TuS Bonneberg geht optimistisch in Abstiegsrelegation gegen VfL Holsen III – Torjäger beim Gegner gesperrt 
Spätzünder freuen sich aufs Endspiel 

Vlotho-Bonneberg (VZ). Besser könnte die Stimmung beim TuS Bonneberg derzeit nicht sein. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Saisonspielen hat sich der Fußball-B-Ligist auf den letzten Drücker in die Abstiegsrelegation gerettet. Nun soll am Sonntag im Entscheidungsspiel gegen den VfL Holsen III der Deckel drauf gemacht werden.

Donnerstag, 12.06.2014, 04:09 Uhr aktualisiert: 13.06.2014, 04:09 Uhr
Unüberwindbar: Bonnebergs Peter Berg hält in dieser Szene gegen Herfords Angreifer...
Unüberwindbar: Bonnebergs Peter Berg hält in dieser Szene gegen Herfords Angreifer...
Vereinsmitglied Axel Mowe freut sich über das Erreichen der Relegation und sieht eine 50:50-Chance gegen Holsen III.

Der Fußball-Kreis hat das Duell der Tabellenvorletzten aus organisatorischen Gründen von Sundern nach Elverdissen verlegt (15 Uhr). »Wir haben einen guten Lauf und können positiv in die Partie gehen. Die Stimmung bei uns ist gut«, freut sich der frühere TuS-Vorsitzende Axel Mowe, der immer nah an der Mannschaft ist.

Auch am Pfingstsonntag zitterte der Staffelleiter der Kreisliga B mit und bejubelte das 3:3-Unentschieden der Bonneberger gegen Meister TV Herford. Weil Schlusslicht VfL Herford II im Paralell-Spiel beim FC Löhne-Gohfeld mit 2:6 unterging, reichte der Punkt, um den Relegationsplatz zu verteidigen, den der TuS erst eine Woche zuvor erkämpft hatte.

Auf den letzten Drücker zum Klassenerhalt. So könnte es wieder kommen. In der vergangenen Saison rettete sich Bonneberg bekanntlich erst im zweiten Entscheidungsspiel gegen den Sieger der C-Liga-Relegation, SV Bischofshagen-Wittel. Nach Ausschreitungen durch Spieler und Fans von BiWi wurde die Partie beim Stand von 3:2 abgebrochen und für Bonneberg gewertet. Der unrühmliche Schlusspunkt einer nervenaufreibenden Saison.

Für Nervenkitzel ist auch in diesem Jahr wieder gesorgt, weil Bonnebergs »Spätzünder« auf der Zielgeraden gerade noch die Kurve bekommen haben. 6:1 gegen den direkten Rivalen VfL Herford II, 3:2 in Herringhausen und nun die beeindruckende Aufholjagd gegen den TV Herford, als man einen schnellen 0:3-Rückstand noch vor der Pause wettmachte – an Selbstvertrauen dürfte es den Bonnebergern im Moment nicht mangeln.

Am Sonntag wartet nun der VfL Holsen III. »Ein 50:50-Spiel«, findet Mowe. Im Falle einer Niederlage kommt es zum Spiel gegen den Sieger der C-Liga-Aufstiegsrunde. Die Formkurve spricht aber für den TuS. Denn während die Elf von Bernd Degner gegen Serienende eine Leistungsexplosion erlebt, haben die Holsener in B-Liga-Staffel 2 zuletzt kaum noch gepunktet. Mit dem 2:1-Sieg am Sonntag gegen Keller-Rivale TuS Bardüttingdorf/Wallenbrück konnte der VfL zwar noch zum Tabellenvorletzten aufschließen. Weil der Gegner das Hinspiel aber mit 5:1 für sich entschieden hatte, ging der direkte Vergleich und damit der Klassenerhalt an »BaWa«.

Erschwerend für Holsen kommt hinzu, dass es personell kaum Unterstützung aus dem Kader der ersten und zweiten Mannschaft geben wird. Spielberechtigt sind nur Akteure, die bis zum fünftletzten Spieltag in der Dritten eingesetzt wurden. Weil auch die A-Liga-Reserve lange im Abstiegskampf steckte, waren Abstellungen kaum möglich. Zu allem Überfluss sah Torjäger Ivan Kalinin vor drei Wochen beim 1:1 gegen SW Ahle die rote Karte wegen einer Tätlichkeit am Gäste-Coach und ist somit gesperrt.

Die Ausgangslage für den TuS könnte somit schlechter sein. Der verdiente Punktgewinn gegen den Meister dürfte den Spielern weiter Auftrieb gegeben haben. In Bestform präsentierte sich am Sonntag wie schon beim Sieg in Herringhausen TuS-Keeper Peter Berg, der nach Rückenproblemen wieder beschwerdefrei ist. »Irgendwann war ich drin im Spiel«, meinte der nach der Pause unüberwindbare Rückhalt. Den Sieg auf dem Fuß hatte sein Cousin Matthias Berg. Der Verteidiger wurde im Hitze-Duell von Trainer Bernd Degner am Ende überraschend als frische Kraft in die Spitze beordert. Zweimal tauchte Berg nach Kontern tatsächlich frei vor dem Tor auf, konnte den Ball aber nicht unterbringen. Degner: »Ich wollte hinten nichts umstellen und habe ›Jack‹ daher in den Sturm geschickt«, so der Trainer.

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