterkamp sagt: „Ich werde mit Dominik sprechen und dann werden wir sehen, was möglich ist.“ Sicher ist allerdings, dass sich am Samstag (17 Uhr) in Kirchheim nichts geändert haben und der einzige echte Center in Paderborner Reihen Buntic heißen wird.

Hilfe erhält der langjährige Kapitän gegen die Ritter wieder vom für Fälle wie diesen zum Brettspieler umgeschulten Jens Großmann, aber der Großteil der Hoffnung ruht auf den breiten Buntic-Schultern und da ruht sie gut, wie gegen Heidelberg zu sehen war. 15 Punkte (7/8 Feldwürfe) und sechs Rebounds wurden für den 29-Jährigen in etwas mehr als 20 Minuten Einsatzzeit notiert. Nach dem fünften Foulpfiff (36.) musste er die Crunchtime zwar von der Bank aus verfolgen, aber für ein großes Lob von seinem Coach reichte das bis dahin Geleistete trotzdem: „Ivan hat einen super Job gemacht. Er agiert mit viel Selbstbewusstsein und spielt in letzter Zeit fast wie ein anderer Spieler. Schade, dass er uns am Ende nicht helfen konnte. Vielleicht hätte es mit ihm zum Sieg gereicht“, sagt Esterkamp und auch Meyer zollt dem dienstältesten Paderborner großen Respekt: „Ivan erlebt gerade seinen zweiten Frühling und das freut mich umso mehr, weil ich weiß, wie viel harte Arbeit er dafür investiert hat.“

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