Olaf Kraußlach: Obermeister der Friseur-Innung und bekannter Hobbysportler
Mit 77 fit wie ein Turnschuh

Vlotho (WB) -

Seit mehr als 61 Jahren hält er dem Turnverein Eintracht Valdorf die Treue: Olaf Kraußlach ist ein bekennender Sportler durch und durch. Und er ist der Obermeister der Friseur-Innung Herford. „Ich laufe jeden Tag meine sechs bis sieben Kilometer. Schließlich will ich nicht einrosten“, lächelt Kraußlach, der an Neujahr seinen 77. Geburtstag feiert

Donnerstag, 31.12.2020, 10:20 Uhr
Sportlich aktiv auch noch im Alter: Kurz vor seinem 77. Geburtstag trainiert Olaf Kraußlach auf dem Amtshausberg mit dem ihm bestens vertrauten Schleuderball
Sportlich aktiv auch noch im Alter: Kurz vor seinem 77. Geburtstag trainiert Olaf Kraußlach auf dem Amtshausberg mit dem ihm bestens vertrauten Schleuderball Foto: Andreas Klose

 

Wenn man ihn trifft, kommt postwendend ein lockerer Spruch über seine Lippen. Olaf Kraußlach ist ein äußerst kommunikativer Mensch mit einer sehr positiven Grundeinstellung – er kann einfach hervorragend auf Leute zugehen. Auch aufgrund dessen wird er überall sehr geschätzt. Diese positiven Eigenschaften haben sie damals bei Eintracht Valdorf früh erkannt, ihn in die Vereinsarbeit eingebunden. „Unter anderem war ich Kinderturnwart, Jugendturnwart und später auch Oberturnwart“, erinnert sich Kraußlach, dem für „60 Jahre im Ehrenamt“ auch das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wurde.

Geboren wurde Kraußlach im thüringischen Erfurt. Im Alter von zwei Jahren kam er mit seiner Familie nach Vlotho. „Zunächst haben wir kurz an der Herforder Straße gewohnt, danach 20 Jahre an der Poststraße“. Heute lebt Kraußlach mit seiner Ehefrau Irmtraut, mit der er seit 52 Jahren verheiratet ist, im schmucken Eigenheim auf dem Winterberg. „Als Kinder sind wir ständig von der Poststraße bis hin zur alten Valdorfer Turnhalle gelaufen. Nach dem Sport sind wir dann natürlich auch nach Vlotho zurückgelaufen. Das war für uns zu jener Zeit einfach selbstverständlich“, sagt Kraußlach.

Angefangen hat er damals als Turner. Später dann wechselte Kraußlach zur Leichtathletik, feierte da viele Erfolge. Unter anderem dominierte er mehrfach bei den Gaumeisterschaften und landete auch bei den Turnfesten in Stuttgart und Berlin weit vorn. „Meine Lieblingsdisziplin bei Wettkämpfen war schon das Kugelstoßen, doch auch mit dem Diskus sowie dem Schleuderball konnte beziehungsweise kann ich ganz gut umgehen“, so Olaf Kraußlach.

An eine Sportveranstaltung der besonderen Art erinnert er sich noch ganz genau: „In Unna habe ich mal an einem sogenannten Ultralauf teilgenommen über eine Distanz von 100 Kilometern. Unglaubliche 1300 Sportler waren am Start – und ich war einer von den Verrückten. Einen Tag danach waren bei mir alle Knochen entzündet. Mein Hausarzt, den ich zeitnah konsultierte, hat nur mit dem Kopf geschüttelt.“

Eine Selbstverständlichkeit ist für den Vlothoer das Deutsche Sportabzeichen, welches er in diesem Jahr bereits zum 57. Mal abgelegt hat.

Olaf Kraußlach schaffte es sogar bis in die Nationalmannschaft – allerdings die der Friseure. „Später war ich auch Trainer der Nationalmannschaft. In meinem Beruf war ich dreimal NRW-Meister und dreifacher Deutscher Vizemeister“, erklärt Kraußlach, der auch Obermeister der Innung im Kreis Herford ist. Im nächsten Monat wollte er da eigentlich einen Strich ziehen, „doch wegen der Pandemie muss ich noch im Amt bleiben“. Als „Ehren-Verbandsvorsitzender“ vom Friseur- und Kosmetik-Verband NRW wird er jedoch immer dabei bleiben. Ganz klar, dass Olaf Kraußlach durch sein jahrelanges, großes Engagement auch gute Kontakte knüpfen konnte. So beispielsweise zu NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Bis 1999 betrieb er gemeinsam mit seiner Ehefrau Irmtraut seinen Friseursalon an der Salzuflener Straße.

„Für die nächsten Jahre wünschen wir uns Gesundheit. Sobald es möglich ist, werden wir uns auch impfen lassen. Schließlich hat man doch auch Verantwortung gegenüber den Mitmenschen“, so Kraußlach. Das bevorzugte Urlaubsziel ist für die Kraußlachs die Region um Willingen im Sauerland: „Da fühlen wir uns schon seit Jahren einfach sehr wohl. Ich hoffe, dass wir bald wieder dorthin können.“

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